Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes SCHOTT AG
wer wie SCHOTT nach technologischem Fortschritt strebt, der muss unablässig seinen Horizont erweitern. Dazu gehört der (Weit-)Blick auf Geschäftsfelder mit Zukunft wie Architektur. Dieser kreativen Branche, die sich stets gerne von neuen Ideen anstecken lässt, bieten wir eine Fülle an außergewöhnlichen Lösungen: zum Beispiel beschichtetes Farbeffektglas, das je nach Lichteinfall verschieden schillert; LED-Lichtpunkte in Glas, die unsichtbar mit Strom versorgt werden; Dünnschicht-Photovoltaikmodule, die Energiegewinnung und moderne Architektur verbinden.

Solche Innovationen haben ihren Ursprung oft im Labor. In diesem Treibhaus für neue Technologien ist es unseren Forschern nun erstmals gelungen, piezoelektrische Glaskeramiken mit völlig neuen Qualitäten in die Produktentwicklung zu überführen.

Nicht nur dieses Beispiel zeigt, dass das Große im Kleinen beginnt. Vor 40 Jahren startete SCHOTT mit drei Mitarbeitern in Japan. Heute ist diese gewachsene Präsenz in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ein wichtiges Fundament für den weiteren Ausbau unserer Aktivitäten in Asien. Und neue Chancen entstehen: In China erhielten die Einwohner von 25 abgelegenen Dörfern erstmals elektrisches Licht durch SCHOTT Solaranlagen.

Ein leuchtendes Symbol ganz anderer Art wurde nun in Spanien eingeweiht. Errichtet aus 15.600 gläsernen Steinen von SCHOTT, ist das Monument für die Opfer des Terroranschlags in Madrid im März 2004 mehr als ein bemerkenswertes Denkmal. Es ist Appell für eine offene, freiheitliche Welt.
Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer