Full Service

Test-Schmelzen dienen der optimalen Zusammensetzung der Rohstoffe für die jeweilige Anwendung.
Stan Howard, Yonkers, N.Y.

Kundennah forschen

SCHOTT in Duryea im nordöstlichen Teil von Pennsylvania ist mit seiner Kompetenz bei optischen Gläsern, Korrektur- und Lasergläsern neben der Mainzer Forschungszentrale der zweitgrößte „Full Service“-Forschungs- und Entwicklungsstandort des Konzerns.

Bevor SCHOTT seine Forschungsaktivitäten in den USA auf eine breitere Basis stellte, dienten das R&D Center in Duryea allein der Unterstützung des nordamerikanischen Produktionsbetriebs SCHOTT Glass Technologies. „Im Laufe der Jahre haben wir hoch qualifizierte Mitarbeiter mit Fachkompetenz bei Werkstoffen, in der Technologie und bei technischen Diensten aufgebaut“, erklärt Dr. Alex Marker, der Direktor des Zentrums mit seinen 23 Wissenschaftlern, Labor- und Prozessingenieuren, Technikern sowie Verwaltungsangestellten. Das Kompetenzspektrum reicht von der UV-Faseroptik bis hin zu so genanntem S-1005-Korrekturglas mit hohem Index und niedriger Dichte, Neodym-dotiertem Fluorphosphat-Laserglas und mit platinfreiem Neodym-dotierten Phosphat-Laserglas. Das Team wurde bereits vier Mal mit dem „IR 100 Award“, einem Industrieforschungspreis für die 100 besten Unternehmen in den USA, ausgezeichnet.

„Wir sind jetzt Teil der weltumspannenden F&E-Organisation des Konzerns und Dienstleister für alle strategischen Business Units“, erläutert Dr. Marker. „Die Neuausrichtung sowie die veränderte Arbeitsmethodik bedeutete für die Mitarbeiter eine interessante Herausforderung“, so der Physiker Dr. Marker, der seit 23 Jahren im Konzern tätig ist, davon neun als F&E-Direktor in Duryea.

Der in den Appalachen gelegene Produktionsstandort Duryea ist überaus vielseitig: Insgesamt 400 Mitarbeiter sind in Fertigung, Verkauf und Marketing, in der Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung beschäftigt. Alex Marker und seine Mitarbeiter berichten an die übergeordnete Corporate Function Forschung und Technologieentwicklung in Mainz.

„Mit der Vision 2010 haben wir einen Wandel vollzogen, markt- und kundenorientierte Lösungen stehen im Mittelpunkt“, erklärt Alex Marker. „Im Einklang mit dieser Vision ist unsere Fachkompetenz nun für alle Business Units des Konzerns verfügbar. Dies bedeutet allerdings nicht, dass wir die Kerngeschäfte von SCHOTT Glass Technologies aufgeben.“

Technische Dienste sichern Produktqualität

Im Bereich Technische Dienste werden die physikalischen Eigenschaften von Gläsern bestimmt und analytische Messungen durchgeführt.
Dr. Alex Marker, Leiter des SCHOTT Forschungsstandorts Duryea, und die Chemikerin Beth Gober-Mangan, bei der Auswertung einer chemischen Analyse von Glasproben.
Einen von drei Tätigkeitsschwerpunkten des Forschungsteams in Duryea betreut die Gruppe Technische Dienste, die optische und physikalische Eigenschaften bestimmt sowie analytische Messungen für die Produktionskontrolle, die Produktzertifizierung, den Kundendienst und die Unterstützung des Verkaufs durchführt.

„Mit unseren langjährigen Erfahrungen in diesen technischen Bereichen war es ein logischer Schritt, unser Fach- und Sachwissen auch anderen Konzern-Unternehmen in Nordamerika zugänglich zu machen“, erklärt die Chemikerin Beth Gober-Mangan, die für die chemische Analyse und Bestimmung von Fehlern zuständig ist. „Wir sehen uns als Dienstleister und freuen uns, dass wir unsere Fachkompetenz über Duryea hinaus mit anderen teilen und damit zum Nutzen des Konzerns sowie seiner Kunden beitragen können.

Technische Dienste sichern Produktqualität

Einen von drei Tätigkeitsschwerpunkten des Forschungsteams in Duryea betreut die Gruppe Technische Dienste, die optische und physikalische Eigenschaften bestimmt sowie analytische Messungen für die Produktionskontrolle, die Produktzertifizierung, den Kundendienst und die Unterstützung des Verkaufs durchführt.

„Mit unseren langjährigen Erfahrungen in diesen technischen Bereichen war es ein logischer Schritt, unser Fach- und Sachwissen auch anderen Konzern-Unternehmen in Nordamerika zugänglich zu machen“, erklärt die Chemikerin Beth Gober-Mangan, die für die chemische Analyse und Bestimmung von Fehlern zuständig ist. „Wir sehen uns als Dienstleister und freuen uns, dass wir unsere Fachkompetenz über Duryea hinaus mit anderen teilen und damit zum Nutzen des Konzerns sowie seiner Kunden beitragen können.

Umfassende Schmelz-Kompetenz

Mit einer Prüfapparatur können die optischen Eigenschaften eines Prismas exakt ermittelt werden.
Die Forscher in Duryea unterstützen weltweit auch mit ihrem umfangreichen Know-how in der Glastechnologie, speziell dem Probeschmelzen von Glas und Glaskeramik sowie dem anorganischen Bonding von Werkstoffen bei niedriger Temperatur.

„Wir arbeiten mit internen und externen Kunden“, erläutert der Geologe Dr. Mark Davis, der an der Entwicklung von glaskeramischen Werkstoffen und technischen Innovationen für das Probeschmelzen beteiligt ist. „Unser Kundenstamm ist recht groß, darunter sind auch einige brandneue Geschäfte. Und wir arbeiten intensiv mit dem Mainzer Glasforschungszentrum zusammen.“

Breites Material-Know-how

Mit ihren Erfahrungen in Technologie und technologiebezogenem Service sind die US-Glasforscher auch in der Werkstoffentwicklung aktiv. Hierzu gehören beispielsweise Multikomponentenglas und Glaskeramiken für „aktive“ und für „passive“ Anwendungen.

„Wir entwickeln Lasergläser und fortschrittliche Prozesse für die Herstellung dieser Gläser und können dabei auf eine langjährige Erfahrung bei farbigen Gläsern für Korrektur-, Filter- und Farbverstärkungsanwendungen zurückblicken“, erklärt Mark Davis. „Außerdem entwickeln wir faseroptische Gläser und führen kundeneigene Glaszusammensetzungen zur großtechnischen Produktion. Darüber hinaus beraten wir bei spezifischen Anwendungen und liefern Problemlösungen.“ Anerkennung für seine Fachkompetenz zu finden, so Dr. Marker, sei überaus befriedigend. „Wir wissen, dass wir etwas bewegen können und stellen dies tagtäglich unter Beweis, wenn wir Neues über Glas herausfinden und dieses Wissen für den Kunden in greifbare Produkte und Dienste umsetzen.“