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Tradition mit ZukunftMarkenzeichen des 4-Sterne-Hotels „Tres Reyes” ist nicht nur die besondere Lage in der spanischen Traditionsstadt Pamplona, sondern nun auch eine Fassade mit 1.263 transparenten Solarmodulen.Alberto Zuñiga Die geschwungene Vorderseite des Gebäudes, das im Taconera-Park zwischen historischem Zentrum und modernem Stadtgebiet weithin sichtbar in die Höhe ragt, glänzt gläsern in dezentem Königsblau. Passend zu den drei Kronen auf dem Dach, die den Hotelnamen und zugleich eine Epoche symbolisieren, als Pamplona ein Königreich war. Das „Tres Reyes” (Drei Könige) setzt jedoch seit seiner Errichtung 1963 nicht nur auf Tradition, sondern auch auf Innovation. Und das mit moderner Architektur, die nach den Anfang 2010 abgeschlossenen Sanierungsarbeiten eine umweltfreundliche Dimension hinzugewonnen hat: In die Hauptfassade mit ihren Nordost- und Südkehren wurden großflächig spezielle Photovoltaik-Module eingebaut. Bei diesen semi-transparenten, per Dünnschichttechnik hergestellten Modulen sind die Solarzellen im Glasscheibenverbund integriert. Die Bauelemente wurden überlappend in derselben Neigung wie die Fassade und mittels einer verdeckten Befestigungsmechanik aufgesetzt. Damit ist die gesamte Solaranlage vollkommen in die Gebäudearchitektur integriert – ein Aushängeschild, das heute noch nicht viele Gästehäuser vorweisen können. Dieses Beispiel für zukunftsweisendes Solar-Design in der Hotellerie erlaubte die flexible Kombination von individueller Gestaltung und ökologischem Nutzen. „Das Objekt ließ sich in einer modernen, für ein städtisches Umfeld geeigneten Optik umsetzen – in Einklang mit dem benachbarten Park und der angrenzenden Altstadt”, erläutert José Luis Arranz, Produktionsleiter des ausführenden spanischen Baunternehmens Acciona Instalaciones. Darüber hinaus erzeugen die 1.263 SCHOTT ASI® Thru Module, die in Seriengruppen an drei Wechselrichter mit je 5 Kilowatt (kW) Nennleistung angeschlossen sind, Tausende Kilowattstunden (kWh) an umweltfreundlichem Solarstrom. Außerdem verstärken die in der Fassade verbauten Solarelemente die Gebäudeisolierung, verringern die Wärme- oder Kältebelastung und erleichtern somit die Klimatisierung des Hauses – mit entsprechenden Kosteneinsparungen. Ökologische Aspekte hatten Priorität auch während der Einbauarbeiten, die weder den Hotelbetrieb noch die Umwelt beeinträchtigen durften. Um nachhaltige Umweltverträglichkeit zu gewährleisten und eine zukunftssichere Lösung zu realisieren, strebte der Bauherr höchste Material- und Verfahrensqualität sowie äußerste Sauberkeit mit entsprechendem Abfallmanagement bei der Sanierung an. Bevor die gesamte Anlage an das Stromnetz angeschlossen wird, soll auch die Hotelrückseite zur Solarfassade werden. Die geschätzte jährliche Stromerzeugungsleistung aus insgesamt 1.937 PV-Modulen läge dann bei rund 21.430 kWh. Damit ließen sich CO2-Emissionen in Höhe von 13,91 Tonnen pro Jahr vermeiden. Dies entspricht einem Luftreinigungseffekt von etwa 1.232 Bäumen im Jahreszyklus. <| |
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