SCHOTT solutions Nr. 1/2009 > Interview

John French Foto: SCHOTT/A. Sell

Innovatives Museumsdesign


John French, Direktor und Vorsitzender von Click Netherfield, einem der weltweit führenden Hersteller von Schaukästen und Vitrinen, über den Einsatz von entspiegeltem Glas in Museen.


Christine Fuhr

solutions: Beschreiben Sie uns bitte Ihr Unternehmen, Herr French.

French: Wir sind ein innovatives Unternehmen, das auf Vitrinenbau und Designlösungen spezialisiert ist.

solutions: Welches sind für Sie wichtige Erfolgsfaktoren?

French: Wir sind in einem klar definierten Bereich tätig und dort Experten. Außerdem ist Click Netherfield international präsent: Unsere Vitrinen findet man in mehr als 50 Ländern. Ein weiterer wichtiger Grund unseres Erfolgs ist die Zusammenarbeit mit den besten Architekten und Designern der Welt: beispielsweise Jean-Michel Wilmotte, Ieoh Ming Pei, Frank Gehry und Norman Foster.

solutions: Auf welche aktuellen Projekte sind Sie besonders stolz?

French: Zu den wichtigsten gehören definitiv das von Jean-Michel Wilmotte gestaltete Museum für Islamische Kunst in Doha, Katar, die von Frank Gehry entworfene Ontario-Kunstgalerie in Toronto und das Stadtmuseum Leeds in Großbritannien. Im Moment arbeiten wir an einem Auftrag für das Ulster Landesmuseum und an einem Projekt in Anchorage, Alaska.

solutions: Wurde Click Netherfield bereits für seine Arbeit prämiert?

French: Ja, wir haben mehrere Preise erhalten: den British Design Award, den Best Business in Scotland Award und letztes Jahr sogar den Queen’s Award for International Trade – dies ist der am höchsten dotierte Wirtschaftspreis Großbritanniens.
 

„Unser Erfolgsrezept ist, dass wir mit den besten Architekten und Designern der Welt zusammenarbeiten.“

(John French, Direktor und Vorsitzender von Click Netherfield)

 
Fotos: Click Netherfield
solutions: Welchen Stellenwert hat das anspruchsvolle Projekt in Katar für Sie?

French: Mit dem 2005 gestarteten Doha-Projekt sind wir die bislang größte finanzielle Verpflichtung in unserer Firmengeschichte eingegangen. Der Innenarchitekt Jean-Michel Wilmotte hatte sehr innovative Ideen, für die wir spezielle Konstruktionslösungen entwickeln mussten. Aber die größte Herausforderung war das Ausmaß des Projekts selbst.

solutions: Inwiefern?

French: Für das Projekt waren 410 Vitrinen und 18 verschiedenartige Schaukästen vorgesehen. Die größte Vitrine besitzt die Größe eines Raums: Zehn Meter lang, fünf Meter hoch und drei Meter breit. Enorm waren auch die Herausforderungen, was Versand und Logistik betrifft: Es galt über 200 Tonnen entspiegeltes Glas und mehr als 350 Tonnen Stahl nach Katar zu transportieren!

solutions: Warum haben Sie SCHOTT bei diesem prestigeträchtigen Projekt ins Boot geholt?

French: Wir arbeiten seit ungefähr zehn Jahren mit SCHOTT im Bereich Glas und Faseroptik zusammen und waren uns sicher, einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben, der qualitativ hochwertige Produkte liefert.

solutions: Wann hatten Sie sich für das entspiegelte Glas Amiran® von SCHOTT entschieden?

French: Um ehrlich zu sein, gleich zu Beginn. Wir haben Amiran® gewählt, weil das Produkt aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften das beste unter den entspiegelten Gläsern ist. Und für ein Projekt dieser Größenordnung gibt es keine andere Wahl, als Spitzenprodukte zu verwenden.

solutions: Für welche Ihrer neuen Produkte setzen Sie Amiran® ein?

French: Eine unserer ganz besonderen Neuheiten ist die erste konfigurierbare Vitrine mit dem Namen „Evolution“. Sie verwendet ausschließlich Amiran® und ist einzigartig, denn die Vitrine kann in einzelne Module zerlegt werden.

solutions: Wie schauen Ihre Zukunftspläne aus?

French: Aufgrund des Erfolgs, mit dem wir entspiegeltes Glas in hochkarätigen Museums-projekten weltweit eingesetzt haben, freuen wir uns in den nächsten Jahren auf weitere interessante Projekte mit SCHOTT. <|