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Glasherstellung |
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Aus der Geschichte des Glases
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In der Steinzeit benutzte der Mensch vulkanisches Naturglas
(Obsidian) als Schneidewerkzeug.
Künstliches Glas wird durch Zufall entdeckt, und zwar beim Brennen
von Töpferware durch die Verbindung kalkhaltigen Sandes
mit Natron.
Die ältesten Funde von künstlich erzeugtem Glas –
Glasperlen aus ägyptischen Königsgräbern – stammen aus
der Zeit um 3500 v. Chr.
Um 1500 v. Chr. werden in Ägypten und Mesopotamien mit
Hilfe der Sandkerntechnik die ersten Hohlgläser hergestellt.
Die Tontafelbibliothek des assyrischen Königs Assubanipal
(7. Jh. v. Chr.) enthält das älteste überlieferte Glasrezept:
"Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen,
5 Teile Kreide – und Du erhältst Glas."
Die Erfindung der Glasmacherpfeife und des
Glasschmelzofens revolutionieren um 200 v. Chr. die
Glasherstellung und ermöglichen die Fertigung von
Flachglas.
Die Römer verbreiten die Glasmacherkunst in Europa (bis
ca. 300 n. Chr.). Zwischen 1300 und 1700 dominieren in
Deutschland die Waldglashütten (Wanderglashütten).
Brilllengläser werden ab ca. 1250, einfache Mikroskope und
Fernrohre ab 1600 hergestellt.
Joseph Fraunhofer (1787–1826) versucht in Benediktbeuern,
die Glasschmelze unter wissenschaftliche Kontrolle zu
bringen. Er verbessert Mikroskope, Fernrohre und
Vermessungsgeräte.
Carl Zeiss gründet 1846 in Jena eine optische Werkstätte
und stellt ab 1866 gemeinsam mit Ernst Abbe den Bau von
optischen Instrumenten auf eine wissenschaftliche
Grundlage. Was fehlt sind Gläser mit gleichbleibenden,
vorherbestimmbaren optischen Eigenschaften.
Dr. Otto Schott beginnt 1879 die Zusammensetzung
optischer Gläser zu erforschen. Er unterrichtet den Jenaer
Physiker Prof. Dr. Ernst Abbe über seine Ergebnisse.
1884 Gründung des Glastechnischen Laboratoriums, der
späteren Jenaer Glaswerke & Gen., durch Otto Schott, Ernst
Abbe, Carl Zeiss und Roderich Zeiss in Jena.
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