Big Data in der Glasschmelze

Die Produktion von Glas macht sich fit für die digitale Transformation: Ein Projekt bei SCHOTT zielt auf die bessere Erfassung, Strukturierung, Analyse und Nutzbarmachung von Massendaten an Schmelzwannen.

Die Produktion von Glas macht sich fit für die digitale Transformation: Ein Projekt bei SCHOTT zielt auf die bessere Erfassung, Strukturierung, Analyse und Nutzbarmachung von Massendaten an Schmelzwannen.

Bei der Glasherstellung wird eine Vielzahl von Sensoren und Kameras eingesetzt, welche über die gesamte Prozesskette gigantische Datenmengen generieren. Diese Daten versprechen neue Einsichten und ein tieferes Prozessverständnis. Oft ist es jedoch eine Herausforderung, die richtigen Informationen aus einer heterogenen Datenlandschaft zusammenzuführen und zeitnah auszuwerten, so dass diese effektiv bei der Prozesssteuerung eingesetzt werden können. Das Projekt „Sensors & Big Data“ von SCHOTT mit Experten aus der Forschung und den Geschäftseinheiten will genau hier ansetzen und konkrete Lösungen erarbeiten. „Durch neue Sensoren und Technologien aus dem Bereich Big Data erreichen wir mehr Prozessstabilität und eine höhere Ausbeute“, erläutert Rainer Eichholz, Projektleiter und Leiter Entwicklung Schmelz- und Ziehverfahren am SCHOTT Produktionsstandort Mitterteich.

Das Projektteam arbeitet bereits an Konzepten für Schmelzwannen zur Rohrfertigung, optischer Gläser, Kochflächen und Dünngläser. Zunächst wird die Datenlandschaft klarer strukturiert und vernetzt, so dass alle Informationen aus einer Quelle verfügbar sind. Ferner werden hochauflösende Kameras und Bildverarbeitungstechnologie genutzt, um Prozesse zu erschließen, welche bislang nur schwer zugänglich waren. Zur effizienten Auswertung aller so gewonnenen Daten unterstützt das Projekt in der Produktion mit automatisierten Analyseroutinen. „Die automatisierte Datenanalyse mit Hilfe von benutzerfreundlichen Data Mining Tools ist der entscheidende Punkt. Unsere Prozessingenieure können somit komplexe Wirkungszusammenhänge schnell erkennen und bei Bedarf eingreifen“, so der Experte für Datenanalyse Dr. Markus van Ackeren. Nach Abschluss des Projekts im Jahr 2019 sollen die neuen Big Data Lösungen auch auf andere Schmelzwannen des Konzerns übertragen werden.

„Die automatisierte Datenanalyse ist das Entscheidende“
Rainer Eichholz,
Projektleiter „Sensors & Big Data“

Während der Glasproduktion fallen riesige Datenmengen an, die über intelligente Softwaretools erfasst und analysiert werden.

13. September 2017

Kontakt

Dr. Jürgen Steiner
Marketing & Communication
SCHOTT AG

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