Baumaterialien

Das im Dachbereich verwendete, siebbedruckte „Iso-Pyran S-D” reduziert deutlich den Energiedurchlassgrad (g-Wert): Messungen ergaben, dass die Raumtemperatur um etwa 1°C und die Empfindungstemperatur um 2°C niedriger sind.
Ralf Daute, Kleve

Ein Haus für die Zukunft

Optimierter Energieverbrauch, innovative Konstruktionen, modernste Technik – diese Eigenschaften charakterisieren den Neubau der Westdeutschen Immobilien Bank in Mainz. Möglich nur mit überzeugenden Baumaterialien. Ganz vorne mit dabei: „Pyran S“ von SCHOTT.

Wer in Mainz das Atrium des neuen Verwaltungsgebäudes der Westdeutschen Immobilien Bank betritt, stößt zunächst auf Steinfunde aus einer Zeit, als die Stadt noch römisch war und Mogontiacum hieß. Stadtgeschichtliche Zeugnisse, die ganz überraschend auch einen Bogen zur modernen Bürogebäudearchitektur schlagen. Denn schon jene alten Römer waren Meister in Herstellung und Nutzung eben des Werkstoffs, ohne den die Essentials heutiger Architektur – Transparenz, Leichtigkeit und Schwung – nicht möglich sind: Glas.

Gewöhnliches Fensterglas genügt dabei kaum, denn die Ansprüche an Sonnen-, Wärme- und Brandschutz sind hoch. So fiel die Wahl für die Atriumüberdachung der Westdeutschen ImmobilienBank auf „Iso-Pyran S-D“ von SCHOTT Jenaer Glas. Dieses besonders leistungsfähige Verbundglas entsprach den hohen Anforderungen, die das mit der Planung des Bankgebäudes beauftragte Architekturbüro Albert Speer & Partner stellte.

Um den Wärmeschutz und damit eine optimale Energiebilanz zu ermöglichen, musste das Glas zunächst per Siebdruck mit einem feinen Raster überzogen werden – eine für das Auge unsichtbare Veredelung, die ein physikalisches Risiko birgt: Die durch die hohe Wärmeabsorption bedingten Zugspannungen können zu Rissen im Glas führen. Um dies zu vermeiden, wurde das vorgespannte „Pyran S“ Glas verwendet.

Ein Spezialüberzug des Lauenfördener Unternehmens Interpane realisierte schließ-lich noch den geforderten Sonnenschutz. Der Einsatz im Überkopfbereich machte eine Mehrscheiben-Verbundkonstruktion aus „Pyran S“ erforderlich. Diese „Iso-Pyran-S-D“-Elemente kamen in den Atriumrandbereichen zum Einsatz; die übrige Fläche wurde mit Einscheibensicherheitsglas (ESG) ausgestattet. Das Ergebnis: ein optimales Zusammenspiel von Annehmlichkeit und Sicherheit. Und insgesamt das, was das Frankfurter Architektenbüro bereits als Vision formuliert hatte: „ein Dienstleistungsgebäude für das 21. Jahrhundert“.