SCHOTT solutions Nr. 1/2011 > Touchpanels

Die neuen SCHOTT Gläser für Cover- und Touchpanels halten einiges aus. Das zeigen auch anspruchsvolle Kratztests (unten). Foto: SCHOTT

Berühren erlaubt


Unter der neuen Dachmarke Xensation® bietet SCHOTT als einziger Hersteller Spezialgläser für sämtliche Cover- und Touch-Technologien.


Alexandra Meinhardt

Wer sich heute ein Handy oder ein Smartphone kauft, achtet vor allem auf eines: Es soll ein Touchpanel haben. 2010 waren von 1,45 Milliarden verkauften Mobilfunkgeräten schon 562 Millionen mit der attraktiven Berührungsfunktion ausgestattet, ermittelten die Marktforscher von Digitimes Research. Das sind fast 40 Prozent; ein zweistelliges jährliches Wachstum wird prognostiziert. Aber auch Notebooks, Tablet-PCs, Monitore oder Navigationssysteme mit Touchscreen sind begehrt. Dabei sind es heute vier Kerntechnologien, die eine Eingabe von Befehlen per Berührung ermöglichen: Sogenannte resistive Touchscreens reagieren auf Druck, wobei zwei elektrisch leitfähige Schichten verbunden werden. Kapazitive Panels arbeiten mit einer leitfähigen Beschichtung und einem elektrischen Feld, um den Berührpunkt zu lokalisieren. Akustische Touchscreens nutzen dazu Ultraschallwellen und akustische Puls­erkennung (Surface Acoustic Wave/SAW), optische Systeme verwenden Infrarot-Lichtquellen.
Foto: SCHOTT/video-art
Quelle: SCHOTT
Jede dieser Technologien eignet sich für bestimmte Anwendungen und fordert für den Einsatz in Displays jeweils spezielles Glasmaterial. Unter der neuen Dachmarke Xensation® bietet SCHOTT nun eine breite Palette qualitativ hochwertiger Flachglas­typen für alle Cover- und Touch-Technologien an: Xensation® Cover 3D ist ein dünnes, chemisch gehärtetes Lithium-Aluminosilicatglas für kapazitive Systeme und verleiht Displays von Smartphones oder Slate-Tablet-PCs eine äußerst bruchbeständige, kratzfeste und optisch attraktive Oberfläche. Dabei erlaubt die ungewöhnlich niedrige Transformationstemperatur (Tg = 506 Grad Celsius) auch die effiziente Herstellung attraktiver 3D-Glasgeometrien. Xensation® Touch ist chemisch beständig und widersteht der Belastung durch Umwelteinflüsse. Das hochtransparente Borosilicatglas eignet sich hervorragend für resistive Touchpanels und bewährt sich bereits millionenfach in Navigations­systemen. Es ist lieferbar bis zu einer Dicke von nur 0,03 Millimetern und damit das weltweit dünnste Glas seiner Art.

Xensation® Look verfügt über gute Transmissionseigenschaften ins­besondere im infraroten wie auch sichtbaren (VIS) Spektralbereich. Das Borosilicatglas ist deshalb gut einsetzbar in optischen Touchscreens etwa von Notebooks. Das klare Kronglas Xensation® Sound schließlich besitzt alle transmissiven Qualitäten zur Transformation von akustischen Signalen in SAW-Touchpanels zum Beispiel für großformatige Displays.

„Als bislang einziger Hersteller decken wir mit Xensation® die komplette Bandbreite aller Cover- und Touch-Technologien ab. Dazu etablierten wir ein eigenes Kompetenzfeld Cover & Touch im Bereich Spezialflachglas, in das wir unsere 125-jährige Erfahrung in der Glasentwicklung und -her­stellung sowie deutsches Ingenieurs-Know-how einbringen”, betont Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG.

Vor diesem Hintergrund bietet das Kompetenzfeld auch Unterstützung entlang der gesamten Wertschöpfungs­kette, Beratung in allen Fragen der optimalen Prozessintegration sowie Kooperationsbereitschaft mit Blick auf Zukunftsentwicklungen. Und dies kundennah, denn SCHOTT verfügt über eine wachsende Präsenz im vorwiegend asiatischen Cover- und Touch-Zielmarkt. <|