16.02.2016, SCHOTT AG, Mainz und Jena, Deutschland

Innovation aus Tradition: Wie eine 125-jährige Erfindung heutiges High-Tech verwirklicht

Vom Streaming atemberaubender Sportevents bis zur High-Tech-Materialforschung:
Der Panoramaspiegel liefert kreisrunde 360-Grad-Bewegtbilder, die von einer Kamera aufgenommen und einem patentierten Verfahren entzerrt werden. Das umhüllende Borosilicatglas von SCHOTT schützt die Konstruktion vor Kratzern, Umwelteinwirkungen und Spiegelungen. Foto: videostream360
Der Panoramaspiegel liefert kreisrunde 360-Grad-Bewegtbilder, die von einer Kamera aufgenommen und einem patentierten Verfahren entzerrt werden. Das umhüllende Borosilicatglas von SCHOTT schützt die Konstruktion vor Kratzern, Umwelteinwirkungen und Spiegelungen. Foto: videostream360
Ohne den Einsatz von Borosilicatglas als Rundum-Kameraschutz oder Neutronen-Leiter wären solche Anwendungen nicht möglich. Vor genau 125 Jahren entwickelte Otto Schott, Firmengründer des heutigen Technologiekonzerns SCHOTT, dieses Multi-Talent – und schuf die Basis für High-Tech-Einsätze im 21. Jahrhundert.

„Die Entwicklung des Borosilicatglases hat bedeutende Fortschritte in Disziplinen wie Biologie, Chemie und Medizin erst möglich gemacht. Heute ist es als Wegbereiter für Innovationen nicht mehr wegzudenken“, so Dr. Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG.

Völlig neue Perspektiven verschafft dieses Glas zum Beispiel im Zusammenspiel mit 360-Grad-Kameras. Die Rundum-Videos vermitteln den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein und sind der Trend schlechthin auf YouTube. Für die perfekte Panorama-Aufnahme hat das Unternehmen videostream360 eine Action-Minikamera und einen hochempfindlichen Spiegel mit einer Streaming-Software kombiniert. Geschützt wird die Konstruktion durch Borosilicatglas-Röhren von SCHOTT. Eine Anti-Reflex-Beschichtung verhindert zusätzlich Lichtreflexe und Verunreinigungen. Die neue Konstruktion hat Erfolg im Indoor- wie im Outdoor-Einsatz – so etwa bei der deutschen TV-Wissenssendung „Galileo”, der Finalshow der Musiksendung „Voice of Germany“ oder Live-Übertragungen von Konzerten und Sportveranstaltungen.

Auch in der modernen Neutronenforschung kommt Borosilicatglas zum Einsatz. „Neutronen haben die Eigenschaft, sich in alle Richtungen auszubreiten“, erläutert Dr. Christian Schanzer, Betriebsleiter der SwissNeutronics AG. „Neutronenleiter aus BOROFLOAT® Borosilicatglas sorgen dank spezieller Beschichtungen, dass sie auf Kurs bleiben. Die Leiter haben eine extrem glatte Oberfläche, so dass sich die Teilchen quasi verlustfrei von der Neutronen-Quelle bis an ihren Bestimmungsort führen lassen.“ Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt erhalten dadurch exaktere Messergebnisse bei der Erforschung neuartiger Materialien.

Solch unterschiedliche Anwendungen sind möglich, weil Borosilicatglas dank seiner Eigenschaften deutlich besser dasteht als zum Beispiel Kalk-Natron-Glas („normalem“ Fensterglas): es ist chemisch und mechanisch sehr beständig, hält hohen Temperaturen und deren Schwankungen stand und weist gute optische Eigenschaften auf.
Beispielsweise ist Borosilicatglas im Vergleich zu Kalk-Natron-Glas rund 10% leichter und hat einen etwa um den Faktor 3 kleineren thermischen Ausdehnungskoeffizienten, ist also somit deutlich Temperaturschock beständiger.

Die Geschichte des Borosilicatglases
Zu den ersten Produkten aus Borosilicatglas, die Otto Schott auf den Markt brachte, gehörten technische Gläser für Thermometer, Laborausrüstung und Zylinder für Gaslampen. Der Einstieg in die Massenfertigung dieser Produkte Ende des 19. Jahrhunderts machten aus dem kleinen Betrieb in Jena ein internationales Industrieunternehmen.
Eine weitere Gruppe bildeten optische Borosilicatgläser. Eingesetzt in Mikroskope, Fernrohre, Fotoapparate oder Geräte zur Landvermessung lieferten sie der Wissenschaft bessere Bilder als je zuvor. So wäre die Erforschung von Mikroorganismen, die in jener Zeit einsetzte, ohne die optischen Gläser von Otto Schott nicht denkbar gewesen. Dank dieser und anderer Erfolge gilt er als Begründer der neuzeitlichen Glastechnik.

Bis zum heutigen Tage hat sich Borosilicatglas nicht nur bewährt, sondern stets neue Anwendungsfelder erobert. Als Rohrglas wird es zu Laborgläsern, Glasampullen, -fläschchen und -karpulen für medizinische Wirkstoffe geformt sowie für viele Anwendungen in der Industrie verwendet. Vor über 20 Jahren hat SCHOTT ein neues Herstellverfahren entwickelt, das sogenannte Microfloat-Verfahren, mit dem Borosilicatglas im Scheibenformat als Flachglas hergestellt wird. Dieses gefloatete Spezialglas wird an der Wirkungsstätte von Otto Schott in Jena produziert und unter dem Markennamen BOROFLOAT® in die ganze Welt verschickt. Dort kommt es in vielerlei Anwendungen zum Einsatz: Ob als Scheibe in der Backofentür, als Biochip in der modernen Medizintechnik, als Bestandteil von Bühnenscheinwerfern, Kinoprojektoren oder in Tauchrobotern.

Weitere Informationen unter:

http://www.schott.com/borosilicateglass

http://www.schott.com/borofloat

http://www.schott.com/magazine/german/sol115/sol115_04_360-degree-live-streaming.html?highlighted_text=360%C2%B0+Kamera

BOROFLOAT® ist eine eingetragene Marke der SCHOTT AG.
Zu den ersten Produkten aus Borosilicatglas, die Otto Schott ab 1891 auf den Markt brachte, gehörten technische Gläser für Thermometer, Laborausrüstung und Glühlampen.
Zu den ersten Produkten aus Borosilicatglas, die Otto Schott ab 1891 auf den Markt brachte, gehörten technische Gläser für Thermometer, Laborausrüstung und Glühlampen.
Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
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Public Relations Manager
Hattenbergstraße 10
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Tel.: +49 6131/66-4088
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Vice President Marketing and Communication
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