Im Brennpunkt stehen präzise Kanten

Konventionelle Verfahren zum Schneiden von Flachgläsern erzeugen zunächst mit einem Diamanten oder Metallrädchen eine Ritzspur, an der das Glas gebrochen wird. Dabei können kleinste Splitter und Ausbrüche entstehen, die wiederum zu Mikrorissen und letztlich zu höherem Bruchrisiko führen. Bisher wurden daher meist mit Kohlendioxid-(CO2-)Lasern die Glaskanten geschmolzen oder verdampft. Dies ist jedoch nur bei bestimmten Glastypen möglich.

Bei der neuen Technologie von SCHOTT AP hingegen dient der CO2-Laserstrahl nur zur Erhitzung des Glasmaterials entlang einer genau definierten Linie. Durch einen unmittelbar folgenden kalten Pressluftstrahl entstehen so große Spannungen im Glas, dass dieses mit glatter Kante reißt. Das spezifische Temperaturprofil zwischen den Schenkeln des Laserstrahl-Brennflecks, der mit einer nachgeschalteten Optik in V-Form gebracht wurde, ermöglicht eine exakte Steuerung des Risses. Die entstehenden Glaskanten weisen keinerlei Mikrorisse auf, das Material ist doppelt so bruchsicher wie eine konventionell getrennte Glasscheibe.