SCHOTT solutions Nr. 1/2010 > Pharmaverpackung

Foto: SCHOTT/T. Hauser

Bereit für Wachstum


Mit einer Produktion für vorfüllbare Spritzen am US-Standort Lebanon stärkt SCHOTT seine Position im wachsenden nordamerikanischen Pharma-Markt.


Matthew Kraft

Täglich zwei Millionen pharmazeutische Primärverpackungen aus Glas fertigen die 160 Mitarbeiter von SCHOTT in Lebanon im US-Bundesstaat Pennsylvania. Seit Herbst 2009 sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt: Mit der Eröffnung einer neuen Produktionslinie für vorfüll­bare Spritzen erweiterte der Standort nicht nur seine Kapazitäten, sondern auch sein Produktsortiment, das bisher aus Fläschchen und Karpulen bestand. „Diese Produktion ist die erste Fertigungslinie außerhalb Europas für Spritzen von SCHOTT. Das zeigt die hohe Bedeutung, die wir dem amerikanischen Markt beimessen. Damit erhalten unsere Kunden vor Ort eine noch höhere Versorgungssicherheit und besseren Service”, erklärte Ralf Bouffleur, Vice President SCHOTT Pharmaceutical Packaging, anlässlich der offiziellen Einweihung im Rahmen eines zweitägigen Symposiums Mitte Oktober 2009.
 

„Ich gratuliere SCHOTT zu dem Erfolg in Pennsylvania sowie zu den bemerkenswerten Leistungen in den USA und auf dem Weltmarkt.”

Tim Holden, Mitglied des 111. US-Repräsentantenhauses, zur Produktionseröffnung

 
Am US-Standort Lebanon werden täglich zwei Millionen Pharmaverpackungen aus Glas gefertigt. Mit der Eröffnung einer neuen Produktionslinie für vorfüllbare Spritzen ­erweiterte der Standort nicht nur seine Kapazitäten, sondern auch sein Produktsortiment. Foto: SCHOTT/T. Hauser
Die mehr als 90 Vertreter aus Pharmaindustrie und Politik, die an der Veranstaltung teilnahmen, haben diese Worte sicher gern gehört. Denn in den USA ist die Nachfrage nach Spritzen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Und sie soll weiter zunehmen – zum einen wegen des Anstiegs chronischer Krankheiten, zum anderen wegen der Vorteile dieser modernen Medikamenten-Verabreichungssysteme gegenüber herkömmlichen Verpackungsprodukten. „Am schnellsten wächst der Markt im biomolekularen Segment. Dort stellen Spritzen die beste Verabreichungsmethode dar”, sagt Renard Jackson, Vice President of SCHOTT Pharmaceutical Packaging North America.
Foto: SCHOTT
Laut Analysen soll der Markt für vorfüllbare Spritzen in den nächsten Jahren weltweit um acht bis zehn ­Prozent jährlich zulegen. Aus gutem Grund: Auf der Anwenderseite verringern diese Spritzen das Risiko falscher Dosierung. Und für den Pharmahersteller heißt „Ready-to-fill“, dass die gelieferten Glasbehälter bereits silikonisiert, sterilisiert und damit ­bereit sind zur direkten Befüllung mit Medikamenten. Dadurch kann der Pharmazeut aufwendige Prozess­schritte einsparen.
Die Produktionsprozesse in der hochmodernen Produktion entsprechen dem gültigen Standard der ”Good Manufacturing Practices” (cGMP) der FDA. Fotos: SCHOTT (links), SCHOTT/B. Gruber (rechts),
Das Symposium zur Einweihung der neuen Spritzenproduktion in Lebanon stellte vor allem die umfassende Kompetenz von SCHOTT im Bereich pharmazeutischer Primärpackmittel in den Mittelpunkt. Vortragsthemen waren zum Beispiel die Entwicklung und Perspektiven des Pharmamarktes, aktuelle Trends bei Pharmaverpackungen, Qualitätssicherung oder innovative Lösungen für proteinhaltige Medikamente. Ein Höhepunkt des Symposiums war der Werkrundgang mit Schwerpunkt auf der neuen Spritzenfertigung. Neben dem Schweizer Standort St. Gallen produziert Lebanon als zweites Werk von SCHOTT forma vitrum das vorfüllbare sterile Spritzenset forma 3s®. Die Produktionsprozesse für dieses Produkt wie für sämtliche Pharmaverpackungen von SCHOTT entsprechen dem gültigen Standard der „Good Manufacturing Practices”(cGMP) der US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln (Food and Drug Administration/FDA). In der hochmodernen Produktion werden die Spritzen mit modernsten Kameras nach dimensionellen Aspekten geprüft, die Endver­packung erfolgt unter Reinraumbedingungen.
Foto: SCHOTT/B. Gruber
„Es ist uns wichtig zu zeigen, mit wie viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit wir uns auch kleinsten Details eines jeden Produktes widmen, das unsere Linien verlässt – seien es Spritzen, Fläschchen oder Karpulen”, verdeutlichte Renard Jackson. Dies scheint überzeugend gelungen nach Meinung von Symposiumsteilnehmern, die sich von der hohen Qualität der Fertigung und der Technologie in Lebanon beeindruckt zeigten. „Wir haben hier nun vor Ort eine gute Alternative zu dem bereits existierenden qualitativ hochwertigen Spritzen-Lieferanten in den USA”, gab ein Pharmavertreter zu Protokoll.
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