10.02.2012, SCHOTT AG, Mainz

SCHOTT setzt 2012 auf starke Kerngeschäfte und weiteres Wachstum in Asien

  • Geschäftsfelder Home Tech und Pharmaceutical Systems als Wachstumstreiber

  • Neue Werke und Partnerschaften sollen das Geschäft in Asien stärken

  • Geschäftsjahr 2010/2011: Umsatz auf 2,88 Milliarden Euro gesteigert und Jahresüberschuss in dreistelliger Millionenhöhe
  • SCHOTT will in Asien weiter wachsen. Der Technologie konzern ist in der Region bereits mit zehn Werken, unter anderem im chinesischen Suzhou, präsent. Foto: SCHOTT
    SCHOTT will in Asien weiter wachsen. Der Technologie konzern ist in der Region bereits mit zehn Werken, unter anderem im chinesischen Suzhou, präsent. Foto: SCHOTT
    Der internationale Technologiekonzern SCHOTT will 2012 mit seinen starken Kerngeschäften, fortlaufenden Innovationen und einer erweiterten Präsenz in Asien der nachlassenden konjunkturellen Dynamik erfolgreich begegnen. „Wir sind gut aufgestellt, um im Geschäftsjahr 2011/2012 eine leichte Umsatzsteigerung zu erzielen. Weit mehr als die Hälfte unseres Umsatzes entfällt auf Bereiche, in denen wir weltweit zu den führenden Anbietern gehören. Dies verleiht uns viel versprechende Chancen in unseren Märkten, auch wenn das aktuelle Umfeld schwierig ist“, betonte Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes, auf der Bilanzpressekonferenz.

    Im Geschäftsjahr 2010/2011 (1. Oktober 2010 bis 30. September 2011) wirkte sich die abschwächende Erholung der Weltwirtschaft ab dem 3. Quartal ungünstig auf die Geschäftsentwicklung aus, zumal SCHOTT fast 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Deutschland erzielt. Dennoch konnten die Umsatzerlöse – vor allem durch die breite Aufstellung des Produktportfolios – um 1 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro gesteigert werden. „Wir sind mit diesem Umsatzplus durchaus zufrieden, denn wir mussten auf ein sehr gutes Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 26 Prozent aufbauen“, so Ungeheuer.

    Der Konzernjahresüberschuss lag bei 109 Millionen Euro und damit sogar über dem Niveau des Vorjahres (108 Millionen Euro). In Sachanlagen investierte der Konzern 140 Millionen Euro (2010/2011: 181 Millionen Euro), davon etwas mehr als die Hälfte in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2011 17.180 (2009/2010: 17.450). Um die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu sichern, wurden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 106 Millionen Euro erhöht.

    Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen verlief im abgeschlossenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Zuwächse verzeichneten Electronic Packaging, Pharmaceutical Systems und Advanced Materials. Bei Home Tech lag das Umsatzniveau wegen eines planmäßig abgeschlossenen Großauftrags niedriger als im Vorjahr. Das Photovoltaik-Geschäft war durch erhebliche Überkapazitäten auf dem Markt und einem anhaltend starken Preisverfall geprägt. Dennoch steigerte SCHOTT den Absatz von Photovoltaikmodulen um einen zweistelligen Prozentsatz.

    Kerngeschäfte sollen weiter wachsen
    Im Geschäftsjahr 2011/2012 sollen vor allem die Kerngeschäfte das Wachstum treiben. Hierzu zählten der Unternehmensbereich Home Tech mit seinen starken Marken „Ceran“ Glaskeramik-Kochflächen und „Robax“ Kaminsichtscheiben sowie der Unternehmensbereich Pharmaceutical Systems mit „Fiolax“ Spezialglasröhren und Pharmaverpackungen. Unter anderen werden die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen neuen Pharmaverpackungswerke in Argentinien und Russland dazu beitragen. 2012 folgen eine Ausweitung der Produktionskapazitäten in Indien durch die Inbetriebnahme eines neuen Werks sowie der Abschluss eines Joint Ventures mit einem führenden lokalen Hersteller von Pharmaverpackungen in China. Mit jährlich über 7 Milliarden Spritzen, Ampullen, Fläschchen und Karpulen gehört SCHOTT zu den weltweit führenden Anbietern auf diesem Gebiet.

    Weiter an Bedeutung gewinnt auch das Thema „Grüne Produkte“. Das Sortiment von SCHOTT umfasst bereits eine Reihe von Produkten, die ohne den Einsatz von Arsen und Antimon hergestellt werden. Mit „Ceran Hightrans“ Eco ist das Unternehmen zudem Pionier bei der umweltfreundlichen Herstellung von schwarzen Glaskeramik-Kochflächen. Die Verleihung des „Deutschen Innovationspreis 2010“ sowie eine Top-3-Platzierung beim „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011“ für „Ceran“ sind öffentliche Anerkennungen für die Entwicklung und Umsetzung innovativer und umweltfreundlicher Technologien.

    Unwägbarkeiten birgt weiterhin das Geschäftsfeld Photovoltaik. Mit dem Rückzug aus der Wafer- und Zellenproduktion hat sich SCHOTT von zuletzt nicht mehr profitablen Wertschöpfungsstufen getrennt, um sich auf das marktnahe Modul- und Projektgeschäft zu fokussieren. Die Aktivitäten konzentrieren sich nun auf die Herstellung von Premium-Solarmodulen, die sich seit jeher durch hohe Qualität und Langlebigkeit auszeichnen, und auf Planung, Verkauf und Betrieb von Photovoltaik-Großanlagen. Konkrete Projekte, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Griechenland und Thailand, sind bereits umgesetzt oder in der Realisierung. Neue Hocheffizienztechnologien für monokristalline Wafer, Zellen und Solarmodule werden weiterhin erforscht und derzeit in Hochleistungsmodule umgesetzt, deren Markteinführung noch im ersten Halbjahr 2012 erfolgen wird.

    Neben den Innovationen bei Photovoltaik sieht SCHOTT auch gute Perspektiven für das neu eingeführte, ultraharte Displayglas „SCHOTT Xensation“ Cover, das zum Beispiel bei Smartphones und Tablet PCs eingesetzt werden kann. Schon heute sind rund 40 Prozent aller Mobilfunkgeräte mit einem Touchscreen ausgestattet und die Tendenz zeigt bei einem jährlich zweistelligen Wachstum stark nach oben. Ebenfalls zu einem wichtigen Umsatzträger soll sich auch die neue, hochreine Glasfaser „Puravis“ entwickeln. „Mit dieser Innovation legen wir die Messlatte bei optischen Glasfasern für medizinische und industrielle Anwendungen deutlich höher als bisher“, so Ungeheuer. Potenzial sieht SCHOTT auch bei weiteren Innovationen wie einer Reihe neuer optischer Gläser, zum Beispiel für die Mess- und Medizintechnik sowie bei Kaminsichtscheiben, die jetzt bis zu 90 Grad gebogen werden können und so von beinahe jeder Position im Zimmer eine ungehinderte Sicht auf das Kaminfeuer ermöglichen.

    Stärkung des Asiengeschäfts und hohe Investitionen geplant
    Wachstumsimpulse für sein Geschäft erwartet SCHOTT 2012 vor allem aus Asien. Das Wirtschaftswachstum in dieser Region liegt, insbesondere in China, deutlich über dem in Europa und Nordamerika. SCHOTT verfügt in Asien bereits über zehn Produktionsstandorte und zwölf Vertriebsgesellschaften, in denen aktuell rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Schon im Geschäftsjahr 2010/2011 war der Anteil Asiens am Konzernumsatz auf 23,9 Prozent gestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr soll die 25-Prozent-Marke überschritten werden. Ungeheuer sieht in dieser Entwicklung die Bestätigung der seit längerem verfolgten Wachstumsstrategie in dieser Region mit Schwerpunkt auf Japan, China und Indien.

    Auch im Geschäftsjahr 2011/2012 wird SCHOTT seine Investitionen in Sachanlagen auf hohem Niveau halten. Weltweit sind 170 Millionen Euro vorgesehen. Die Schwerpunkte liegen auf den Konzernbereichen Pharmaceutical Systems, Home Tech und Optik.

    SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 125 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Solarenergie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Transportation und Architektur. Das Unternehmen hat den klaren Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich bewusst für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 40 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 17.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Weltumsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.
    Weitere Informationen
    SCHOTT AG
    Klaus Bernhard Hofmann
    Leiter Corporate Public Relations
    Hattenbergstraße 10
    55122 Mainz
    Germany
    Tel.: +49 6131/66-3662
    Fax: +49 3641/2888-9140
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