Pharmaceutical Packaging

Armin Czycz, Berlin

Auf dem Weg zum Marktführer

Kundennahe Produktion und höchste Qualität der Erzeugnisse, so lautet das Erfolgsrezept des Business Segments „Pharmaceutical Packaging“ des SCHOTT Konzerns.

Mit zehn Produktionsstätten rund um den Erdball ist das Business Segment „Pharmaceutical Packaging“ weltweit präsent. Jetzt produziert ein neues SCHOTT Werk in Lebanon, Pennsylvania, hochwertige Pharmaverpackungen für den nordamerikanischen Markt. Kundennahe Produktion und höchste Qualität der Erzeugnisse sind unabdingbare Voraussetzungen, um auf dem global hart umkämpften Markt der Pharmaverpackungen Erfolg zu haben.

Die USA als größter Pharmaproduzent hat mit einem Marktanteil von 43 Prozent im Jahr 2000 und einer hohen Innovationsrate den Spitzenplatz in der Welt erlangt. Als einer der weltweit führenden Hersteller hochqualitativer Pharmaverpackungen hat sich SCHOTT zum Ziel gemacht, auf dem amerikanischen Kontinent zum Marktführer aufzusteigen.

Neuester Stand der Technik

Auf 16.000 Quadratmetern werden Pharmaverpackungen im nordamerikanischen Werk in Lebanon nach den Vorgaben des Good Manufacturing Practice gefertigt.
14 Millionen Dollar wurden deshalb hier in eine neue Fabrik investiert, in der Fläschchen, Dental-Karpulen und Ampullen nach den international festgelegten, hohen SCHOTT-Standards hergestellt werden. Dies beginnt schon bei der Gestaltung der Fabrik und den Arbeitsabläufen, die ebenso wie die strengen Qualitätskontrollen weltweit gleich sind. Auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern sind im amerikanischen Lebanon die Voraussetzungen für eine Produktion auf dem neuesten Stand der Technik geschaffen worden. Das Werk bietet daneben genügend Raum für künftiges Wachstum und eine erhebliche Erweiterung der Produktpalette.

Die Produktion von neuen Produkten wie Glas- oder Polymer-Spritzen ist geplant. Gerade der Einstieg in den Spritzenmarkt bietet hohes Wachstumspotenzial. Der Anteil von Spritzen am gesamten nordamerikanischen Markt der aus Röhrenglas hergestellten Primärpackmittel liegt bei 27 Prozent und wächst jährlich um 15 Prozent

Gut positioniert

Die größten Pharmaunternehmen der Welt sind in den USA beheimatet. Der nordamerikanische Markt macht immerhin ein Viertel des weltweiten Bedarfs an Pharmapackverpackungen aus Röhrenglas aus. Dr. Christoph Fässler, Leiter der Strategic Business Unit „Pharmaceutical Systems“ hat sein Ziel vor Augen: „Wir sind in den USA derzeit Nr. 3 und wollen ganz klar die Nr. 1 werden.“ Mit den Standorten Córdoba in Mexiko und Lebanon in Pennsylvania sei SCHOTT gut aufgestellt, um diese Position im nordamerikanischen Markt zu erreichen. Das umfangreiche Know-how könne durch die neuen Produktionsanlagen und hochmodernen Reinräume richtig zur Geltung kommen: „Die großen Pharmaunternehmen in den USA erwarten von ihren Zulieferern höchste Produktionsstandards. Die Ausgangsposition für SCHOTT ist gut: Jahrzehntelange Erfahrungen im Spitzenfeld der Hightech-Glasindustrie sind eine ausgezeichnete Basis dafür, diesen Ansprüchen zu genügen.“

Wachstum trotz Kostendruck

Mit jahrzehntelangen Erfahrungen im Spitzenfeld der High-Tech-Glasindustrie will SCHOTT in den USA die Nr. 1 in Pharmaverpackungen aus Röhrenglas werden.
Auch in schwierigem konjunkturellen Umfeld bleibt die Nachfrage nach Pharmaverpackungen stabil. Das Wachstum liegt bei rund drei Prozent pro Jahr. Dennoch: In vielen Ländern, so auch in den USA und in Deutschland, stehen die Kosten für das Gesundheitswesen auf dem Prüfstand. Dies wirkt sich auch auf die Preise für Pharma-Packmittel aus.

Gerade die internationale Aufstellung des Geschäftsfeldes Pharmaceutical Packaging hilft, in diesem immer härteren Wettbewerb zu bestehen. Als einziger Anbieter für Pharmapackmittel aus Röhrenglas produziert SCHOTT forma vitrum weltweit an zehn Standorten und kann so lokale Märkte schnell und sicher bedienen. Die ebenfalls international agierenden Pharmakonzerne aus aller Welt können so auf einen Lieferanten zurückgreifen, der wie sie vor Ort mit weltweit gleichem Qulitätsniveau vertreten ist.

Qualitätssicherung schon beim Wareneinkauf

In Lebanon werden nur hochwertige Spezialglasröhren des Business Segments „Tubing“ als Rohmaterial verwendet. Damit beginnt die lückenlose Qualitätssicherung schon beim Wareneinkauf. Sämtliche Produktionsanlagen sind mit Hightech-Überwachungssystemen ausgerüstet. Videokameras für 100-prozentige sowohl dimensionelle als auch zum Teil kosmetische Inline-Kontrollen sowie Hunderte von Sensoren an jeder Anlage sorgen dafür, dass die geforderten Kundenspezifikationen erfüllt werden.

Die Qualitätssicherung geht sogar über die Auslieferung der Waren hinaus: Durch spezielle Nummerierungsverfahren müssen sich die Produkte und Chargen zurückverfolgen lassen. Kunden des neuen Werkes sollen sicher sein: In Lebanon werden die „Good-Manufacturing-Standards GMP” in jeder Hinsicht erfüllt.