17.04.2016, SCHOTT AG, Mainz, Deutschland

SCHOTT gewinnt Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft 2016

Technologiekonzern für ultradünnes Glas in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet
Biegbares Glas, dünner als ein menschliches Haar, eröffnet künftig vielfältige Chancen für die Elektronik- und Halbleiterindustrie.
Foto: SCHOTT
Biegbares Glas, dünner als ein menschliches Haar, eröffnet künftig vielfältige Chancen für die Elektronik- und Halbleiterindustrie. Foto: SCHOTT
Dünner als ein menschliches Haar und so biegsam, dass man es um den kleinen Finger wickeln kann: Es ist flexibel wie Kunststoff und dennoch stabil wie Glas. Ultradünnes Glas ist die Basis von Produktinnovationen in der Elektronik- und Halbleiterindustrie, wo es schnellere, energieeffizientere und dünnere Geräte ermöglicht. Diese Erfolgsgeschichte von ultradünnem Glas als ein Wegbereiter für Innovation hat die Jury überzeugt: Der Spezialglasexperte SCHOTT gewinnt den diesjährigen Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen.

Auf der festlichen Galaveranstaltung am 16. April in Darmstadt nahm der SCHOTT Vorstandvorsitzende Dr. Frank Heinricht die Auszeichnung von EU-Kommissar Günther H. Oettinger entgegen. „Dieser Preis ist für SCHOTT eine besondere Ehre und eine Bestätigung für unsere intensive und kontinuierliche Arbeit an diesem visionären Thema. Die Auszeichnung unterstreicht, dass es uns mit der Materialinnovation ultradünnes Glas gelungen ist, einen vielversprechenden Wegbereiter für neue Anwendungen auf den Markt zu bringen. Durch enge Kooperation mit nationalen Instituten und Unternehmen tragen wir auch zur Sicherung von Deutschland als Forschungs- und Technologiestandort bei“, so Heinricht.

Die Jury lobte die Innovationskraft von SCHOTT, die sich am Beispiel von ultradünnem Glas erneut manifestiert habe. Mit diesem besonderen Material trage das Unternehmen, das ganz vorne in der Wertschöpfungskette angesiedelt sei, maßgeblich dazu bei, aus Deutschland heraus einen relevanten, weltweiten Markt zu erschließen. Besonders hervorzuheben sei, dass SCHOTT mit ultradünnem Glas bereits Umsatz mache und in den ersten Anwendungen am Markt Fuß gefasst habe.

Ultradünnes Glas für die Elektronik von morgen

Ultradünnes Glas von SCHOTT ist stabil und flexibel zugleich und ermöglicht so eine Vielzahl von Hightech-Anwendungen. Der Konzern produziert ultradünne Gläser für modernste Funktionen im Smartphone von morgen: von hochfesten Deckgläsern bis zu Substraten für biegbare OLED-Displays und „Wearables“, für Kamerasysteme, neuartige Mikroakkus und -prozessoren sowie für Fingerprint- und Bio-Sensoren.

Dank einer Vielzahl von hochwertigen Glasarten und der eigenentwickelten Down-Draw-Technologie kann SCHOTT ein Portfolio an ultradünnen Gläsern bis zu einer minimalen Dicke von 25 Mikrometern, das entspricht 0,025 Millimeter, zuverlässig herstellen (zum Vergleich: ein menschliches Haar ist 50 Mikrometer „dick“) und bietet gleichzeitig das bruchfesteste Glas am Markt an. Diese bieten gegenüber anderen Materialien viele Vorzüge, weil sie im Vergleich zu Kunststoff stabiler und gegenüber Silizium deutlich wirtschaftlicher sind.

Zukunftssicherung für den Standort Deutschland

Neben der klassischen Halbleiterindustrie ist das Material für das Feld der sogenannten organischen Elektronik relevant. SCHOTT arbeitet mit einer Vielzahl deutscher Entwicklungspartner daran, eine Produktionsinfrastruktur für die industrielle Weiterverarbeitung aufzubauen. Die Fraunhofer Institute FEP (Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik) in Dresden und IZM (Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration) in Berlin sind wichtige Innovationszentren. So werden Weiterentwicklungen von SCHOTT und einiger Partner beispielsweise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, um ultradünnes Glas-auf-Rolle für den Einsatz in der orga-nischen Elektronik bereitzustellen. Anwendungsbeispiele sind Berührungssensoren, flexible Displays, Beleuchtungskomponenten, organische Solarzellen oder intelligente Etiketten. Diese Elemente ermöglichen wiederum zukunftsweisende Innovationen in der Consumer-Elektronik, Verpackungs-, Hausgeräte- und Automobilindustrie und eröffnen somit den Zugang zum Weltmarkt.

Weitere Informationen unter: http://www.schott.com/innovation/de/ultraduennesglas/

Über den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft:
Der Innovationspreis der deutschen Wirtschaft - Erster Innovationspreis der Welt® wird in vier Kategorien ausgeschrieben. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Bereits zum 35. Mal zeichnen die Partner dieses Innovationspreises die bedeutendsten wissenschaftlichen, technischen, unternehmerischen und geistigen Innovationen der deutschen Wirtschaft aus. www.innovationspreis.com

Über SCHOTT:
SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 1,93 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. www.schott.com


Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG, nimmt von Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen entgegen. Das Unternehmen wird für sein ultradünnes Glas als Wegbereiter für die Miniaturisierung der Elektronik von morgen ausgezeichnet. 
V.l.n.r.: Jan Hofer, Moderator der Gala, Prof. Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger der Physik, und Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender von SCHOTT. 
Foto: SCHOTT
Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG, nimmt von Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen entgegen. Das Unternehmen wird für sein ultradünnes Glas als Wegbereiter für die Miniaturisierung der Elektronik von morgen ausgezeichnet. V.l.n.r.: Jan Hofer, Moderator der Gala, Prof. Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger der Physik, und Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender von SCHOTT. Foto: SCHOTT
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