Innenarchitektur

Auf 26.500 Quadratmetern und mit Investitionen von 750 Millionen Euro ließ Sony am Potsdamer Platz in Berlin einen gigantischen, futuristischen Komplex mit Büros, Wohnungen, Filmhaus und Entertainment-Center entstehen.
Gerrit Prinssen, Journalistin, Hannover

Die Kunst der Raumwirkung

Im neuen Sony Style Store in Berlin sorgt das Architekturglas „Opalika“ von SCHOTT Spezialglas AG, Standort Grünenplan für eine interessante Einkaufs- Atmosphäre.

Der Sony Style Store am Potsdamer Platz in Berlin ist Bestandteil des Sony-Verwaltungskomplexes, entworfen von dem deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. In Sonys erstem flagship-store in Europa präsentiert und verkauft das Unternehmen neueste, technisch hochwertige Produkte. Die Einrichtung ist entsprechend modern und zukunftsgerichtet. Die Produkte werden nach ihrer Wertigkeit von unten nach oben, bis zu den teuren Anschaffungen im dritten Stock, präsentiert. Im Erdgeschoss sind beispielsweise Walkmen in überdimensionalen Acrylglaskugeln ausgelegt. Im dritten Stock steht ein knallblauer Counter. Man hat einen schönen Ausblick auf den Innenhof des Sony-Centers. Ein heller und ansprechend wirkender Raum. Doch was steckt dahinter?

Lichtdecken als Lösung

Ästhetisch und funktional: Lichtdecke mit „Opalika“ Milchüberfangglas.
„Was wir vorfanden, war eine mehr als schwierige Raumsituation“, sagt Rudolf A. Grabowski, Leiter des mit der Realisierung beauftragten „Projektbüro Grabowski“ aus München. „Vier Stockwerke mit je ca. 330 Quadratmetern, vielen Stützen und einer Deckenhöhe von nur 3,40 Meter.“

Um eine großzügige Raumwirkung zu erhalten, zog man in jedes Stockwerk Lichtdecken ein. „Dabei entschieden wir uns für das Milchüberfangglas „Opalika“ von SCHOTT Spezialglas AG, Standort Grünenplan in Verbundglas-Ausführung, weil es als einziges Glas unseren Vorstellungen entsprach. Allerdings ließen die besonderen Anforderungen an die Raumakustik nur ein trapezförmiges Glasfeld in der Raummitte zu, mit dem wir die Atmosphäre eines Lichthofes erzeugen wollten. Die Außenfelder der Decke wurden mit glasvliesabgespannten Deckenschlitzen ausgeführt“, erklärt Rudolf A. Grabowski.

Die Idee, eine schlanke Lüftungsschiene zugleich als Auflager für das gesamte Deckensystem zu verwenden, ermöglichte es nicht nur neben Lüftung, Sprinkler und Entrauchung auch Strom und Datenverkabelung unterzubringen, sondern auch den notwendigen Abstand von Glas und dimmbaren Leuchtstoffröhren zu erhalten. Die Qualität der Lichtstreuung von „Opalika“ sorgt trotz des geringen Abstandes „Leuchtstoffröhre – Glas“ für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Für die gewünschte Raumwirkung des Sony Style Store hat der Einsatz des verwendeten Architekturglases einen erheblichen Beitrag geleistet.