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Vom Glaslabor zum Technologiekonzern



Historische und technologische Meilensteine von 1884 bis heute.

Historische Meilensteine


Otto Schott

Ernst Abbe
1884

Otto Schott, Ernst Abbe, Carl und Roderich Zeiss gründen in Jena das Glastechnische Laboratorium Schott & Genossen (später: Jenaer Glaswerk Schott & Gen.).

1889

Ernst Abbe gründet die Carl-Zeiss-Stiftung.

1891 / 1919

Das Jenaer Glaswerk wird Stiftungsunternehmen. Alleinige Eigentümerin ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

1900

Das Glaswerk erzielt bereits die Hälfte des Umsatzes im Export.

1927 / 1930

Erste Tochtergesellschaften: Farbenglaswerke Zwiesel und Pirna (1927), Deutsche Spiegelglas AG (DESAG) in Grünenplan (1930), Glaswerk Mitterteich (1930).

1945

"Zug der 41 Glasmacher": Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nehmen amerikanische Truppen die Geschäftsleitung und ausgewählte Spezialisten aus Jena mit in den Westen Deutschlands.

1948

Enteignung des Stammwerkes in Jena (sowjetische Besatzungszone / ab 1949 DDR) und Umwandlung in einen volkseigenen Betrieb (VEB).




Erich Schott
1952

Neuaufbau des Stiftungsunternehmens in Mainz (Bundesrepublik Deutschland) unter der Leitung von Erich Schott, dem Sohn des Firmengründers. Mainz wird Sitz des Hauptwerks und der Firmenzentrale von SCHOTT.

1954

Erste Produktionsgesellschaft außerhalb Deutschlands (Vitrofarma in Rio de Janeiro, Brasilien).

Ab 1963

Aufbau von Produktions- und Vertriebsgesellschaften in West- und Südeuropa. Vertriebsgesellschaft in den USA (New York City). SCHOTT entwickelt sich zur internationalen Firmengruppe.

1966

Erste Vertriebsgesellschaft in Asien (Tokio, Japan).

1969

Erste Fertigungsstätte in den USA (Duryea, Pennsylvania).

1974

Erste Fertigungsstätte in Asien (Penang, Malaysia).

1989

Inbetriebnahme des Otto-Schott-Forschungszentrums in Mainz.

1991 / 1995

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernimmt SCHOTT Mainz die Geschäftsanteile des alten Stammwerkes in Jena. Das Werk wird saniert, restrukturiert und in die SCHOTT Gruppe integriert.

Ab 1993

Aufbau von Fertigungsbetrieben und Vertriebsbüros in Osteuropa.

2002

Erste Produktionsgesellschaft in China.



2004

Umwandlung des Stiftungsunternehmens in die rechtlich eigenständige Aktiengesellschaft SCHOTT AG. Alleinige Aktionärin ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

2009

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit Produktions- und Vertriebseinheiten in über 40 Ländern.

 
 

Technologische Meilensteine



1884

Otto Schott entwickelt neue optische Gläser und stellt die Entwicklung von Spezialgläsern auf wissenschaftliche Grundlagen.

1884

Rohrgläser für Thermometer und Wasserstandsgläser.

1887 / 1893

Erfindung des chemisch resistenten, hitze- und temperaturwechselbeständigen Borosilicatglases.

1894

Guss optischer Scheiben mit bis zu 140 cm Durchmesser für astronomische Teleskope.



1895

Extrem widerstandsfähige Zylinder aus Borosilicatglas verhelfen dem Auer-Gasglühlicht zum Durchbruch.

1908

Rohrgläser für pharmazeutische Ampullen, ab 1911 unter dem Markennamen FIOLAX®.

1911

Als erster Spezialglashersteller weltweit führt SCHOTT die kontinuierliche Wannenschmelze ein.

1914

Veredelte Flachgläser für die Hausgeräteindustrie.

1918

Markteinführung hitzebeständiger Hauswirtschaftsgläser, die ab 1921 unter dem Markennamen JENAer GLAS® vertrieben werden.

1923

Maschinelles und kontinuierliches Röhrenziehen nach dem Danner-Verfahren.



1923

Pharmazeutische Ampullen, zunächst in Handfertigung, ab 1928 maschinell hergestellt.

1930

Maschinelles und kontinuierliches Ziehen von Flachgläsern nach dem Fourcault-Verfahren.

1935

Manuelle Fertigung von Glaskolben für Fernsehgeräte.

1938

Entwicklung erster Beschichtungsverfahren.

1939

Glas-Metall-Durchführungen für die Elektrotechnik.

1950

DURAN® Laborglas wird zum neuen Universalglas für das Chemielabor.

1955

Einführung vollautomatischer Produktionsverfahren im neuen Geschäftsfeld Fernsehglas und bei Hohlgläsern.

1957

Optische Gläser aus Mainz und Jena für die amerikanische und sowjetische Weltraumfahrt.

1961

Vollautomatisches Blasverfahren von Gebrauchsgläsern bei SCHOTT Zwiesel.



1964

Faseroptische Komponenten für Licht- und Bildleiter. Haupteinsatzgebiete sind die Medizintechnik und die Beleuchtungstechnik.

1968

ZERODUR® Glaskeramik leitet eine neue Ära von Teleskopspiegelträgern für die Astronomie ein.

1969

Optische Gläser von SCHOTT in Fernseh- und Fotokameras ermöglichen spektakuläre Fotos und Fernsehbilder von "Apollo 11", als Neil Armstrong und Edwin Aldrin als erste Menschen den Mond betreten.



1969

Markteinführung von Glas-Metall-Durchführungen für die Automobilelektronik.



1973

Glaskeramik-Kochflächen der Marke SCHOTT CERAN® erobern die Küchen der Welt.

1973

Leichtgewichtsbrillenglas bringt Fortschritte für Brillenträger.

1978

Markteinführung des Brandschutzglases PYRAN®.

1979

Inbetriebnahme der ersten Entstaubungsanlage an einer Glasschmelzwanne. In der Folgezeit setzt SCHOTT Standards beim Umweltschutz.

1979

ROBAX® Glaskeramik für Sichtscheiben von Öfen und Kaminen.

1983

Rohrglas für solarthermische Kraftwerke mit Parabolrinnentechnologie.

1985

Entspiegeltes Glas AMIRAN®, z.B. für Schaufensterverglasungen.

1986

Electronic Packaging Komponenten für die Flugzeugtechnik.

1989

Erweiterung der Kompetenz bei der Veredelung von Flachgläsern für die Hausgeräteindustrie durch die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen mit den Floatglasherstellern Glaverbel (Belgien) und Gemtron (USA).



1991 / 1996

Im Schleudergussverfahren entstehen ZERODUR® Teleskopspiegelträger mit 8,2 m Durchmesser für das Very Large Telescope (VLT) in Chile.

1993

Dünngläser mit kleinsten Dicken ab 0,03 mm ermöglichen Fortschritte in der Flachdisplaytechnik.

1994

Serienfertigung von Borosilicatgläsern im Microfloatverfahren für die verschiedensten Anwendungsgebiete.



1996

Innenbeschichtete Pharmafläschchen SCHOTT Type I plus®.

1998

Kalziumfluoridkristalle für die Chip-Herstellung.

2001

Einstieg in die Photovoltaik. Die Wurzeln und technologische Kompetenz von SCHOTT Solar auf dem Sektor Photovoltaik reichen zurück bis in das Jahr 1958.

2002

SCHOTT CERAN® Glaskeramik-Kochflächen ohne die Schwermetalle Arsen und Antimon.

2002

Serienfertigung von vorfüllbaren Kunststoffspritzen.

2004

Backlighting-Glasröhren zur Hintergrundbeleuchtung von Displays.



2005

Markteinführung von Solarreceivern für solarthermische Kraftwerke mit Parabolrinnentechnologie.

2008

Nominierung der Solarreceiver für den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten als eine von drei besonders bedeutenden Innovationen.

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