08.11.2016, SCHOTT AG, Mainz

Restaurierungsgläser für Denkmalschutz auf der Höhe der Zeit

Zur Messe „denkmal“ präsentiert SCHOTT moderne Restaurierungsgläser, die authentischen Stil und innovative Funktion miteinander vereinen
Passend zum historischen Baustil wurde für die Fenster des Deutschen Historischen Museums in Berlin das Restaurierungsglas RESTOVER® verwendet. Foto: SCHOTT.
Passend zum historischen Baustil wurde für die Fenster des Deutschen Historischen Museums in Berlin das Restaurierungsglas RESTOVER® verwendet. Foto: SCHOTT.
Mainz, 8. November 2016 – Traditionell maschinengezogene Restaurierungsgläser wie TIKANA®, RESTOVER® und GOETHEGLAS können historischen Baudenkmälern nicht nur ein stilechtes Erscheinungsbild je nach Epoche verleihen. Sie erfüllen auch aktuelle bauliche sowie baurechtliche Ansprüche und lassen sich zu Sicherheits- und Verbundgläsern weiterverarbeiten. Dies zeigt der internationale Technologiekonzern SCHOTT mit einer breiten Produktpalette vom 10. bis 12. November 2016 auf der „denkmal“, Europas Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung in Leipzig (Halle 2, Stand G15).

Am Messestand demonstriert ein 1,10 mal 1,70 Meter großes Exponat, welche Möglichkeiten Architekten und Restauratoren mit authentischen und zugleich modernen Restaurierungsgläsern offenstehen. Hierfür wurden SCHOTT TIKANA®, RESTOVER® und GOETHEGLAS Scheiben in einer Verbundverglasung mit Stoßfuge kombiniert.

„Eine solche Verarbeitungstechnik nutzten wir bei der Hüllensanierung von Schloss Babelsberg, der ehemaligen Potsdamer Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm I. aus dem 19. Jahrhundert“, sagt Ulrich Huber, Sales Manager Architekturgläser bei SCHOTT Advanced Optics. Bei der partiellen Erneuerung der markanten Fensterflächen mit GOETHEGLAS meisterte SCHOTT knifflige Herausforderungen – unter anderem die Ausführung von 4,5 Meter hohen Fenstern als Verbundglas mit Stoßfuge.

Für solche herausfordernden Projekte kooperiert SCHOTT seit Jahrzehnten mit Architekten, Bauherrn und glasverarbeitenden Betrieben. Die resultierenden Lösungen haben ihre Stärken zunächst in der authentischen Herstellung der maschinengezogenen Restaurierungsgläser im traditionellen Fourcault-Verfahren. So lassen sich die unregelmäßige Dicke und Oberfläche historisch exakt nachbilden. Für diesen Prozess ist die über 130-jährige Material- und Technologie-Kompetenz von SCHOTT ebenso grundlegend wie für die Weiterverarbeitung zu modernem Isolierglas, Verbundglas oder thermisch vorgespanntem Sicherheitsglas für Anforderungen wie Wärme- oder Schalldämmung, Sonnen- oder UV-Schutz, Überkopfeinbau oder Einbruchhemmung. Die Fourcault-Gläser bieten Planern zudem einen im Marktsegment einmaligen Vorteil: Sie erhielten die Europäische Technische Zulassung ETA-12/0159 und sind demnach zugelassene Bauprodukte.

Drei Restaurierungsgläser für verschiedene Bauepochen

Das farblose Restaurierungsglas SCHOTT GOETHEGLAS verfügt über die charaktervolle, unregelmäßige Oberfläche von Fenstergläsern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Es eignet sich auch zur Außenschutzverglasung, etwa um wertvolle Bleiverglasungen vor Umwelt- und Witterungsschäden zu bewahren.

RESTOVER® besitzt die wellige Oberfläche von Fenstergläsern aus der Zeit um 1900. Entsprechend verglast wurden beispielsweise spezielle Klimafenster des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Die geringe Dicke von RESTOVER® erlaubt den problemlosen Einbau in historische Fensterrahmen und -profile. RESTOVER® light bietet zudem eine Variante mit einer leichten Oberflächenstruktur, ähnlich wie mundgeblasenes Glas. RESTOVER® plus ist entsprechend stärker strukturiert.

TIKANA® wurde für Gebäude der Klassischen Moderne und des Bauhausstils entwickelt und weist die typische Ziehstreifigkeit auf. Es ist äußerst lichtdurchlässig und gibt Farben exakt wieder. Mit dem Restaurierungsglas wurde zum Beispiel die Fassade des legendären Kaufhauses Schocken in Chemnitz, das zum Museum umgemünzt wurde, ausgestattet. Die Verglasungen sind als Isolierglas oder einbruchsicheres Verbundsicherheitsglas, teils mit Sonnenschutzbeschichtung oder Wärmedämmung, ausgeführt.

Über dieses anspruchsvolle Projekt spricht Ulrich Huber in seinem Vortrag „Das Kaufhaus Schocken in Chemnitz: Umnutzung eines Denkmals – Ästhetik und Funktionalität der Verglasung“ am Donnerstag, 10. November 2016, von 14 bis 14:30 Uhr im Info-Forum von Halle 2 der Leipziger Messe.

Glastyp

Dicken
mm

Dickentoleranz
mm

Max. Abmessungen
mm x mm

TIKANA®

4,0

± 0,25

2.400 x 1.500

6,0

± 0,25

2.900 x 1.500

GOETHEGLAS

4,5

± 0,50

2.100 x 1.500

RESTOVER®

2,75

± 0,25

1.600 x 1.500

RESTOVER® light

2,75

± 0,25

1.600 x 1.500

RESTOVER® plus

2,95

± 0,35

1.600 x 1.500



RESTOVER® und TIKANA® sind eingetragene Marken der SCHOTT AG.

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 1,93 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr.
Das äußere Erscheinungsbild des Van-de-Velde-Baus an der Bauhaus-Universität Weimar entspricht dank Isolierglas mit TIKANA® der Ästhetik der Zeit als es vom „Staatlichen Bauhaus zu Weimar“ genutzt wurde. Foto: SCHOTT.
Das äußere Erscheinungsbild des Van-de-Velde-Baus an der Bauhaus-Universität Weimar entspricht dank Isolierglas mit TIKANA® der Ästhetik der Zeit als es vom „Staatlichen Bauhaus zu Weimar“ genutzt wurde. Foto: SCHOTT.
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Vice President Marketing and Communication
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