Professor Dr. Ernst W. Otten, Universität Mainz, ist einer der Prämierten des internationalen Preises der Körber-Stiftung für die Europäische Wissenschaft. Er ist maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des für die Lungendiagnostik wertvollen Helium-3.
Prof. Ernst W. Otten,
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz


In drei bis vier Jahren marktreif

Herr Prof. Otten, worin liegen Herausforderung und Fortschritt Ihres Verfahrens?

Otten: Erstens ist es wichtig, aber kompliziert, große Helium-Mengen mit hohem Polarisationsgrad zu produzieren. Jeder Patient muss für eine tomographische Untersuchung einen Liter Helium-3 einatmen. Zweitens gilt es die Zerfallszeit der Helium-3-Magnetisierung wegen des Transports zu den Kliniken hinauszuzögern. Dabei spielen die eisenfreien Helium-Behälter von SCHOTT eine wichtige Rolle.

Was leisten die Heliumkolben von SCHOTT?

Otten: Voriges Jahr fertigten Spezialisten dort erste Kolben und entwickeln sie seither stetig weiter. Unterm Strich kommen wir nun auf eine versandgerechte „Lebensdauer“ der Helium-Polarisation von rund 50 Stunden und können an einem Tag 50 bis 100 Liter polarisiertes Helium-3 herstellen.

Ist das neue Verfahren schon im klinischen Einsatz?

Otten: Die medizinische Zulassung wird verfolgt, wir beliefern bereits drei Kliniken in Mainz, Sheffield und Kopenhagen. Dort werden Patienten im Projektrahmen mit dem Verfahren untersucht.
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