SCHOTT auf der Expo

Der Lebenszyklus der Heuschrecke, dargestellt auf einem „Ceran“ Kochfeld: nach der Befruchtung erfolgen Eiablage und Wachstum. Und im Kochtopf schließt sich der Kreis ...
Mary Frances Scott, SCHOTT GLAS, Mainz

Zu Fuß um die Welt

Fünf Monate lang konnten Besucher aus allen Kontinenten auf der EXPO 2000 in Hannover die Welt zu Fuß erforschen. SCHOTT war dabei als Mitglied im Themenpark Ernährung.

Auf über 100 Hektar Fläche wurden Stadtmenschen zu Eroberern, wie etwa des komplett wiederverwertbaren japanischen Pavillons aus Papier, der Birkenwaldlandschaft im finnischen Pavillon oder gleich der ganzen Zukunft, wie sie sich im Themenpark des 21. Jahrhunderts anschaulich darstellte. Die Präsentationen auf der EXPO 2000, der modernen Version früherer Weltausstellungen, spiegelten einerseits die Vielfalt unseres Planeten wider, andererseits aber auch unsere Gemeinsamkeit. Wie zum Beispiel Essen.

Jeder braucht nun einmal Nahrung. Und dazu bot der Ernährungs-Pavillon allen Interessierten eine Fülle an Informatio- nen, Impressionen und sogar ungewöhnliche Snacks, die auf Glaskeramik von SCHOTT zubereitet wurden. Sowohl lokale Gerichte aus Hannover als auch exotische Delikatessen aus aller Welt galt es zu sehen, riechen und schmecken.

Eine wahre Attraktion war die Insektenküche an jedem Dienstag und Sonntag. Am „Infinity Table“, dem Herzstück des Pavillons, bereiteten Köche aus aller Welt Heuschrecken, Raupen und andere Krabbeltiere vor den Augen neugieriger Zuschauer zu. Obwohl Insekten in vielen Regionen der Welt gegessen werden, kostete der erste Biss die meisten Besucher der EXPO zunächst einmal Überwindung. Und genau dies beabsichtigte das Designer-Team des Ernährungs-Pavillons MIRALDA-arra.

Heuschrecken als Spezialität

Publikums-Magnet auf der EXPO in Hannover: Die Insekten-Küche zum Zuschauen und Testen.
„Essen bedeutet Kommunikation.“ Wie und was essen Menschen auf anderen Kontinenten? Warum ist exotische Nahrung für den einen eine Delikatesse und der andere ekelt sich davor? Der Ernährungs-Pavillon will mit diesem Thema Vorurteile abbauen und zeigen, dass z. B. Insekten eine wichtige Proteinquelle für Menschen rund um den Globus sind. Mit der wachsenden Bevölkerung wird diese Nahrung in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Das Designer-Team MIRALDA-arra gab dem Ernährungs-Pavillon eine internationale Anmutung, die sich nur durch Symbolik erklärte und auch ohne Texte verstanden werden konnte. Hierzu waren unzählige Objekte aus aller Welt in einer Art Mini-Museum entlang des „Infinity Tables“ ausgestellt. Hinter entspiegeltem „Mirogard“ Glas von SCHOTT Spezialglas AG, Standort Grünenplan gab es beispielsweise Plastik-Sushi, Dosen-Nahrung, Hochzeitsphotos, Töpfe, landwirtschaftliche Geräte und sogar einen Schweinekopf zu sehen. Im Zusammenhang mit unserem täglichen Brot standen diese Objekte für Arbeit, Rituale, Vergnügen und sogar Gewalt.

Speziell für den „Infinity Table“ entwickelte Miralda ein Heuschreckenmotiv, um die schwarze „Ceran“ Kochfläche auf der liegenden Acht zu dekorieren. So wurde der Lebenszyklus einer Heuschrecke in zahlreichen detaillierten Skizzen, die gleichzeitig die verschiedenen Kochzonen markierten, dargestellt. Für diejenigen, die die Heuschrecken lieber auf ihrer eigenen „Ceran“ Kochfläche zubereiten möchten, gibt es sogar ein Rezept.