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Unbegrenzte MöglichkeitenDas zum SCHOTT Konzern gehörende Unternehmen MORITEX fertigt innovative Inspektionssysteme. Eines der Machine-Vision-Inspektionssyteme wird in der Spitzenforschung im Bereich der MEMS-Technologie eingesetzt.Yutaka SuzuKi & Takeshi Harada Mikro-Elektromechanische Systeme (MEMS) stecken in vielen Alltagsgeräten: in Autos, Handys und Spielkonsolen. MEMS herzustellen erfordert spezielle Technologien, durch die nur wenige Mikrometer kleine Bauteile auf einzelne Substrate aufgebracht werden können. Diese Bauteile sind winzig und präzise, verbrauchen wenig Energie und ermög-lichen extrem kleine Aktoren und Sensoren. Sie sind Schlüsselelemente für Herstellungsverfahren von morgen – entsprechende Forschungsko-operationen von Industrie und Universitäten werden deshalb intensiv staatlich gefördert. Das zum SCHOTT Geschäftsbereich Lighting and Imaging gehörende japanische Unternehmen MORITEX ist renommierter Hersteller und Anbieter von Spezialgeräten, unter anderem von Systemen zur visuellen Fertigungskontrolle. Eines dieser Geräte wurde vom BEANS G Device Center in Tsukuba ausgewählt, das im Auftrag des japanischen Staates an der MEMS-Weiterentwicklung forscht. „Unser Machine Vision Inspection System nutzt die Tatsache, dass Infrarotlicht Silizium durchdringt und man so automatisch MEMS-Bauteile auf Fehler überprüfen kann. Die an das BEANS G Device Center gelieferte Anlage ist so maßgefertigt, dass sie mit sichtbarem Licht automatisch Oberflächenprüfungen auf einem 200- Millimeter-Wafer ausführen kann. Wenn das Gerät gut funktioniert, erwarten wir einen beträchtlichen Aufwärtstrend bei der Einführung solcher Machine-Vision-Inspektionssysteme in Fertigungslinien von MEMS- und Halbleiterherstellern“, sagt der zuständige Vertriebsleiter Junya Inoue. |
„BEANS” ist eine Abkürzung für Bio Electromechanical Autonomous Nano System. Wie der Name suggeriert, wollen Forscher durch eine Verschmelzung organischer, anorganischer und biologischer Werkstoffe integrierte Mikro- und Nanotechnologien weiterentwickeln. Zugleich spielt BEANS auf die japanische Formulierung „sangyo no kome” an, übersetzt „Reis der Industrie”, womit ein langfristiges Schlüsselprodukt gemeint ist. Genau wie Halbleiter derzeit die Hauptprodukte der japanischen Industrie sind, sollen die MEMS dieses Projektes in der nächsten Generation die industriellen Wachstumsmotoren darstellen. Die MEMS-Fertigungsstraße am BEANS G Device Center bearbeitet 8-Inch-Wafer und deckt von der Eingangs- bis zur Fertigungslinie und Endkontrolle alle Produktionsstufen ab. Diese Großanlage hat sogar die Ausstattung für die Bearbeitung von 12-Inch-Wafern. Sie wird dafür genutzt, Bauteil-Prototypen herzustellen, um den Erfolg des BEANS Projekts zu validieren. „Wir wollten wissen, wie stark die Bauteile auf den 8-Inch-Wafern vom Plan abweichen. Normalerweise benötigt man für die Inspektion der Wafer-Oberfläche eine extrem teure Ausrüstung, doch dank des Machine-Vision- Inspektionssystems konnten wir die Kosten erheblich senken und trotzdem ein ausreichendes Qualitätsniveau sichern. Künftig wird das System den Maßstab für unsere Auswertungen setzen“, freut sich Takeshi Harada, General Manager des Research Departments am BEANS Laboratory. MEMS-Bauteile werden in naher Zukunft zur Erhaltung von Lebensraum und der Verbesserung der Lebensqualität wichtig sein. MORITEX Ziel ist es, künftig eine führende Rolle als Hersteller von Systemen zur Fertigungskontrolle bei der MEMS-Forschung und -Herstellung einzunehmen. |
„Wir erwarten einen steilen Aufwärtstrend für Machine-Vision-Inspektionssysteme in der MEMS- und Halbleiterfertigung.”Junya Inoue · MORITEX Vertriebsmanager |
Innovatives InspektionssystemDas Forschungs- und Entwicklungsprojekt BEANS hat zum Ziel, auf Mikro- und Nanoskala integrierte Fertigungstechnologien für die Herstellung zukunftsweisender Bauteile zu entwickeln. Das Projekt startete 2008 im Auftrag der japanischen Regierungsorganisation nedo (New Energy and Industrial Development Organization) mit dem Ziel, Verfahren für die Verbindung von biologischen und organischen Materialien sowie Prozesse für die Herstellung dreidimensionaler Nanostrukturen zu entwickeln und kontinuierliche Großanlagen für die Fertigung mikroskopischer Nano-Strukturen aufzubauen. Das Projekt wird seit 2009 vom BEANS Forschungszentrum, einem Zusammenschluss von Forschungseinrichtungen, durchgeführt. Zu dessen bemerkenswertesten und in den Medien vielbeachteten Ergebnissen gehören ein Roboter mit Geruchssensoren, implantierbare Zuckersensoren, Herstellungsverfahren für künstliche Gallenwege und ein thermoelektrisches Material. |
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