16.10.2015, SCHOTT AG, Mainz (Germany)

Ultradünnes Glas für das Smartphone der Zukunft

Mikrometerdünne Gläser, flexibel und zugleich stabil, übernehmen bald vielfältige Funktionen in Mobiltelefonen
Stabiles und flexibles Glas, dünner als ein menschliches Haar, eignet sich für Hightech-Anwendungen beispielsweise in der Elektronik- und Halbleiterindustrie. Der Technologiekonzern SCHOTT produziert diese  ultradünnen Gläser für vielfältige Funktionen im Smartphone von morgen. Foto. SCHOTT
Stabiles und flexibles Glas, dünner als ein menschliches Haar, eignet sich für Hightech-Anwendungen beispielsweise in der Elektronik- und Halbleiterindustrie. Der Technologiekonzern SCHOTT produziert diese ultradünnen Gläser für vielfältige Funktionen im Smartphone von morgen. Foto. SCHOTT
Glas, dünner als ein menschliches Haar, ist heute stabil und flexibel genug für eine Vielzahl von Hightech-Anwendungen. Als einer der wenigen Hersteller welt¬weit entwickelt und produziert der Technologiekonzern SCHOTT ultradünne Gläser für modernste Funktionen im Smartphone von morgen: von Deckgläsern bis zu Substraten für biegbare OLED-Displays und „Wearables“, für Kamerasysteme, neuartige Mikroakkus und -prozessoren sowie für Fingerprint- und Bio-Sensoren.

Mit innovativen Materialien und der eigenentwickelten Down-Draw-Technologie kann SCHOTT heute ultradünne Gläser bis zu einer minimalen Dicke von 25 Mikrometern zuverlässig herstellen. Diese bieten gegenüber anderen Materialien wie etwa Kunststoff oder Silizium viele Vorzüge, unterstützen den Trend zur Miniaturisierung und ermöglichen spannende Konzepte im Wettrennen um die Smartphone-Technologien der Zukunft.

Displays und „Wearables“, die sich biegen oder falten lassen

Gehärtetes ultradünnes Glas ist kratzfest und biegbar bis zu einem Radius von wenigen Millimetern – ohne Ermüdungserscheinungen. Zudem besitzt es exzellente Barriereeigenschaften und schützt vor Umwelteinflüssen. Damit eignet es sich ideal als Substrat- oder Verkapselungsmaterial für organische Leuchtdioden (OLED/Organic Light Emitting Diodes), die bieg- oder faltbare Displays erst möglich machen. So öffnet sich die Tür zur Herstellung flexibler Smartphones oder sogenannter Wearables, also Anzeigegeräten, die sich wie ein Armband tragen lassen oder in Textilien integriert sind.

Fingerprint-Erkennung und Smartphone-Kameras

Zur sicheren Identifizierung des Smartphone-Nutzers setzen sich zunehmend sogenannte kapazitive Fingerabdruck-Sensoren durch. Für höchste Erkennungsgenauigkeit benötigen sie möglichst dünne Abdeckungen, die gleichzeitig robust sein müssen. Ultradünnglas von SCHOTT besitzt eine einzigartig hohe Dielektrizitätskonstante, wodurch das Sensorsignal auf dem Weg zum Finger nur minimal gedämpft wird. SCHOTT fertigt als bisher einziger Hersteller auch chemisch härtbares Ultradünnglas, das eine viermal höhere Festigkeit als das nicht gehärtete Grundglas mitbringt. Solche Gläser lassen sich wegen ihrer optischen Qualität auch in Smartphone-Kameras einsetzen – etwa als chemisch gehärtete Abdeckscheibe oder Infrarot-Sperrfilter für CMOS-Bildsensoren.

Von Chip-Packaging bis zu Dünnschichtbatterien

Ultradünngläser widerstehen außerdem der wachsenden Wärmeentwicklung leistungsstarker Prozessoren in Smartphones besser als Kunststoffe, wie sie heute im Chip-Packaging eingesetzt werden. Selbst dünnstes Glas verbiegt sich im Einsatz nicht und macht so besonders flache Geräte-Bauformen möglich. Ultradünnglas stellt zudem eine vielversprechende Alternative zu Silizium als Trägermaterial für Durchführungen und für die Verteilung von Datenströmen zwischen Prozessoren, Speicherbausteinen und anderen Komponenten dar. Die einzigartigen elektrischen Hochfrequenzeigenschaften von Glas ermöglichen Datentransport mit geringeren elektrischen Verlusten und somit längere Batterielaufzeiten von Smartphones. Laserbearbeitetes Ultradünnglas kann bisherige Datentransferraten bis um den Faktor acht steigern  und ist damit erste Wahl als Substrat für platzsparendes Chip-Packaging. Mikrometerdünnes Glas eignet sich zudem gut als Substrat neuartiger Dünnschichtbatterien, in denen es direkt zur Leistungssteigerung beiträgt. Diese Mikroakkus der nächsten Generation sollen kleinste autarke Geräte oder Sensoren mit Strom versorgen. Einsatzfelder sind zum Beispiel „Wearables“, kleine Sicherheitskameras, vor allem aber das „Internet der Dinge“. „Mit diesen faszinierenden Zukunftstrends in der Elektronikindustrie erhalten unsere Entwicklungen rund um Ultradünnglas zunehmendes Interesse. Wir stehen in engem Kontakt zu Entwicklungs- und Industriepartnern und sehen relevante Wachstumspotenziale für SCHOTT“, so Dr. Rüdiger Sprengard, Director New Business Ultra-Thin Glass bei SCHOTT Advanced Optics.


SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. www.schott.com
Im Smartphone der Zukunft übernimmt ultradünnes Glas von SCHOTT wichtige Funktionen: Als gehärtetes Deckglas im biegbaren OLED-Display, der Kamera oder Fingerprint-Sensor, als Substratmaterial für die Dünnschichtbatterie oder als thermisch und formstabile Komponente im Prozessor. Grafik: SCHOTT
Im Smartphone der Zukunft übernimmt ultradünnes Glas von SCHOTT wichtige Funktionen: Als gehärtetes Deckglas im biegbaren OLED-Display, der Kamera oder Fingerprint-Sensor, als Substratmaterial für die Dünnschichtbatterie oder als thermisch und formstabile Komponente im Prozessor. Grafik: SCHOTT
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