19.05.2014, SCHOTT AG, JENA

Festakt 125 Jahre Carl-Zeiss-Stiftung

  • Stiftung und ihre Unternehmen ZEISS und SCHOTT feiern Jubiläum
  • Außergewöhnliches Unternehmensmodell bis heute erfolgreich
  • 80 Millionen Euro Fördermittel für die Wissenschaft seit 2007
Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, erläutert Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Vorzüge der CERAN Glaskeramik-Kochfläche. Foto: SCHOTT
Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, erläutert Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Vorzüge der CERAN Glaskeramik-Kochfläche. Foto: SCHOTT
Vor genau 125 Jahren gründete der Physiker und Unternehmer Ernst Abbe die Carl-Zeiss-Stiftung in Jena. Damit schuf er ein bis heute einzigartiges Unternehmensmodell für die Optik- und Spezialglasunternehmen ZEISS und SCHOTT. Abbe verpflichtete die Stiftung zur erfolgreichen Fortführung der beiden Stiftungsunternehmen, zur Wahrnehmung besonderer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und zur Förderung der Wissenschaft sowie gemeinnütziger Zwecke im Umfeld der Unternehmen. Bei der Festveranstaltung im Volkshaus in Jena mit über 300 Gästen hielt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Festansprache. Dabei würdigte sie die besondere Bedeutung der Unternehmen ZEISS und SCHOTT für die Optik und Glastechnologie und die Carl-Zeiss-Stiftung, die in ihren Unternehmen das Bewusstsein für Sozialpartnerschaft und gesellschaftliche Verantwortung vorbildhaft verankert habe. Dabei zeigte sich die Bundeskanzlerin auch beeindruckt von der Förderung der Wissenschaft durch die Carl-Zeiss-Stiftung in Höhe von 80 Mio. Euro seit 2007. Diese seien „gut angelegte Investitionen in die Zukunft“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte Abbes herausragende Bedeutung: „Ernst Abbe war seiner Zeit weit voraus. Sein Stiftungsstatut von 1896 war ein Leitbild für verantwortungsvolles Unternehmertum. Bis heute sind die Carl-Zeiss-Stiftung und ihre Unternehmen ein Exporteur von sozialer Marktwirtschaft. ZEISS und SCHOTT stehen weltweit für Spitzentechnologie „Made in Germany“.

Herausragende historische Bedeutung
Die Zusammenarbeit von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott ließ Ende des 19. Jahrhunderts zwei dynamisch wachsende Optik- und Spezialglasunternehmen entstehen, deren Anteile auf die Carl-Zeiss-Stiftung übertragen wurden, um verschiedene gemeinnützige Zwecke zu erfüllen. Die Stiftung und die Stiftungsunternehmen haben bis heute alle Krisen der deutschen Geschichte überstanden. In ihrer Festansprache würdigte Bundeskanzlerin Merkel Ernst Abbe als „großen Visionär“, der mit seinen außergewöhnlichen Ideen die Grundlagen für den Erfolg der Carl-Zeiss-Stiftung und der beiden Stiftungsunternehmen gelegt hat: „Das einzigartige Unternehmensmodell der Carl-Zeiss-Stiftung hat eine herausragende Bedeutung in der deutschen Industrie- und Sozialgeschichte. Es ist beeindruckend, welche sozialen Rechte Ernst Abbe schon vor 125 Jahren den Mitarbeitern gewährte und wie er die Stiftungsunternehmen zur Förderung der Wissenschaft und sozialer Einrichtungen verpflichtete. Die Carl-Zeiss-Stiftung hat die Spaltung nach dem Zweiten Weltkrieg überwunden, und sie ist 25 Jahre nach dem Fall der Mauer ein leuchtendes Beispiel für die gelungene Wiedervereinigung Deutschlands.“

12 Mio. Euro Sonderförderung im Jubiläumsjahr
Aus den Dividendenausschüttungen ihrer Unternehmen hat die Carl-Zeiss-Stiftung seit 2007 insgesamt 80 Mio. Euro für Hochschulen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Thüringen und Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns sehr, dass die Stiftungsgunternehmen so erfolgreich sind und die Stiftung in die Lage versetzen, die Wissenschaft nachhaltig zu fördern. Zum 125-jährigen Bestehen stellt die Stiftung einmalig 12 Mio. Euro Sondermittel für wichtige strukturelle Maßnahmen bereit: 4 Mio. Euro für den Neubau der Chemie an der Universität Jena, 4 Mio. für ein Phytotechnikum an der Universität Hohenheim und 4 Mio. für den Aufbau eines Kollegs zur besseren Koordination in MINT-Fächern und für die Forschungsinfrastruktur an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz“, erklärte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg und Vorsitzende der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung.

Außergewöhnliches Unternehmensmodell auch heute erfolgreich
Die Förderaktivitäten der Stiftung werden nur durch das besondere Unternehmensmodell, den wirtschaftlichen Erfolg von ZEISS und SCHOTT und deren Dividendenzahlungen möglich. „Seit der Überführung der Unternehmen in rechtlich selbständige Aktiengesellschaften im Jahr 2004 mit der Carl-Zeiss-Stiftung als Alleinaktionärin haben ZEISS und SCHOTT eine moderne Corporate Governance und die notwendige unternehmerische Handlungsfreiheit, die sie als global agierende Unternehmen benötigen. Sie stehen heute unverändert für Innovationskraft, Spitzentechnologie und wirtschaftlichen Erfolg. Diese Stärken, verbunden mit den besonderen Verpflichtungen für die Mitarbeiter, ermöglichen der Stiftung und ihren Unternehmen die Förderung von Wissenschaft und sozialen Einrichtungen – ganz im Sinne von Ernst Abbe“, sagte Dr. Dieter Kurz, Vorsitzender des Stiftungsrates der Carl-Zeiss-Stiftung, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Carl Zeiss AG und der SCHOTT AG ist.

In einer Gesprächsrunde machten die Vorstandsvorsitzenden der Carl Zeiss AG und der SCHOTT AG, Dr. Michael Kaschke und Dr. Frank Heinricht, deutlich, dass die Unternehmen gut aufgestellt sind, um auch in Zukunft ihre starken Marktpositionen auf den Gebieten Optik und Optoelektronik (ZEISS) und Spezialglas (SCHOTT) zu behaupten und weiter auszubauen.

Jubiläumsausstellung zur Geschichte und Gegenwart
Vor Beginn der Festveranstaltung eröffnete Christoph Matschie, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Thüringen und Mitglied der Stiftungsverwaltung, vor dem Volkshaus in Jena eine Jubiläumsausstellung. Sie gibt einen Einblick in die beiden Stiftungsunternehmen, die aktuellen Förderaktivitäten der Stiftung und in die bewegte Geschichte der Stiftung und ihrer Unternehmen.


Über die Carl-Zeiss-Stiftung
Die Carl-Zeiss-Stiftung ist eine Beteiligungsträgerstiftung und alleinige Aktionärin der beiden Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Sie wurde 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe in Jena gegründet. Mit der Gründung der Stiftung und dem Stiftungsstatut von 1896 verfolgte Abbe das Ziel, die Fortführung der Unternehmen ZEISS und SCHOTT losgelöst von Interessen einzelner Gesellschafter auf Dauer sicherzustellen und deren Erträge zum Schutz und zur Förderung der Mitarbeiter sowie für gemeinnützige Zwecke, vor allem zur Förderung der Wissenschaft, einzusetzen. Die beiden Stiftungsunternehmen wurden 2004 in die Rechtsform von Aktiengesellschaften überführt und sind international erfolgreich tätig. Mit den nach dieser Reform ausgeschütteten Dividenden war es der Carl-Zeiss-Stiftung möglich, ab 2007 Programme zur Förderung der Wissenschaft auszuschreiben. Die Fördertätigkeit konzentriert sich auf wissenschaftliche Vorhaben im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften an Universitäten der drei Bundesländer, in denen die Stiftung oder die Stiftungsunternehmen ihren Sitz haben, das sind Baden- Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Über ZEISS
ZEISS ist international führend in Optik und Optoelektronik. Die über 24.000 Mitarbeiter des Konzerns erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/13 einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. ZEISS trägt seit mehr als 160 Jahren zum technologischen Fortschritt bei. Der Konzern entwickelt und fertigt Lösungen für die Halbleiter-, Automobil- und Maschinenbauindustrie, die biomedizinische Forschung, die Medizintechnik sowie Brillengläser, Foto-/Filmobjektive, Ferngläser und Planetarien. In über 40 Ländern der Welt ist ZEISS präsent mit mehr als 40 Produktions- und rund 50 Service- und Vertriebsstandorten sowie mehr als 20 Forschungs- und Entwicklungsstandorten.

Über SCHOTT
SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit 130 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik und Transportation. Das Unternehmen hat den Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 35 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Weltumsatz von 1,84 Milliarden Euro.


Weitere Informationen finden Sie auf:
http://www.carl-zeiss-stiftung-125jahre.de/german/press/index.html
Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
Dr. Jürgen Steiner
Marketing and Communication
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
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Tel.: +49 6131/66-4335
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SCHOTT AG
Salvatore Ruggiero
Vice President Marketing and Communcat
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