Optik/Faseroptik

Hochwertige Glasfaseroptik aus Mainz lässt die Kristallkunstwerke der Österreicher erst so richtig funkeln. Foto: SCHOTT/A. Stephan
Michael Kömpf

Das Spiel mit dem Licht

Swarovski – der Name steht für eine faszinierende Welt aus geschliffenem Kristall. Doch das österreichische Traditionsunternehmen bietet auch hochwertige Ferngläser, Teleskope und Zielfernrohre.

Im Rampenlicht steht meist der Kristall: die filigranen Krönchen der Debütantinnen des Wiener Opernballs 2008 oder »Bling H2O«, die mit CRYSTALLIZED™ – Swarovski Elements besetzten Wasserflaschen für die gehobene Gastronomie sind jüngste Belege für die Kunstfertigkeit von Swarovski. Hochwertige Glasfaseroptikbauteile und Lichtquellen von SCHOTT unterstützen Swarovski dabei, Kristalle ins rechte Licht zu setzen. In den bekannten Swarovski Geschäften, die weltweit Kristallfiguren, Schmuck und Accessoires erfolgreich vermarkten, sorgt das optimale Zusammenspiel von Kristall und Licht für das beliebte Spektakel von Glanz und Farbe. Darüber hinaus liefert SCHOTT maßgeschneiderte Faseroptik-Lösungen für architektonische Elemente. Denn das österreichische Traditionsunternehmen bietet eine Vielzahl von Lichtlösungen – wie beispielsweise sogenannte »Sternenhimmel« – für die Raum- und Lichtgestaltung. An Decken und Wänden von exklusiven Bars, Hotels und Wellness-Oasen bündeln und streuen Swarovski Kristalle Lichtstrahlen und sorgen so für ein besonderes Spiel aus Farben und Mustern. „Dafür passen wir unsere Glasfaserprodukte individuell auf jede spezielle Gestaltungsaufgabe an”, erklärt Patricia Alter, SCHOTT Division Manager Lighting im Bereich Faseroptik. Aber zur österreichischen Unternehmensgruppe gehört auch ein Bereich mit Produkten, deren besondere Qualität sich nicht nur beim Anblick zeigt, sondern erst so richtig offenbart, wenn man hindurch schaut. Und darauf schwören Naturbeobachter, Jäger und Hobbyastronomen weltweit: Die Rede ist von Swarovski Optik. Das 1949 gegründete Unternehmen hat sich auf fernoptische Geräte von höchster Präzision spezialisiert und damit auf dem Weltmarkt im Premium-Segment durchgesetzt: Ferngläser, Teleskope, optronische Geräte, Zielfernrohre, Entfernungsmesser und Restlichtverstärkergeräte werden aufgrund ihrer hohen Qualität vor allem von professionellen Anwendern und anspruchsvollen Naturbeobachtern bevorzugt.
Bei der Auswahl ihrer optischen Gläser setzt das Familienunternehmen auf die Kompetenz von SCHOTT. Foto: SCHOTT/A. Lechner
Und seit mehreren Generationen bestehen bereits gute Kontakte zwischen Swarovski und SCHOTT. Heute sind die Mainzer Glasexperten zum Beispiel der größte Lieferant optischer Halbfabrikate für Swarovski Optik: „Die Presslinge für die weitaus meisten Prismen und Linsen, die in den hochwertigen Geräten eingebaut werden, stammen von SCHOTT – Tendenz steigend”, erklärt Patrick Holota von SCHOTT Austria. Der Technologiekonzern arbeitet eng mit den Partnern in Österreich zusammen: Um das bestmögliche Abbildungsergebnis zu erzielen, wählen die Ingenieure aus einem Angebot von rund 110 verschiedenen optischen Gläsern die optimale Glassorte für die jeweilige Anwendung aus. Geliefert werden dann Halbfabrikate in allen geometrischen Formen mit rauer, matter Oberfläche, die bei Swarovski noch einer Weiterverarbeitung unterzogen werden. Schleifen, Polieren, Beschichten und Entspiegeln sind nötig, damit ein glasklarer Blick durchs Premium-Fernglas möglich ist. Aber bei den Geschäftsbeziehungen steht auch die Lieferzuverlässigkeit im Mittelpunkt. SCHOTT findet dabei immer einen Weg, Swarovski mit der erforderlichen Glassorte zu beliefern, auch wenn für deren Herstellung teilweise sehr seltene Rohstoffe benötigt werden.

Beide Unternehmen blicken auf eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Und künftig, so Helmut Swarovski, Geschäftsführender Gesellschafter von D. Swarovski & Co., wolle man den Austausch über strategische Ausrichtung, eingesetzte Fertigungstechnologien, Kristall- und Glasprodukte sowie Glasfaser- und LED-Beleuchtungskomponenten noch weiter intensivieren.