Interview mit Tim Ellringmann
Was hat Sie bewogen bei der SCHOTT AG ein Praktikum zu machen? Wie sind Sie auf das Unternehmen aufmerksam geworden?
Im Rahmen meines Maschinenbaustudiums an der RWTH Aachen habe ich am Unitech International Programme teilgenommen. Dieses ermöglichte mir nicht nur ein Auslandssemester in Paris, sondern auch den Kontakt zu den Firmenpartnern des Programms. Die SCHOTT AG stellte für mich dabei ein besonders interessantes Unternehmen dar. Die auf der Technologieplattform Glas aufbauenden zahlreichen Geschäftsbereiche boten aus meiner Sicht alle Möglichkeiten, ein für mich passendes Auslandspraktikum zu finden. Eine klare Zukunftsstrategie und innovative Technologien gaben letztlich den Ausschlag, mich für die SCHOTT AG zu entscheiden.
Wie gestaltete sich der Bewerbungsprozess für das Auslandspraktikum?
Ich bewarb mich mit meinem Qualifikationsprofil initiativ für ein Auslandspraktikum bei der SCHOTT AG. Dabei gab ich meine Präferenzen für mögliche Einsatzländer und Aufgabengebiete an. In einem persönlichen Gespräch suchte man eine passende Stelle für mich aus und ich bewarb mich direkt beim entsprechenden Auslandsstandort. Nach einem Gespräch mit dem Werksleiter hatte ich die Zusage für mein Praktikum. Insgesamt verlief der Prozess sehr zügig und unkompliziert.
Sie haben Ihr Praktikum in den USA absolviert. Gab es dabei besondere Herausforderungen bei der Organisation?
Bei den Vorbereitungen für mein Praktikum unterstützte mich die SCHOTT AG intensiv. Man stellte mir vor Ort eine Wohnung und einen Firmenwagen zur Verfügung und half mir bei der Beantragung des Visums. Ich musste nur noch mein Flugticket buchen und schon ging es los. Allerdings sollte man für die Vorbereitung 3-4 Monate einplanen, weshalb eine frühzeitige Bewerbung für ein Auslandspraktikum unverzichtbar ist.
Was genau war denn Ihr Aufgabenspektrum während Ihres Praktikums?
Während meines Praktikums im Bereich Lighting and Imaging bearbeitete ich verschiedene Projekte in der Produktionslogistik. Nach einer Standortverlagerung bestand die Herausforderung in der Neustrukturierung der Lager und der Prozessanalyse und -optimierung. Meine Aufgabe bestand zunächst in der Planung und Koordination einer Bestandsinventur und anschließend der Durchführung verschiedener Projekte zur kontinuierlichen Verbesserung. Dazu analysierte ich die Materialflüsse, modellierte sie im Wertstromdesign und entwickelte Verbesserungsideen. Anschließend präsentierte ich meine Vorschläge und setzte diese um. Die Projekte umfassten u.a. die Reorganisation der SAP-Prozesse in der Materialverwaltung und die Anpassung der SAP-Lagerstruktur sowie die Implementierung eines Programms zur kontinuierlichen Bestandskontrolle. Darüber hinaus entwickelte ich Lösungsideen für eine neue Layoutplanung der Lager und überprüfte die Einführung eines Kanban zur Produktionssteuerung. Meine Aufgaben waren also sehr vielfältig und abwechslungsreich.
Was haben Sie während Ihres Praktikums gelernt?
Während meines Praktikums durfte ich wertvolle Erfahrung in der interkulturellen Zusammenarbeit mit Kollegen sammeln. Wenn man über mehrere Monate in einer anderen Kultur arbeitet, dann lernt man die Unterschiede kennen und erkennt die jeweiligen Vorteile und ungehobenen Potentiale. Man entwickelt einen schärferen Blick für die Eigenheiten der regionalen Arbeitswelten. Dieses Wissen ist im globalen Markt unverzichtbar geworden.
Darüber hinaus lernte ich zum ersten Mal in der Praxis was es heißt, eigene Projekte zu entwickeln, zu organisieren, zu controllen und zu dokumentieren. Die großen Freiheiten, die man mir in der Gestaltung meiner Projekte gab, waren natürlich auch eine Herausforderung. Durch eine exzellente Betreuung wurde ich jedoch nie allein gelassen und konnte meine Potentiale und meine Motivation optimal nutzen.
Haben sich Ihre Erwartungen, die Sie im Vorfeld an das Praktikum hatten, erfüllt?
Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern eindeutig übertroffen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich so viele Freiheiten in der Definition meiner Projekte haben würde. Daraus versuchte ich den größtmöglichen Wert für die SCHOTT AG zu generieren und bekam auf Wunsch jederzeit ein Feedback. Die Verantwortung, die man mir während meines Praktikums übertragen hat, zeugt von einem großen Vertrauen der SCHOTT AG in ihre Praktikanten. Eine perfekte Organisation und ein Einsatz in meinem Wunschland USA runden den durchweg positiven Eindruck ab.
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