Innovative Einzellösungen mit SCHOTT RESTOVER® und TIKANA®

Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland, mit dem Van-de-Velde-Gebäude und Brendelschem Atelier

Projekt

Hintergrund
Die Bauhaus-Universität Weimar hat in den vergangenen 150 Jahren wichtige Kapitel der Kunst- und Baugeschichte mitgeschrieben.
Zwei bedeutende Schauplätze dieser Geschichte wurden zum Jubiläum aufwändig restauriert: der als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnete Van-de-Velde-Bau aus den Jahren 1905/06 und das 1886 erbaute Bauhaus.Atelier.


Herausforderung
Beide Gebäude stellten mit ihrer jeweils andersartigen Architektur ganz unterschiedliche Anforderungen an die zu verwendenden bzw. neu zu entwickelnden Gläser sowie deren Ästhetik und Eigenschaften.

Der Denkmalschutz verlangte eine historisch authentische, leicht unregelmäßige Oberflächenstruktur und Transparenz. Gleichzeitig sollten aktuelle bautechnische Parameter bezüglich Sicherheit und Wärmedämmung mit Sonnenschutz erfüllt werden: Ein mehrschichtiger, allerdings für beide Objekte unterschiedlicher Glasaufbau war nötig. Beim Van-de-Velde-Bau bestand die größte Herausforderung darin, den Isolierglasaufbau um ein Vielfaches dünner als normalerweise zu realisieren, damit dieser in die historischen  Fensterrahmen passte.

Bei dem filigran verglasten Metallfachwerk (Dach und Wände) des Bauhaus.Ateliers war es die Konstruktion von so genannten Modellformen, also Scheiben mit völlig unterschiedlichen Winkeln, die Zuschnitt und Verbund erschwerten.

Download des Projekt Berichts

Material

Lösung
Für den Van-de-Velde-Bau entwickelte SCHOTT eine Lösung auf Basis des Restaurierungsglases TIKANA®. Optisch erfüllte TIKANA® die Denkmalschutzauflagen durch seine unregelmäßige Oberfläche. Technologisch legten die SCHOTT Experten mit einer Sonnenschutzbeschichtung nach. Die zweite, innere Scheibe besteht aus mit einer Wärmeschutzschicht veredeltem Floatglas.
Der Scheibenzwischenraum konnte von ca. 16 auf 4 mm verringert werden und wurde mit dem Edelgas Krypton gefüllt, um die Isolierwirkung zu erhöhen.


Ein innovatives Verbundglas konstruierte SCHOTT für das Metallfachwerk des Bauhaus.Ateliers. Dieses besteht auf der Außenseite aus dem Restaurierungsglas RESTOVER® und innen aus Weißglas. Aufgrund der welligen Oberfläche ähnelt RESTOVER® dem Fensterglas der Jahrhundertwende. Weißglas wurde gewählt, weil es einen klaren Eindruck ohne Grünstich erzeugt. Verbunden werden die beiden Elemente durch mehrere übereinanderliegende PVB-Folien, die sowohl die mechanische Schutzfunktion der Verglasung erhöhen als auch die UV-Strahlung fast gänzlich blockieren.
Für die Restaurierung des Brendelschen Ateliers in der Bauhaus-Universität in Weimar, Deutschland wurde das SCHOTT Restaurierungsglas RESTOVER® verwendet.
Außenansicht des Brendelschen Ateliers in der Bauhaus-Universität in Weimar, Deutschland. Hier wurde das SCHOTT Restaurierungsglas RESTOVER® verwendet.
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