Penang: Malaysias Silicon Valley

Penang ist nicht nur eine attraktives Urlaubsziel. Dort entstand in den vergangenen drei Jahrzehnten eine Elektronikindustrie, die prominente Namen der Branche, zum Beispiel Intel, Motorola, Dell und Seagate, vereinigt.

Der 293 Quadratkilometer großen Insel und ihrer Hauptstadt Georgetown sieht man den Reichtum an, den die ausländischen Firmen gebracht haben. First Class Hotels, gepflegte Parks, tolle Wohnviertel, dazu ein moderner Flughafen mit jährlich 460.000 Tonnen Cargo-Kapazität und eine 7 Kilometer lange Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Die University of Science mit 20.000 Studienplätzen, das Japan-Malaysia Technical Institute und das Penang International College sorgen für Nachschub an Nachwuchskräften für die dort angesiedelten Firmen. Insgesamt 228 ausländische und 406 einheimische Unternehmen mit 694 Fabriken haben sich in den vergangenen Jahren in den Industriezonen niedergelassen. Die Elektronikriesen verkörpern dabei das Rückgrat der Entwicklung. Sie beschäftigten Anfang 2000 136.000 der 187.000 Personen, die in den „Free Industrial Park“ bezeichneten Industriezonen Beschäftigung gefunden haben. Die phänomenale Dynamik des Mekkas der Mikroelektronik ist an den Zahlen der gesamten Elektronikindustrie Malaysias erkennbar: zwischen 1990 und 1999 hat sich die Produktion versechsfacht, die durchschnittliche Wachstumsrate betrug 23 Prozent, der Export expandierte jährlich um 26 Prozent und der Produktionsanteil an höherwertiger Industrieelektronik stieg im letzten Jahr auf 45,4 Prozent. Die Statistiken über genehmigte Projekte weisen in Penang – trotz der weltweiten Korrektur der Elektronikwerte an den Börsen – nach wie vor steil nach oben: In 2000 wurden gemäß Angaben 24 neue Vorhaben mit insgesamt 30 Hektar und 3.255 Arbeitsplätzen genehmigt.