SCHOTT solutions Nr. 1/2013 > Kurzberichte

Foto: SCHOTT/M. Förster

Rückkehr der Ritter

Wo einst der Adel prachtvoll tafelte und rauschende Bälle gab, werden heute Rittertum und Turnierwesen inszeniert: Im Riesensaal des Dresdner Residenzschlosses sind jetzt Exponate der Dresdner Rüstkammer, einer der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Prunkwaffen und Rüstungen, ausgestellt. Einen ungestörten Blick auf die edlen Ritter und ihre Pferde ermöglicht entspiegeltes AMIRAN® Glas, mit dem 13 großformatige Vitrinen ausgestattet wurden. <
 
Foto: SCHOTT/A. Sell

Neuer Vorstandsvorsitzender

Dr. Frank Heinricht (51) trat am 1. Juni 2013 sein Amt als neuer Vorstandsvorsitzender des Technologiekonzerns SCHOTT an. Nach der Promotion zum Dr.-Ing. an der Technischen Universität Berlin hatte der Physiker seine berufliche Laufbahn bei einem Hersteller von Halbleitern begonnen. 2003 wechselte er in die Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH, deren Vorsitz er 2008 übernahm. Aus diesen Tätigkeiten heraus bringt Dr. Heinricht umfassende Erfahrung beim Führen eines komplexen Portfoliounternehmens sowie Erfolge beim Ausbau einer globalen Marktpräsenz, vor allem in Asien, mit. <
Foto: SCHOTT/C. Costard

Engste optische Lagen

Als erster Hersteller bietet SCHOTT ausgewählte optische Gläser der Toleranzstufe 0,5 an. In dieser neuen Qualitätsstufe beträgt die maximale Abweichung zu den Nominalwerten des Datenblatts lediglich ± 0,0001 bei der Brechzahl nd und ± 0,1 % beim Abbewert νd. Dies gelang durch exakte Steuerung der Schmelz- und Feinkühlungsprozesse mithilfe modernster Fertigungsverfahren. Entsprechende Gläser eignen sich vor allem für Hochpräzisionsobjektive. Die enge optische Lage der Gläser hilft, die Qualität der Objektive für Inspektionssysteme in der Industrie oder die Mikroskopie zu verbessern. <
Foto: SCHOTT/A. Sell

Zertifizierte Energieeffizienz

Innerhalb kürzester Zeit wurden alle SCHOTT Standorte in Deutschland nach der 2012 eingeführten Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert und verfügen nun über ein international anerkanntes Energiemanagementsystem. Ziel ist die effiziente Energienutzung und Ver-
brauchssenkung, um Klima und Umwelt zu schützen. Das Zertifikat belegt, dass SCHOTT seine Produkte ressourcenschonend und umweltfreundlich herstellt. Das Energiemanagementsystem soll schrittweise an allen Produktionsstandorten weltweit eingeführt werden. <
Foto: SCHOTT

Pharmastandort Ungarn gestärkt


SCHOTT will den ungarischen Standort Lukácsháza für die Produktion pharmazeutischer Primärverpackungen deutlich ausbauen. Bis 2016 sind Investitionen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich geplant. Erster Schritt war die Eröffnung eines neuen Wartungszentrums zur Überholung und Aufrüstung von Produktionsanlagen. Dadurch entstehen in der Region mehr als 30 neue Arbeitsplätze. Zusätzlich soll die Produktionskapazität in Ungarn kontinuierlich steigen. Mit einer Jahresproduktion von über 1,7 Milliarden Ampullen, Fläschchen und Karpulen ist Lukácsháza der größte Standort der SCHOTT Pharmasparte. <
Foto: SCHOTT/W. Feldmann

Höchst resistentes Dentalglas


Das neu entwickelte SCHOTT „DentalGlass Resist“ macht Zahnfüllungen noch widerstandsfähiger. Dieses Glas ist beständig gegen so gut wie jeden Angriff, selbst gegen Essig, Fruchtsäfte oder eine saure Mundflora. Entsprechende Spezialglaspulver sind seit vielen Jahren entscheidend für bessere Stabilität und ästhetische Attraktivität von Zahnfüllungen. Bis zu 80 Prozent dieser Füllstoff-Komposite, meist bekannt als Kunststofffüllung, bestehen aus hochreinem Glas. Für ein natürliches, dem Zahnschmelz sehr ähnliches Erscheinungsbild der Dentalfüllung lässt sich das Material über feine Pigmentabstufungen farblich optimal an den Zahn anpassen. <
Foto: SCHOTT/F. Groß

28.000 Receiver für weltgrößtes Solarwärmekraftwerk


Hochleistungs-Solar-Receiver von SCHOTT werden auch im bisher größten solarthermischen Kraftwerk eingesetzt, das Anfang 2013 im arabischen Emirat Abu Dhabi in Betrieb ging. Die Anlage Shams 1 (Sonne 1) besteht aus 768 Kollektor-Reihen und ist mit einer Fläche von 2,5 Quadratkilometern so groß wie 285 Fußballfelder. Das Parabolrinnen-Kraftwerk kann mit einer Leistung von 100 Megawatt rund 20.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Anlage trägt dazu bei, den steigenden Energiebedarf in der Region zu decken und jährlich 175.000 Tonnen schädliches CO2 einzusparen. „Wir sind stolz auf unsere Beteiligung an diesem Projekt.
Es zeigt einmal mehr, dass mit Solarthermie großtechnisch Strom erzeugt werden kann.
Abu Dhabi hat verstanden: Die Sonne liefert auch Energie, wenn die heimischen Öl- und Gasvorkommen längst erschöpft sind”, so Dr. Patrick Markschläger, Geschäftsführer SCHOTT Solar CSP GmbH. Shams 1 ist das Projekt eines Joint Ventures des in Abu Dhabi ansässigen Unternehmens Masdar, der spanischen Firma Abengoa Solar und des französischen Energieversorgers Total. Und das erste große solarthermische Kraftwerk im Mittleren Osten. <
Foto: SCHOTT

25 Jahre Pharmarohr-Standards

Seit einem Vierteljahrhundert veröffentlicht SCHOTT Tubing technische Lieferbedingungen (TLB) für Pharmarohr und setzt damit Standards in der Pharmaverpackungsindustrie. 1988 stellte SCHOTT als erstes Unternehmen der Branche seinen Kunden eine genaue Spezifikation der wichtigsten Produkt-­Parameter zur Verfügung. Seitdem werden kontinuierlich Verbesserungen an den Spezialglasröhren für Fläschchen, Spritzen, Kar­pulen und Ampullen in den technischen Lieferbedingungen festgeschrieben und damit transparent. <