SCHOTT solutions Nr. 1/2013 > Kunst

Foto: SCHOTT/M. Couchman

Leuchtende Endlosschleife


Mitten in London: Die neue Skulptur des Künstlers Tim Morgan sammelt Licht mit DURAN® Glasstäben von SCHOTT.


Caroline Zörlein

Londons West End bietet berühmte und historische Highlights: Picadilly Circus, Oxford Street und Soho sind nur einige der vielen Attraktionen. Seit 2010 beherbergt das Westminster-Viertel aber auch eine echte Kunstgalerie unter freiem Himmel. Im Zuge der Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele 2012 und dem Krönungsjubiläum startete die „City of Sculpture Exhibition“. Seither sind auf zahlreichen Plätzen und Parks im Stadtteil Westminster Dutzende zeitgenössische Skulpturen ausgestellt. Das Projekt erfreute sich großer Beliebtheit und die Stadtplaner verlängerten es auf unbestimmte Zeit. Inzwischen werden die Kunstwerke sogar im regelmäßigen Turnus aus­getauscht. Eine der neuesten Exponate der öffentlichen Galerie: Tim Morgans „Aurora“. Nachdem SCHOTT bereits in der Vergangenheit Glas für seine Werke zur Verfügung gestellt hatte, wandte sich der Künstler für diese Skulptur erneut an das Unternehmen: „Ich habe schon immer eine sehr gute Beziehung zu SCHOTT, und die Produkte sind von höchster Qualität.”
Die Plastik Aurora besteht aus zwei gewalzten Baustahlbändern, die leuchtend gelb lackiert sind. Der Raum ­zwischen den Stahlstreben ist mit Tausenden geschliffenen Glasstäben gefüllt. Foto: SCHOTT/M. Couchman
Aurora ist die größte Plastik, die Morgan bisher aus einem Stück gebaut hat. Sie ragt drei Meter in die Höhe und wiegt fast eine Tonne. Die Skulptur spiegelt elegante und zugleich technische Komplexität wider – eines der Merkmale von Morgans ­Arbeit. Sie besteht aus zwei gewalzten Baustahlbändern, die leuchtend gelb lackiert sind. Der Raum zwischen den Stahlstreben ist mit Tausenden geschliffenen Glasstäben gefüllt – aneinander gereiht überspannen sie eine Strecke von über zwanzig Fußballfeldern. Die Glasstäbe fangen das Licht der Sonne, von Gebäuden und aus dem Verkehr ein und konzentrieren es als helle, auffällige Splitter. So korrespondiert das Aussehen der Skulptur auf ganz besondere Weise mit der Umgebung und steht im Einklang mit dem Tagesablauf.

Auroras geschwungene Form ist ein weiteres Merkmal von Morgans besonderer Technik. Sie suggeriert bekannte kulturelle Zeichen: Das griechische Symbol für die Unendlichkeit ebenso wie das ursprünglich ägyptische Motiv einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Außerdem erzeugt das Werk eine leichte optische Täuschung: Die Stahlschleife erscheint vielen Betrachtern als zwei einzelne Bänder. „In der Umgebung des Cavendish Square steht die einfache Konstruktion aus Stahl und Glas der fraktalen Komplexität der Natur besonders gut gegenüber”, erklärt Morgan. SCHOTT DURAN® Glas wird vor allem in der Beleuchtung und für Laborgeräte eingesetzt. „Die besonderen optischen Eigenschaften und die Haltbarkeit machten es aber auch ideal für dieses Outdoor-Kunstprojekt”, sagt Klaas Roelfsema, Regional Sales ­Manager bei SCHOTT UK. <