23.01.2013, SCHOTT AG, Mainz

Mehr Reichweite für Elektroautos

SCHOTT Entwickler nutzen Glaskeramik als Separatormaterial für Lithium-Luft-Batterien
Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Die Batterie-Testzellen werden beim Laden und Entladen in einer Klimakammer (Bild) geprüft. Quelle: SCHOTT
Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Die Batterie-Testzellen werden beim Laden und Entladen in einer Klimakammer (Bild) geprüft. Quelle: SCHOTT
Mainz (Deutschland), 23. Januar 2013 – Neuartige Lithium-Luft-Batterien sollen die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des öffentlich geförderten Forschungsprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt der Technologiekonzern SCHOTT ein innovatives ionenleitendes Spezialmaterial dafür.

Im Wettlauf der Speichertechnologien für Elektrofahrzeuge soll ein neuartiger Akku punkten: Sogenannte Lithium-Luft-Batterien versprechen in kommerzieller Form drei- bis fünfmal höhere Kapazitäten als etwa Lithium-Ionen-Batterien. Sie sollen eine Energiedichte von rund 1.000 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) und damit deutlich größere Reichweiten für E-Autos erzielen.

Die Erforschung dieser Technologie für wiederaufladbare, langzeitstabile und betriebssichere Speichermedien ist Ziel des Forschungsprojekts GLANZ, das vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Partner des Verbundprojekts sind hochkarätige Institute und Firmen: das Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster, der Technologiekonzern SCHOTT sowie die Branchengrößen Rockwood Lithium, Varta Microbattery und Volkswagen AG.

Der Projektname GLANZ „Durch Glas geschützte Anode und Zelle“ verweist auf eine Kernentwicklung von SCHOTT: ein innovatives Spezialmaterial aus Glaskeramik. Dieses Glaskeramikpulver mit definierter Körnung besitzt eine hohe Leitfähigkeit für Lithium-Ionen und herausragende elektro-chemische Beständigkeit. Es ist gebunden in einer organischen Matrix, beides zusammen bildet zwischen den beiden Elektroden der Lithium-Luft-Batterie eine hochstabile, dichte Trennmembran.

Das Separatormaterial soll eine optimale Funktion der Batterie ermöglichen. In einem Lithium-Luft-Akku wandern bei der Entladung positiv geladene Lithium-Ionen von der Anode (positive Elektrode) zur Kathode (negative Elektrode). Zugleich strömen die zurückbleibenden freien Elektronen über den äußeren Stromkreis zur Kathode und verbinden sich dort mit Sauerstoff und den Lithium-Ionen. Beim Aufladen kehrt sich dieser Vorgang um. Bei diesem Prozess darf es keine unerwünschten chemischen Reaktionen geben, da diese den Akku nach wenigen Lade-Entlade-Zyklen unbrauchbar machen können.

Schwerpunkt des Entwicklungsprojektes GLANZ ist deshalb die applikationsgerechte Kapselung der hochreaktiven Lithium-Metall-Anode sowie das Aufzeigen der prinzipiellen Machbarkeit an einem Demonstrator. „Ionenleitung in Festkörpern ist heute und morgen ein wichtiges Thema für uns und wir sind optimistisch, unsere Kompetenzen dafür auf einem für uns neuen Anwendungsfeld erfolgreich einzubringen“, sagt Dr. Wolfgang Schmidbauer, Projektkoordinator bei SCHOTT. Das wegweisende Projekt soll bis 2014 laufen und wichtige Grundlagen unterwegs zu umweltfreundlicher, ressourcenschonender Elektromobilität schaffen.

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 125 Jah¬ren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spit¬zentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit füh¬rend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Phar-mazie, Elektronik, Optik, Transportation, Solar¬energie und Architektur. Das Unter¬nehmen hat den klaren Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelli¬genten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich be¬wusst für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 40 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah ver¬treten. 17.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Weltumsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

Download-Link zur ZIP-Datei enthält das Motiv in Printqualität:
http://www.schott-pictures.net/presskit/189515.battery

Bild Nr. 185806: Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Die Batterie-Testzellen werden beim Laden und Entladen in einer Klimakammer (Bild) geprüft. Quelle: SCHOTT

Bild Nr. 185804: Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Im SCHOTT Labor (Bild) werden Messungen zur Leitfähigkeit der ionenleitenden Glaskeramik vorbereitet. Quelle: SCHOTT

Bild Nr. 185803: Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Quelle: SCHOTT

Bild Nr. 185095: Neuartige Lithium-Luft-Batterien könnten die Reichweite der Elektroautos von morgen vervielfachen. Im Rahmen des Forschungsförderprojekts GLANZ (Durch Glas geschützte Anode und Zelle) entwickelt SCHOTT eine innovative ionenleitende Glaskeramik dafür. Die Batterie-Testzellen werden beim Laden und Entladen in einer Klimakammer (Bild) geprüft. Quelle: SCHOTT

Bild Nr. 188855: In einem Lithium-Luft-Akku wandern bei der Entladung positiv geladene Lithium-Ionen von der Anode (positive Elektrode) zur Kathode (negative Elektrode). Zugleich strömen die zurückbleibenden freien Elektronen über den äußeren Stromkreis zur Kathode und verbinden sich dort mit Sauerstoff und den Lithium-Ionen. Beim Aufladen kehrt sich dieser Vorgang um. Quelle: Universität Gießen

Mehr Pressebilder finden Sie zum Download unter http://www.schott-pictures.net
Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
Christine Fuhr
PR Manager
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
Tel.: +49 (0)6131/66-4550
Fax: +49 (0)3641/2888-9141
Weitere Informationen
SCHOTT AG
Klaus Bernhard Hofmann
Leiter Corporate Public Relations
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
Germany
Tel.: +49 6131/66-3662
Fax: +49 3641/2888-9140