SCHOTT solutions Nr. 1/2012 > Design

Die Bedienung elektronischer Geräte befindet sich im Umbruch. SCHOTT® Smart Touch ermöglicht die sichere Schaltung über Vertiefungen in der Glasoberfläche – und bietet Potenzial für Design und fortschrittliche Bedienerführung. Foto: SCHOTT/C. Costard

Gläsernes Markenzeichen


Die Bedienung elektronischer Geräte befindet sich im Umbruch. SCHOTT® Smart Touch ermöglicht die sichere Schaltung über Vertiefungen in der Glasoberfläche – und bietet Potenzial für Design und fortschrittliche Bedienerführung.


Judith Schwarz

Ob Kaffeeautomat, Stereoanlage oder Kühlschrank: Während der Benutzer elektronische Geräte früher über Knöpfe aus Metall oder Kunststoff steuerte, weichen diese heute glatten, homogenen Bedientastaturen. Der Trend geht zu minimalistischem Design und einem gläsernen Antlitz.

Damit der Benutzer auf der einheitlichen Geräteoberfläche rasch und sicher die richtige Funktion findet, ­benötigt man Orientierungshilfen. Kleine Vertiefungen in ansonsten glatten Glasoberflächen ermöglichen dies haptisch. Deren großer Vorteil: Der Bediener ertastet sie intuitiv – dies ist gerade für Menschen mit Sehbehinderung hilfreich. Zudem lassen sich die gläsernen Bedientastaturen im Gegensatz zu Knöpfen leichter reinigen: Die Oberfläche ist absolut dicht und Glas ist widerstandsfähig gegenüber aggressiven Reinigungsmitteln. Das sorgt zum Beispiel bei medizinischen Geräten für mehr Hygiene. Und nicht ­zuletzt überzeugen die modernen Bedien­elemente durch ihr Design – vorausgesetzt, die Vertiefungen wurden sorgfältig ins Glas geschliffen.
Ein Slider in Verbindung mit einer kapazitiven Schaltung kann Funktionen in einem elektrischen Gerät linear regeln. Foto: SCHOTT/C. Costard

Präzision in Glas


Das Schwierige bei der Herstellung von SCHOTT® Smart Touch ist die exakte Platzierung der Schleifstellen auf der Glasscheibe. Ein Fertigungsverfahren von SCHOTT bewältigt diese Herausforderung und lässt darüber hinaus viele Varianten in Form und Größe zu. Eine spezielle Maschine fixiert die präzise zugeschnittene Glasscheibe und ermöglicht eine exakte Positionierung der Schleifstelle mit Toleranzen von nur +/- 0,05 bis 0,2 mm – je nach Größe und Gesamt­anforderung an die Glasscheibe. SCHOTT® Smart Touch kann sowohl matt ausgeführt werden als auch poliert – mit der für Glas charakteristischen glänzenden Anmutung.

Hinter einer solchen Glasscheibe können Hersteller elektronischer Geräte Schalter problemlos automatisch anbringen. Die präzise Platzierung der Schleifstellen in der Serienproduktion an immer der gleichen Stelle erleichtert dies. Kapazitive Schaltungen kommen dabei ebenso in Frage wie aktive bzw. passive Infrarot-Technologie oder akustische Wellen-Technologie. Über die Vertiefung schaltet der Bediener sie an und aus oder regelt sie variabel.

Auch aus Gestaltungssicht ergibt sich eine breite Bandbreite an Optionen. SCHOTT kann die Vertiefung unter anderem als Ring oder Streifen mit abgerundeten Ecken ausführen. Realisieren lassen sich diese Vertiefungen in allen Flachgläsern mit den bevorzugten Glasdicken zwischen 2 und 10 mm. Beleuchten und Bedrucken mit Farben und Symbolen vervielfacht die Zahl der Varianten. Dadurch bietet die Technologie Geräte- und Elektronikherstellern Potenzial für die Kreation einer ganz individuellen Bedienung. So kann der vielseitige Werkstoff Glas dazu beitragen, sich durch originelles Design von der breiten Masse abzuheben und die eigene Markenidentität zu schärfen. <|
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