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FAQs - Häufig gestellte Fragen
1. Was sind Schlüsseleigenschaften von BOROFLOAT® 33?
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Schlüsseleigenschaften von BOROFLOAT® 33 sind aus unserer Sicht:
Oberflächen von Spiegelglasqualität
Niedrige lineare thermische Ausdehnung
Hohe thermische Beständigkeit
Hohe chemische Resistenz
Hervorragende Transmission
Dabei besitzt jede Anwendung ihr eigenes Anforderungsprofil bezüglich der Eigenschaften.
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2. Was sind die gängigen Anwendungen für BOROFLOAT® 33 und wo liegen die Trendmärkte?
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Die besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften machen BOROFLOAT® 33 zu einem echten Multitalent mit breitem Einsatzspektrum.
Schon seit vielen Jahren hat sich BOROFLOAT® in der Haustechnik (z.B. als Innenscheibe in pyrolytisch selbstreinigenden Herden oder als Sichtscheibe für Raumheizgeräte) bewährt. Ebenso bekannt sind die Einsatzmöglichkeiten in der Beleuchtungsindustrie (z.B. als Vorsatzscheibe für Hochleistungsstrahler und Projektoren) oder in der chemischen Industrie (als Auskleidungen oder Schaugläser für Apparaturen).
Neue Zukunftsfelder eröffnen sich BOROFLOAT® zunehmend in der Biotechnologie (als Objektträger oder DNA-Sequenzer), der Optik (Filter, Teleskopspiegel) sowie der Elektronik (Wafer, Displayglas oder Sensoren). Außerdem findet BOROFLOAT® erfolgreich in den Bereichen Photovoltaik und Panzerverglasung Anwendung.
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3. Was ist „BOROFLOAT® 33“?
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BOROFLOAT® 33 ist eine eingetragene Marke der SCHOTT AG für ein hochwertiges Spezialfloatglas mit breitem Einsatzspektrum. Die Bezeichnung BOROFLOAT 33 ergibt sich aus:
„BORO“ = Borosilicatglas
„FLOAT“ = mittels Floatverfahren hergestelltes Flachglas
„33“ = Wert des thermischen Ausdehnungskoeffizienten a, er beträgt 33 x 10-7 K-1
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4. Was ist ein Borosilicatglas?
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Als Borosilicatglas wird ein Glas dann bezeichnet, wenn es neben dem Hauptbestandteil Quarzsand (Siliziumdioxid SiO2) den wesentlichen Bestandteil Borsäure (Boroxid B2O3) enthält. Die Höhe des Boroxidgehaltes im Gemenge (Gemisch aller Glasrohstoffe) wirkt sich dabei ebenso nachhaltig auf das Schmelzverhalten wie auf alle weiteren Eigenschaften des Glases (v.a. chemische Resistenz) aus. Entsprechend der vielfältigen Möglichkeiten an chemischen Zusammensetzungen, u.a. durch zusätzlich eingebrachte Metalloxide, ist die Familie der Borosilicatgläser weit gefächert.
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5. Was ist “Floaten” bzw. “Mikrofloaten”?
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Floatprozess
Das Floatverfahren, das in den 50 er Jahren von einem britischen Unternehmen entwickelt und erstmals realisiert wurde, revolutionierte die damalige Glaswelt.
Beim Floatprozeß fließt geschmolzenes Glas kontinuierlich aus dem Schmelzofen über ein flüssiges Zinnbad. Dort verteilt es sich gleichmäßig und wird anschließend durch eine gezielte mechanische
Beeinflussung in die gewünschte Dicke gebracht. Am Ende des Zinnbades angekommen, wird das schon „feste“ Glas von der Metalloberfläche abgehoben und danach spannungsarm gekühlt. Nach dem Verlassen des Ofens wird das Glasband von einer automatischen Zuschnittvorrichtung in die gewünschten Scheibenmaße gebracht.
1993 errichtete SCHOTT - in Kooperation mit einem japanischen Partner - in Jena die erste Microfloat Anlage der Welt zur Produktion von BOROFLOAT® 33 - dem einzigartigen Borosilicatfloatglas.
Unterschied zwischen Mikrofloat(prozess) und Float(prozess)
Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Größe der Anlagen. Herkömmliche Floatanlagen haben einen Glasdurchsatz von bis zu 1000 Tonnen pro Tag. In ihnen werden fast ausschließlich Kalk-Natron-Gläser erschmolzen, die ihren Einsatz nahezu vollständig in der Innen- und Außenarchitektur und als Glasscheibe im Automobilbau finden.
Eine Mikrofloatanlage besitzt hingegen eine Durchsatzleistung von 20 bis 50 Tonnen Glas am Tag. Sie wird genutzt, um Spezialgläser wie Borosilicat- oder Aluminosilicatgläser darzustellen. Diese unterscheiden sich in ihren Schmelzeigenschaften deutlich von den Kalk-Natron-Gläsern.
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6. Worin besteht der Unterschied von BOROFLOAT® 33 zu gefloatetem Kalk-Natron-Glas?
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Der Unterschied besteht in der chemischen Zusammensetzung (siehe auch unter
www.schott.com/hometech/german/products/borofloat/attribute/chemical/index.html):
BOROFLOAT® 33 ist ein gefloatetes Borosilicatglas mit Borsäure (B2O3 > 8 %) als wesentlichem Bestandteil neben dem Quarzsand. Es ist frei von Erdalkalien (CaO + MgO).
Gefloatetes Kalk-Natron-Glas (auch konventionelles Floatglas oder modernes Fensterglas) gehört zur Familie der Alkali-Erdalkali-Silicatgläser. Dieses Glas enthält keine Borverbindungen. Es verfügt dafür über 12 – 16 % Erdalkalien und einen höheren Anteil an Alkalien (ca. 15 % Na2O) als
BOROFLOAT® 33.
BOROFLOAT® 33 verfügt über ein im Vergleich zu Kalk-Natron Glas niedrigeres spezifisches Gewicht, eine höhere thermische Belastbarkeit und eine höhere chemische Resistenz sowie eine exzellente Transmission (= Durchlässigkeit für Strahlung, z.B. Licht). Deshalb findet BOROFLOAT® seinen Einsatz häufig in speziellen Anwendungen mit extremen thermischen und/oder chemischen Anforderungen, in denen herkömmliche Floatgläser der Kalk-Natron-Glasfamilie versagen.
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7. Welche Unterschiede gibt es von BOROFLOAT® 33 zu PYREX®?
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7.1 Chemische Zusammensetzung
BOROFLOAT®33 und PYREX® 7740 unterscheiden sich hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung im Alkali-Verhältnis von Na2O zu K2O und im Gehalt an sogenannten oxidischen Begleitstoffen bzw. Verunreinigungen. Diese ergeben sich sowohl aus der mineralischen Zusammensetzung der Rohstoffe als auch aus der Aufbereitungstechnik des Gemenges.
Ein solcher oxidischer Begleitstoff ist Eisenoxid (Fe2O3,), der die Transmission im ultravioletten Bereich des Lichtes herabsetzt. BOROFLOAT®33 enthält nur ein Drittel an Fe2O3 im Vergleich zu PYREX® 7740. Es sieht daher deutlich farbloser als PYREX aus und gilt als hochwertiges Weißglas.
7.2 Herstellungsprozess
BOROFLOAT®33 wird mittels Mikrofloatprozess hergestellt und garantiert dadurch eine beiderseits spiegelglasähnliche Oberfläche.
Die Herstellung von PYREX® 7740 erfolgt durch Walzen bzw. Gießen, woraus eine leichte Strukturierung der Oberfläche resultiert. Deshalb ist für einige Anwendungen eine zusätzliche Oberflächenpolitur erforderlich.
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8. Wie beständig ist BOROFLOAT® 33 gegenüber hohen Temperaturen, Temperaturschocks und Temperaturdifferenzen?
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BOROFLOAT® 33 ist sehr hitzebeständig mit einer Langzeittemperaturbelastung (≤ 10 h) von 450 °C und einer Kurzzeittemperaturbelastung (< 10 h ) von 500 °C.
Durch seine geringe thermische Ausdehnung widersteht es problemlos Temperaturschocks von 125 K – 175 K (abhängig von der Glasdicke) und Temperaturdifferenzen von 90 K (1 – 100 h) bzw. 80 K (> 100 h).
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9. Welche Faktoren beeinflussen die Schlag-/Stoßfestigkeit?
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Die Schlag-/Stoßfestigkeit von BOROFLOAT® 33 ist abhängig von:
Art des Einbaus der Scheibe
Scheibengröße und –dicke
Bearbeitungszustand (z.B. Kantenbearbeitung, Bohrungen)
Gebrauchszustand der Scheibe
Art der Stoßbeanspruchung und u.v.a. Parametern.
Daher sind nähere Hinweise zur Schlag-/Stoßfestigkeit nur bei Kenntnis des jeweiligen Anwendungsfalls möglich.
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10. In welchen Dicken und Abmessungen ist BOROFLOAT® 33 erhältlich?
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Das Dickenspektrum von BOROFLOAT® 33 reicht von 0,7 mm bis 25,4 mm.
Das Standardmaß über alle Dicken beträgt 1150 x 850 mm. In den Dicken 3,3 – 15,0 mm ist zusätzlich das größere Freimaß 2300 x 1700 mm erhältlich. Die Dicken 16,0 – 25,4 mm werden auch in der größeren Abmessung 1700 x 1300 mm angeboten. Nähere Angaben erhalten Sie unter: www.schott.com/hometech/german/products/borofloat/delivery/measurement/index.html oder gerne auf Anfrage.
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11. Welche Bearbeitungsmöglichkeiten von BOROFLOAT® 33 gibt es?
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BOROFLOAT® 33 kann mit den üblichen Methoden der Glasbearbeitung (z.B. Schneiden, Säumen, Schleifen, Polieren, Bohren) behandelt werden. Für Zuschnitte sind gemäß der glasspezifischen Eigenschaften von BOROFLOAT® 33 spezielle Zuschnittswerkzeuge erforderlich. Laser- und wasserstrahlgestützte Zuschnitte sowie Ultraschall-Bohrungen sind auch erhältlich.
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12. Welche Veredlungsmöglichkeiten existieren?
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Es bestehen vielfältige Veredlungsmöglichkeiten von BOROFLOAT® 33 wie die Beschichtung und das Teilvorspannen:
12.1 Beschichtung
Durch die Beschichtung mit Komposit-Werkstoffen können dem BOROFLOAT® verschiedene Eigenschaften gegeben und damit seine Funktionalität erhöht werden:
BOROFLOAT® M: verspiegelt
Durch das Aufbringen geeigneter Interferenzschichten (z.B. Metalloxide) wird erreicht, dass der für die Spiegelung verantwortliche Strahlenanteil des sichtbaren Lichtes besonders gut reflektiert wird (Spiegelung erwünscht).
BOROFLOAT® AR: entspiegelt
Durch das Aufbringen geeigneter Interferenzschichten wird erreicht, dass der für die Spiegelung verantwortliche reflektierende Strahlenanteil reduziert wird (Spiegelung weitgehend verhindert).
BOROFLOAT® 33 mit Beschichtung wird in der Dicke 3,3 mm und der Abmessung 1150 x 850 mm angeboten. Weitere mögliche Dicken und Abmessungen sowie Informationen zu weiteren Beschichtungen erhalten Sie gerne auf Anfrage.
12.2 Thermisches Teilvorspannen
Die Widerstandsfähigkeit von BOROFLOAT® gegenüber thermischen und mechanischen Belastungen verbessert sich durch das thermische Teilvorspannen.
Thermisches Teilvorspannen ist in den Dicken von 3,3 bis 15 mm möglich. Wobei die maximalen Abmessungen der Scheiben 3.000 x 1.800 mm und die minimale Kantenlänge 300 mm betragen. Weitere Dicken und Abmessungen erhalten Sie jederzeit auf Anfrage.
Weiterhin kann BOROFLOAT® bedruckt, sandgestrahlt und gebogen werden. Details erhalten Sie gerne auf Anfrage.
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13. Wie kann ich BOROFLOAT® 33 reinigen?
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Zur Reinigung von verschmutzten BOROFLOAT® Scheiben können handelsübliche Glasreiniger benutzt werden. Auf keinen Fall dürfen kratzende Schwämme, Scheuermittel oder scheuernde Reinigungsmittel verwendet werden, da mit diesen Beschädigungen der Oberfläche nicht ausgeschlossen werden können.
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14. Wie sollte BOROFLOAT® 33 eingebaut werden?
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Für den Einbau und die Behandlung von BOROFLOAT® gelten folgende Richtlinien für Glas oder Glaskeramik:
1. Bei der Festlegung der Maße von Rahmen und Scheiben müssen die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen von BOROFLOAT®, die verschiedenen Rahmenmaterialien sowie mögliche Fertigungstoleranzen berücksichtigt werden.
2. Ist aus Konstruktionsgründen ein Anpressen der Scheibe im Rahmen erforderlich, so muss der Anpressdruck gleichmäßig auf den Scheibenumfang wirken (nie punktförmig).
3. Der Einbau soll in einem verwindungsfreien Rahmen erfolgen. Falls eine geringe Verwindung nicht ausgeschlossen werden kann, muss durch eine entsprechende dauerelastische Dichtung verhindert werden, dass die Verwindung des Rahmens sich auf die Scheibe überträgt.
4. Ein direkter Kontakt zwischen Glas und Metall (oder anderen harten Konstruktionselementen) muss vermieden werden. Als Zwischenlage zwischen Glas und Metall werden dauerelastische, wärmebeständige Materialien, wie z.B. Mineralfaserwerkstoffe empfohlen.
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15. Wo kann ich BOROFLOAT® 33 beziehen?
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Der Vertrieb von BOROFLOAT® 33 wird von der SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH in Jena koordiniert. Ein enges Netz an Vertriebsgesellschaften und Vertretungen ermöglicht weltweit eine optimale Kundenbetreuung vor Ort.
Ihre Anfragen richten Sie bitte zentral an:
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SCHOTT Technical Glass Solutions GmbH Otto-Schott-Strasse 13 07745 Jena Deutschland
| +49 (0)3641/681-4686 |
| +49 (0)3641/28889241 |
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SCHOTT Karriere
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