Die Dokumente

Den 4. Juli 1776 verbinden die meisten Amerikaner mit der Unterzeichnung der Unabhängigkeits-Erklärung. Diese Deklaration manifestiert die Umwandlung der 13 ehemaligen Kolonien in eine eigenständige, neue Nation. Als die Kirchenglocken am späten Nachmittag des 4. Juli 1776 in Philadelphia läuteten, verkündeten sie, dass der zweite „Continental Congress“ das Dokument offiziell angenommen hatte. Unterzeichnet war es zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Das Kongress-Komitee war verantwortlich für die Deklaration und verfügte, als das „Komitee der Fünf“, anfangs über mehrere Kopien des Dokuments, die eine Druckerei namens „Dunlap and Claypole“ angefertigt hatte. Diese ersten Exemplare wurden an Versammlungen verteilt, an Konferenzen und an militärische Führungskräfte, bevor die Erklärung am 2. August 1776 offiziell in Philadelphia unterzeichnet wurde.

Heute ist die Existenz von 24 Kopien bekannt, die als „Dunlap Broadsides“ bezeichnet werden. Sie befinden sich im Besitz amerikanischer und britischer Institutionen sowie in privater Hand. Im Juni 2000 wechselte eines dieser Exemplare in einer Online-Versteigerung bei Sothebys für 7,4 Millionen US-Dollar den Besitzer.

Die „Articles of Confederation“ wurden inmitten des Krieges verfasst, nur wenige Wochen nachdem die Unabhängigkeits-Erklärung unterzeichnet war. Sie dienten als erste Nationalverfassung, nachdem sie einstimmig von allen Staaten im März 1781 angenommen wurden. Als die Delegierten der einzelnen Staaten im Jahre 1787 zusammenkamen, um die Verfassung zu entwerfen, wurden die Artikel überarbeitet. Sie repräsentieren die Prinzipien des US-amerikanischen Regierungssystems und traten 1789 in Kraft. Seitdem wurden sie mehrfach abgeändert und ergänzt. Die ersten zehn Verfassungs-Zusätze sind bekannt als „Bill of Rights“, die 1791 ratifiziert wurden. Der jüngste Verfassungs-Zusatz trägt die Nummer 27 und wurde 1992 angenommen.