Elektronische Komponenten

In Japan fertigt SCHOTT zwei Milliarden Elektronik-Bauteile im Jahr. Markttreiber dafür sind die begehrten Mobiltelefone.
Akihiro Yoshinobu

Im treibenden Takt
des Handy-Booms


Elektronische Komponenten stecken in immer mehr Geräten des Alltags. Mit solchen Bauteilen wächst NEC SCHOTT in Japan in diesem Jahr um 30 Prozent.

Fast jeder Haushalt in Japan hat zumindest ein Handy, eine Digitalkamera, einen Computer, eine Uhr oder einen Pkw mit elektronischen Komponenten. Und damit könnte nahezu jeder Einwohner dieses Landes ein Erzeugnis mit SCHOTT Produkten besitzen.

Solche elektronische Komponenten sind beispielsweise winzige Glas-Metall-Gehäuse, die Sensoren oder Schwingquarze beherbergen können. Das Marktvolumen für Schwingquarze, die als Taktgeber und zur Zeitsteuerung eingesetzt werden, wird derzeit auf neun bis zehn Milliarden Stück pro Jahr geschätzt. Damit sind sie das wohl zweitwichtigste Bauteil in der modernen Elektronik nach dem integrierten Schaltkreis.

Einer der führenden Hersteller solcher Hightech-Produkte in Japan ist NEC SCHOTT Components Corporation (NSC) in Minakuchi, in der Nähe von Kyoto. Das Joint Venture – unter der unternehmerischen Führung von SCHOTT – wurde im Jahr 2000 gegründet und wächst seit 2002 pro Jahr über zehn Prozent.

„Allein in diesem Jahr“, erläutert Takahisa Hiraki, Produktmanager bei NSC, „werden weltweit rund eine Milliarde Handys verkauft – alle ausgestattet mit Schwingquarzen“. Ein weiteres wichtiges Feld der Produktsparte Electronic Packaging sind thermische Sicherungen, die bei Fehlfunktionen eines elektronischen Gerätes den Stromfluss unterbrechen und damit das Gerät ausschalten.

Jedes Jahr entwickelt die Industrie neue Geräte, die mit Hightech-Komponenten und Sensoren ausgestattet sind. „Die gestiegene Nachfrage gerade nach qualitativ hochwertigen Bauteilen bescherte uns in diesem Jahr ein Wachstum von knapp 30 Prozent“, sagt Dr. Jörg Raupach, Präsident von NSC.

NSC: zwei Milliarden Komponenten pro Jahr

Winzige stromzuführende Halterungen schützen Schwingquarze, die in Mobiltelefonen für konstante Frequenzen sorgen.
200 Mitarbeiter produzieren in Minakuchi jährlich über zwei Milliarden Komponenten, die vor allem die Zuverlässigkeit und Sicherheit der unterschiedlichen Elektronikprodukte gewährleisten sollen.

„Japan ist ein wichtiger Standort im Rahmen unserer Wachstumsstrategie, weil dort die innovativsten technologischen Unternehmen sitzen und künftige Trends gesetzt werden“, erklärt Dr. Ulrich Ackermann, Präsident und CEO von SCHOTT Asia. Damit der Konzern gemeinsam mit seinen Kunden in Japan auch in Zukunft neue, innovative Produktlösungen entwickeln kann, wird jetzt in Tokio ein Anwendungs- und Entwicklungs-Zentrum eröffnet. „Wir wollen unseren asiatischen Anteil am globalen Konzernumsatz von derzeit rund 20 auf mindestens 30 Prozent im Jahr 2010 erhöhen“, betont Dr. Ackermann.
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