Otto SCHOTT mit seiner Familie,
um 1895.

Unternehmer mit sozialer Verantwortung

Otto SCHOTT legte großen Wert auf das persönliche Wohlergehen seiner Mitarbeiter. Er teilte die sozialpolitischen Vorstellungen von Ernst Abbe und stimmte deshalb zu, dass neben dem Zeiss-Werk auch das SCHOTT-Werk eine besondere Unternehmensform erhielt. Mit der Gründung der Carl-Zeiss-Stiftung (1889) nach dem Tod von Carl Zeiss wollte Abbe die Existenz der Unternehmen Zeiss und SCHOTT unabhängig von Eigentümerinteressen dauerhaft sichern und den Mitarbeitern ein hohes Maß an sozialer und wirtschaftlicher Sicherheit bieten. Abbe übertrug 1891 seine Geschäftsanteile auf die Carl-Zeiss-Stiftung und veranlasste den Zeiss-Erben Roderich, das gleiche zu tun. Gleichzeitig gab SCHOTT damals die vertragliche Zusage, nach seinem Tod auch seine Anteile auf die Stiftung zu übertragen. Deshalb bezeichnete Abbe SCHOTT einmal als „in gewissem Sinne Mitbegründer der Carl-Zeiss-Stiftung“. Seine Zusage löste Otto SCHOTT schon 1919 ein, also 16 Jahre vor seinem Tod.

Auf der Basis des Statuts der Carl-Zeiss- Stiftung von 1896 erhielten die Mitarbei-ter der Stiftungsunternehmen Zeiss und SCHOTT Sozialleistungen , die für die damalige Zeit fast einzigartig waren. Dazu gehörten erhöhter Kündigungsschutz, Krankengeld, bezahlter Urlaub, Gewinnbeteiligung, betriebliche Altersversorgung und das Recht auf einen Betriebsrat.