Leistungsplus mit Glas

Hochleistungslaser wie der LMJ verwenden als Lasermedium Spezialglas und nicht etwa Gas oder Dioden. Denn als einziges Material ermöglicht es die enorme Energie bei genau der Wellenlänge, die für Fusionexperimente erforderlich ist.

SCHOTT zählt seit mehr als 30 Jahren weltweit zu den führenden Herstellern. Das Glas für LMJ ist dabei mit geringen Mengen des chemischen Elementes Neodym dotiert, das die Laserstrahlung aussendet. Früher war das Laserglas zylinderförmig, heute kann man auch große Platten herstellen. Die Strahlverstärkung, das so genannte Laserpumpen, ist dadurch gleichmäßiger und effektiver.

Das SCHOTT Laserglas des 21. Jahrhunderts erfüllt höchste Ansprüche an Präzision und Reinheit. Wegen der großen Energiemengen dürfen sich im Glas etwa keine Platinpartikel befinden, die normalerweise als Reste des Produktionsprozesses vorhanden sind. Sie würden sich erhitzen und das Glas zerstören.

Der wesentliche Durchbruch unter finanziellen Gesichtspunkten war, dass Laserglas heute in einem kontinuierlichen Schmelzprozess gefertigt wird. Die Kosten für nahezu 4.500 Glasplatten wären andernfalls von vornherein unrealistisch gewesen.