Biographie Otto Schott

Otto Schott (1851 – 1935) – Begründer der Spezialglasindustrie

Otto Schott
Otto Schott
Schon als kleiner Junge war Otto Schott vom Betrieb in der väterlichen Glashütte in Witten (Westfalen) fasziniert. Die Familientradition des Glasmachens begeisterte ihn so sehr, dass er in Aachen, Würzburg und Leipzig Chemie, Mineralogie und Physik studierte und 1875 in Jena die Dissertation „Beiträge zur Theorie und Praxis der Glasfabrikation“ schrieb.

Im Jahr 1879 begann er, das Verhalten verschiedenster chemischer Verbindungen beim Schmelzen, in der Glasbildung und bei der Kristallisation grundlegend zu erforschen. Um die Zusammenarbeit mit dem Physiker Ernst Abbe (1840 – 1905) und Carl Zeiss (1816 – 1888), dem Inhaber einer Optischen Werkstätte, zu intensivieren, siedelte er 1882 nach Jena über. Dort gründete er 1884 gemeinsam mit Abbe und Zeiss das „Glastechnische Laboratorium Schott & Genossen“.

Schott entwickelte erstmals Spezialgläser mit genau definierten Eigenschaften für die verschiedensten Anwendungen und baute sein Laboratorium zu einem Industrieunternehmen mit Weltgeltung aus. Mit der Entwicklung völlig neuartiger Gläser und neuer Fertigungsverfahren wurde Schott nicht nur zum Begründer der modernen Glaswissenschaft und Glastechnologie, sondern auch der Spezialglasindustrie als einem neuen Industriezweig.

Die sozialpolitischen Ideen von Ernst Abbe, die zur Gründung der Carl-Zeiss-Stiftung führten, unterstützte Otto Schott vorbehaltlos. Sein Unternehmen in Jena war die Keimzelle des heutigen Technologiekonzerns SCHOTT mit Hauptsitz in Mainz.
Kurzbiographie von Otto Schott