Gleichberechtigte Projektpartner

All diese wegweisenden Ideen setzen voraus, dass grundlegende chemisch-physikalische Vorgänge an der Glasoberfläche, wie zum Beispiel die Haftung von Schichten auf Glas, aber auch zwischen Glas und anderen Werkstoffen, zuvor besser verstanden und beherrscht werden müssen. Hier treffen sich die Interessen aller vier Firmen, hier soll die wissenschaftliche Kompetenz der Bayreuther Universität die notwendige Unterstützung bringen. „Wir machen keine bilaterale Auftragsforschung, sondern verfolgen ein gemeinsames Konzept mit fünf gleichberechtigten Partnern“, beschreibt Prof. Dieter Brüggemann, Koordinator des WOPAG-Projektes der Hochschule, den bisher einmaligen Ansatz innerhalb der deutschen Industrie. Da die Unternehmen nicht miteinander konkurrieren, stellen sie ihr Know-how uneingeschränkt allen zur Verfügung, was Doppeltentwicklungen verhindert, Zeit und Geld spart. „Diese völlige Offenheit ist ein ganz wichtiges Element“, erläutert Jürgen Strabel, Geschäftsführer Technik und Entwicklung bei SCHOTT-Rohrglas.