Biographie Erich Schott

Erich Schott (1891 – 1989) – Pionier des „Wirtschaftswunders“

Der Sohn des Firmengründers Otto Schott wollte nach dem Studium der Physik und Chemie eigentlich die Universitätslaufbahn einschlagen. Doch nach dem Kriegstod seines älteren Bruders Rolf trat er in die Fußstapfen seines Vaters.

Ab 1917 war Erich Schott zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jenaer Glaswerk tätig. 1927 trat er die Nachfolge seines Vaters in der Geschäftsleitung an und baute in der Folgezeit die Marktposition des Jenaer Glaswerks als einer der weltweit führenden Spezialglashersteller weiter aus. Dazu gehörte auch die Gründung neuer Geschäftsfelder, wie z.B. hitzebeständige Hauswirtschaftsgläser der Marke „Jenaer Glas“.

Als einer der ersten Industrievertreter suchte er die Zusammenarbeit mit Künstlern. So verpflichtete er den Bauhauskünstler Wilhelm Wagenfeld (1900 – 1990) als Designer für „Jenaer Glas“.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges führte Erich Schott auf Befehl der amerikanischen Militärregierung den „Zug der 41 Glasmacher“ von Jena in den Westen Deutschlands. In Mainz leitete er ab 1951/52 den Aufbau des neuen modernen Glaswerks und führte das Unternehmen wieder zu Weltgeltung. Indem er erste Produktions- und Vertriebsstätten im Ausland aufbaute und den Auslandsabsatz steigerte, leitete er auch die Internationalisierung von SCHOTT ein.

Aufgrund seiner Lebensleistung gilt Erich Schott als einer der Pioniere des deutschen „Wirtschaftswunders“.
Kurzbiographie von Erich Schott