18.02.2014, SCHOTT AG, Mainz

SCHOTT kehrt in die Gewinnzone zurück

  • 26 Millionen Euro Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2012/2013
  • Umsatz sinkt währungsbedingt um 2 Prozent auf
1,84 Milliarden Euro
  • Investitionen in Sachanlagen steigen auf 122 Millionen Euro
Ultraleichter 1,2 Meter ZERODUR® Spiegelträger Foto: SCHOTT
Ultraleichter 1,2 Meter ZERODUR® Spiegelträger Foto: SCHOTT

Mainz, 18. Februar 2014. Der internationale Technologiekonzern SCHOTT blickt auf ein schwieriges, aber insgesamt doch zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2012/2013 (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013) zurück. „Der Mitte 2012 erfolgte Ausstieg aus der multikristallinen Photovoltaik führte zu keiner dauerhaften Belastung. Nach einem Jahr Unterbrechung sind wir wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt“, berichtete Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes, auf der Bilanzpressekonferenz. Der Konzernjahresüberschuss lag bei 26 Millionen Euro. Dieser umfasst neben dem positiven Ergebnis der fortgeführten Bereiche in Höhe von 49 Millionen Euro ein negatives Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche von 23 Millionen Euro. „Wir haben das Jahr auch genutzt, um SCHOTT neu aufzustellen“, betonte Dr. Heinricht. Dass es dabei gelungen sei, die Finanzverbindlichkeiten um 80 Millionen Euro auf nunmehr 297 Millionen Euro zurückzuführen, zeige das „solide Fundament“ des Unternehmens.

Der ausgewiesene Konzernumsatz hat sich um 2,3 Prozent auf 1,835 Milliarden Euro verringert (2011/2012: 1,877 Milliarden Euro). Dieser Rückgang resultiert aus negativen Währungseffekten des Euro, insbesondere gegenüber dem Japanischen Yen und dem Brasilianischen Real. Ohne Währungseinfluss lag der vergleichbare Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Seine regionale Verteilung zwischen Europa (45,4 Prozent), Asien (26,2 Prozent) und Nordamerika (21,4 Prozent) blieb nahezu unverändert. Der Auslandsanteil am Umsatz lag bei 85 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) belief sich auf 118 Millionen Euro nach 147 Millionen Euro im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang sind insbesondere höhere Sondereffekte als im Geschäftsjahr 2011/2012.

F&E-Aufwendungen steigen um 9 Prozent
Um das hohe Niveau der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zu halten, hat SCHOTT 79 Millionen Euro aufgewandt und damit die F&E-Ausgaben um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Noch deutlicher erhöht haben sich die Investitionen in Sachanlagen. Sie stiegen um 23 Prozent von 99 Millionen Euro auf 122 Millionen Euro und gingen jeweils zur Hälfte an Standorte in Deutschland und im Ausland.

Zum 30. September 2013 beschäftigte der SCHOTT Konzern weltweit 15.400 Mitarbeiter. Das sind knapp 700 weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus der Aufgabe des Photovoltaikgeschäfts. In Deutschland waren 5.300 Mitarbeiter beschäftigt.

SCHOTT wächst bei Pharmaverpackungen schneller als
der Markt
Auf Wachstumskurs geblieben ist der Bereich „Pharmaceutical Systems“. Dieser umfasst im Wesentlichen Spezialglasröhren und pharmazeutische Primärpackmittel wie Spritzen, Fläschchen, Ampullen und Karpulen. SCHOTT ist als einziger Hersteller von Pharmaverpackungen sowohl in den etablierten als auch in den stark wachsenden Märkten (China, Russland, Brasilien, Indien, Indonesien) mit eigenen Produktionsstätten vertreten und so in einer sehr guten Position. „Insgesamt wachsen wir schneller als der Markt“, berichtete Dr. Heinricht. SCHOTT stellt auf rund 800 Produktionslinien in 13 Ländern jährlich mehr als neun Milliarden Verpackungseinheiten aus Spezialglas und Kunststoff her.

Der ebenfalls bedeutende Bereich Home Tech mit seinen starken Marken CERAN® Glaskeramik-Kochflächen und ROBAX® Kaminsichtscheiben entwickelte sich regional sehr unterschiedlich. In Europa gab es ein stabiles Marktwachstum, während die Nachfrage in den NAFTA Staaten insgesamt schwach blieb, wenngleich sich dort in der zweiten Jahreshälfte Erholungstendenzen abzeichneten, die zu vorsichtigem Optimismus Anlass geben. Osteuropa und Asien entwickelten sich ebenfalls positiv. Neue Impulse für den Markt erwartet SCHOTT von weißen Kochflächen, die als Trendfarbe in der Küche in drei unterschiedlichen Nuancierungen angeboten werden. Bei Kaminsichtscheiben ist SCHOTT der erste Hersteller, der dank einer speziellen Technologie nun auch Scheiben mit mehr als zwei Biegekanten anbieten kann. Damit erhalten die Kamindesigner
und -hersteller ganz neue Gestaltungsoptionen und die Kaminbesitzer eine noch bessere Rundumsicht auf das Feuer.

Partnersuche für das Geschäftsfeld „Concentrated Solar Power“
Beim Geschäftsfeld „Concentrated Solar Power“ (CSP) berichtete der Vorstandsvorsitzende von schwierigen Marktbedingungen. Für die Stromerzeugung mit solarthermischen Parabolrinnen-Kraftwerken liefert SCHOTT mit dem Receiver das Herzstück der Technologie. „In diesem Geschäftsfeld streben wir eine strategische Partnerschaft an und sind bereit, die Mehrheit der Anteile zu veräußern“, beschrieb Dr. Heinricht die Zukunftsplanungen. Insofern sei CSP in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) als „Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften“ ausgewiesen und bilanziell in „held for sale“ umgegliedert worden. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Vorsichtiger Optimismus für das Geschäftsjahr 2013/2014
Durch die unsichere Entwicklung der Weltwirtschaft, die aktuelle Währungsschwäche vieler Schwellenländer und die anhaltende europäische Schuldenkrise beurteilt SCHOTT die Rahmenbedingungen auch im laufenden Geschäftsjahr als schwierig. „Wir fühlen uns aber für dieses volatile Marktumfeld gut gewappnet“ betonte Dr. Heinricht. Im Rahmen der Neuausrichtung werde SCHOTT sein breites Produktportfolio noch stärker nutzen und so Wachstumschancen wahrnehmen. Dr. Heinricht: „Ziel ist die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens.“

Entsprechend dem Geschäftsverlauf der ersten Monate erwartet SCHOTT für das Geschäftsjahr 2013/2014 währungsbereinigt einen Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 4 und 6 Prozent und einen gegenüber Vorjahr verbesserten EBIT. Beim Konzernjahresüberschuss geht das Unternehmen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus.

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Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2012/2013
Kennzahlen in Mio. € 2012/2013 2011/2012 Veränderung in %
Umsatz 1.835 1.877 - 2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 118 147 - 20
Jahresergebnis des Konzerns 26 - 278 > 100
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 151 88 72
Investitionen in Sachanlagen 122 99 23
F&E-Aufwendungen 79 73 9
Mitarbeiter am Bilanzstichtag (Anzahl) 15.444 16.105 - 4


SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit 130 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik und Transportation. Das Unternehmen hat den Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 35 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Weltumsatz von 1,84 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.



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Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
Salvatore Ruggiero
Vice President Marketing and Communication
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Fax: +49 3641/2888-9180
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