28.04.2014, SCHOTT AG, FRANKFURT / STUTTGART, 28.04.2014

125 Jahre Carl-Zeiss-Stiftung: 12 Millionen Euro für die Wissenschaft anlässlich Jubiläum

  • 80 Millionen Euro Fördermittel seit 2007
  • Eigentümerin von ZEISS und SCHOTT feiert Jubiläum / Außergewöhnliches Unternehmensmodell bis heute erfolgreich
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Teilnahme an Festveranstaltung in Jena zugesagt
Bedeutendes Dokument der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte: Das Statut der Carl-Zeiss-Stiftung, 1896 herausgegeben von Ernst Abbe. Foto: Carl-Zeiss-Stiftung/Jens Meyer
Bedeutendes Dokument der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte: Das Statut der Carl-Zeiss-Stiftung, 1896 herausgegeben von Ernst Abbe. Foto: Carl-Zeiss-Stiftung/Jens Meyer
Am 19. Mai 2014 jährt sich zum 125. Mal der Tag, an dem Ernst Abbe die Carl-Zeiss-Stiftung in Jena gründete. Grundgedanke waren die langfristige Zukunftssicherung der Stiftungsunternehmen ZEISS und SCHOTT bei einer besonderen Verantwortung für die Mitarbeiter sowie die Förderung der Wissenschaft und sozialer Einrichtungen. Anlässlich ihres 125-jährigen Gründungsjubiläums stellt die Stiftung 12 Mio. Euro für besondere Maßnahmen zur Förderung der Wissenschaft bereit. Damit summieren sich die bewilligten Fördermittel für Hochschulen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Thüringen und Rheinland-Pfalz seit 2007 auf insgesamt 80 Mio. Euro. Das Jubiläum wird mit einer Festveranstaltung im Jenaer Volkshaus gebührend gefeiert, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Festansprache hält.

Förderung der Wissenschaft mit Dividenden von ZEISS und SCHOTT

Die Zusammenarbeit von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott ließ Ende des 19. Jahrhunderts zwei dynamisch wachsende Optik- und Spezialglasunternehmen entstehen, deren Anteile auf die Carl-Zeiss-Stiftung übertragen wurden, um verschiedene gemeinnützige Stiftungszwecke zu erfüllen. Die Stiftung und die Stiftungsunternehmen haben bis heute alle Krisen der deutschen Geschichte überstanden. Dazu erläuterte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer als Vorsitzende der Stiftungsverwaltung anlässlich eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main: „Ein Geheimnis dieses Erfolgs liegt in der engen Verbindung von Wissenschaft, technologischer Kompetenz und hochqualifizierten Mitarbeitern, die das Stiftungsstatut vorgibt.“ Teil von Ernst Abbes Stiftungsauftrag ist es, Überschüsse der Stiftungsunternehmen zur Förderung der Wissenschaft zu verwenden. „Wir freuen uns sehr, dass wir seit der Stiftungsreform im Jahr 2004 und der Neubelebung der Kernaufgabe Förderung der Wissenschaft nun bereits 80 Mio. Euro an Fördergeldern bewilligen konnten“, so Ministerin Bauer.

Einzigartiges Unternehmensmodell

Die Leitung der Carl-Zeiss-Stiftung liegt bei den Wissenschaftsministern der Länder Baden-Württemberg und Thüringen. Sie bilden die Stiftungsverwaltung. Der Stiftungsrat nimmt die Rechte der Stiftung als Alleineigentümerin der Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und SCHOTT AG wahr und ist das Bindeglied zu den Unternehmen.

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat eine große Bedeutung in der deutschen Industrie- und Sozialgeschichte. „Mit dem 125-jährigen Jubiläum der Carl-Zeiss-Stiftung feiern wir den Erfolg einer einzigartigen Unternehmensform. Seit der Überführung der Unternehmen in rechtlich selbständige Aktiengesellschaften mit der Carl-Zeiss-Stiftung als alleiniger Aktionärin haben ZEISS und SCHOTT eine moderne Corporate Governance und die notwendige unternehmerische Handlungsfreiheit, die sie als global agierende Unternehmen benötigen. Sie stehen heute unverändert für Innovationskraft, Spitzentechnologie und wirtschaftlichen Erfolg. Diese Stärken, verbunden mit besonderen Verpflichtungen für die Mitarbeiter, ermöglichen der Stiftung und ihren Unternehmen die Förderung von Wissenschaft und sozialen Einrichtungen – ganz im Sinne der Vision von Ernst Abbe“, sagte Dr. Dieter Kurz, Vorsitzender des Stiftungsrates sowie Vorsitzender des Aufsichtsrates der Carl Zeiss AG und Vorsitzender des Aufsichtsrates der SCHOTT AG.

12 Mio. Euro Sonderausschüttung im Jubiläumsjahr

Zum 125-jährigen Jubiläum hat die Stiftung zusätzliche Finanzmittel für besondere Fördermaßnahmen bewilligt, je 4 Mio. Euro für die Universität Jena, die Universität Hohenheim und Hochschulen in Rheinland-Pfalz. „Uns freut es besonders, dass wir zum 125-jährigen Bestehen der Stiftung ein Sonderpaket von 12 Mio. Euro für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereitstellen können. Damit zeigt sich umso mehr, dass sich die Carl-Zeiss-Stiftung als ein wichtiges Element in der deutschen Wissenschaftsförderung etabliert hat“, so Christoph Matschie, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Thüringen und Mitglied der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung.

Spiegelbild deutscher Geschichte

Die Stiftung blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. So hat sie zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen erfolgreich überstanden. Auch die zwischenzeitliche Spaltung der Stiftung in Ost und West in Folge der Teilung Deutschlands konnten der Stiftungsidee von Ernst Abbe nichts anhaben. So kam es nach dem Berliner Mauerfall im Jahr 1989 nach schwierigen Verhandlungen zu einer letztendlich erfolgreichen Wiedervereinigung der Stiftung. Ihre heutige Form erhielt sie durch die Stiftungsreform im Jahr 2004. In diesem Zuge wurden die Stiftungsunternehmen aus der Stiftung ausgegliedert und in die Rechtsform von Aktiengesellschaften überführt. Aus einer Unternehmensträgerstiftung, in der die Unternehmen unmittelbar Teil der Stiftung waren, wurde so eine Beteiligungsträgerstiftung, die jeweils 100 Prozent der Aktien der Carl Zeiss AG, Oberkochen, und der SCHOTT AG, Mainz, hält.

Jubiläumsfeier in Jena

Höhepunkt der Jubiläumsaktivitäten ist die Festveranstaltung am 19. Mai in Jena, dem Gründungsstandort der Carl-Zeiss-Stiftung und der beiden Unternehmen. Bei dieser Veranstaltung wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die Festansprache halten.

Hier finden Sie die gesamte Pressemappe inkl. downloads:
http://www.carl-zeiss-stiftung-125jahre.de/german/press/release-01.html




Über die Carl-Zeiss-Stiftung

Die Carl-Zeiss-Stiftung ist eine Beteiligungsträgerstiftung und alleinige Aktionärin der beiden Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Sie wurde 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe in Jena gegründet. Mit der Gründung der Stiftung und dem Stiftungsstatut von 1896 verfolgte Abbe das Ziel, die Fortführung der Unternehmen ZEISS und SCHOTT losgelöst von Interessen einzelner Gesellschafter auf Dauer sicherzustellen und deren Erträge zum Schutz und zur Förderung der Mitarbeiter sowie für gemeinnützige Zwecke, vor allem zur Förderung der Wissenschaft, einzusetzen. Die beiden Stiftungsunternehmen wurden 2004 in die Rechtsform von Aktiengesellschaften überführt und sind international erfolgreich tätig. Mit den nach dieser Reform ausgeschütteten Dividenden war es der Carl-Zeiss-Stiftung möglich, ab 2007 Programme zur Förderung der Wissenschaft auszuschreiben. Die Fördertätigkeit konzentriert sich auf wissenschaftliche Vorhaben im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften an Universitäten der drei Bundesländer, in denen die Stiftung oder die Stiftungsunternehmen ihren Sitz haben, das sind Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen.


Über ZEISS

ZEISS ist international führend in Optik und Optoelektronik. Die über 24.000 Mitarbeiter des Konzerns erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. ZEISS trägt seit mehr als 160 Jahren zum technologischen Fortschritt bei. Der Konzern entwickelt und fertigt Lösungen für die Halbleiter-, Automobil- und Maschinenbauindustrie, die biomedizinische Forschung, die Medizintechnik sowie Brillengläser, Foto-/Filmobjektive, Ferngläser und Planetarien. In über 40 Ländern der Welt ist ZEISS präsent mit mehr als 40 Produktions- und rund 50 Service- und Vertriebsstandorten sowie mehr als 20 Forschungs- und Entwicklungsstandorten.


Über SCHOTT

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit 130 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik und Transportation. Das Unternehmen hat den Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 35 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Weltumsatz von 1,84 Milliarden Euro.
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