SCHOTT TIKANA<sup>®</sup> Im Kaufhaus Schocken, Chemnitz - Deutschland
TIKANA® im Kaufhaus Schocken, Chemnitz - Deutschland© SCHOTT / Roland Halbe

Das Projekt

Das Team

Das Material

Das ehemalige Kaufhaus Schocken in Chemnitz ist heute Sitz des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz – kurz „smac“. Bevor das „smac“ in das Gebäude einziehen konnte, musste dieses zunächst umfangreich – aber auch denkmalgerecht – umgebaut werden. Für die authentische Verglasung der historischen Fensterbänder des ehemaligen Kaufhauses Schocken entschieden sich die Architekten Knerer und Lang aus Dresden für das Restaurierungsglas TIKANA® von SCHOTT.
Architekten
ARGE Kaufhaus Schocken
Auer+Weber+Assoziierte
knerer und lang
Architekten BDA
Stuttgart Dresden

Glasstatiker
glasfaktor Ingenieure GmbH, Dresden

Glasverarbeiter
Flachglas Sachsen GmbH, Grimma

Glashersteller
SCHOTT
Das Restaurierungsglas TIKANA® erfüllte die Anforderungen der Denkmalbehörde, da es als einziges das leicht unregelmäßige Glas der frühen 60er Jahre perfekt nachahmt.

Das Projekt

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Der Hintergrund
Es ist ein Stück deutscher Unternehmensgeschichte: In nur 30 Jahren entwickelte sich das Unternehmen Schocken zur viertgrößten Warenhauskette in Deutschland mit zahlreichen Filialen, unter anderem in Cottbus, Stuttgart, Nürnberg und Chemnitz. Für den Bau des 1930 fertiggestellten Kaufhauses in Chemnitz, das bis 2001 als solches genutzt wurde, beauftragten die Inhaber, die Brüder Schocken, wiederholt den Architekten Erich Mendelsohn. Er war einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts und hatte schon das Schocken-Warenhaus in Stuttgart geplant.

Die Herausforderung
Dieses ehemalige Kaufhaus Schocken ist heute Sitz des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz – kurz „smac“. Bevor das „smac“ in das Gebäude einziehen konnte, musste dieses zunächst umfangreich – aber auch denkmalgerecht – umgebaut werden. Die Herausforderung dabei war, die Veränderungen so durchzuführen, dass das ehemalige Erscheinungsbild des Gebäudes im Sinne Mendelsohns wiederhergestellt wurde. Straßenseitig betraf dies vor allem die historisch korrekte Erneuerung der Fensterbänder in den Obergeschossen und der Fensterfronten der seitlichen Treppenhäuser. Gleichzeitig mussten ein Sonnenschutz und die Wärmedämmung integriert werden.

Die Lösung
Für die authentische Verglasung der historischen Fensterbänder des ehemaligen Kaufhauses Schocken entschieden sich die Architekten Knerer und Lang aus Dresden für das Restaurierungsglas TIKANA® von SCHOTT.

Das Team

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Architekten
ARGE Kaufhaus Schocken
Auer+Weber+Assoziierte
knerer und lang
Architekten BDA
Stuttgart Dresden

Glasstatiker
glasfaktor Ingenieure GmbH, Dresden

Glasverarbeiter
Flachglas Sachsen GmbH, Grimma

Glashersteller
SCHOTT

Das Material

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Das farblose, maschinengezogene Flachglas entspricht in seiner Anmutung historischen Fenstergläsern. So hat das Glas beispielsweise eine ähnlich leicht unregelmäßige Oberfläche wie die Fenster zu Mendelsohns Zeit. Und das ist kein Zufall. Denn SCHOTT entwickelte das Restaurierungsglas eigens für die Verglasung von Gebäuden der Klassischen Moderne und des Bauhausstils.
TIKANA® weist die typische Ziehstreifigkeit von Fenstergläsern dieser Bauepoche auf. Weitere Vorteile des besonderen Glases: Es lässt 91% des Lichtes durch und gibt Farben zu 100 % wieder. Daher eignet es sich bestens für die Verglasung von Museumsfenstern. Und nicht nur das: TIKANA® lässt sich vielfältig verarbeiten; zeitgemäße bauphyskalische Funktionen wie ein integrierter Sonnenschutz sind problemlos umsetzbar.

In Chemnitz wurde in die Fensterbänder ein innovatives Isolierglas eingesetzt. Dieses besteht beispielsweise aus einer 6 mm dicken Außenscheibe mit onnenschutzbeschichtung, einem 16 mm breiten Abstandhalter sowie einer 8 mm dicken Innenscheibe aus Floatglas. An den Stellen, an denen das Isolierglas gegen Einbruch schützen soll, wurde statt des Floatglases ein Verbundsicherheitsglas verwendet. Der Zwischenraum ist in beiden Fällen mit Argon gefüllt. Die historisch vorhandene Einfachverglasung in den seitlichen Treppenhäusern wich einem TIKANA®-Isolierglas mit Sandstrahlmattierung und 8 mm dickem Abstandhalter.
Für die Wärmedämmung wurden die Scheibenzwischenräume mit Krypton aufgefüllt. Den statischen Nachweis der Glasaufbauten führte das Büro glasfaktor Ingenieure GmbH aus Dresden auf der Grundlage der Europäischen Technischen Zulassung ETA-12/0159 für SCHOTT Forcault-Gläser.

TIKANA® wird nach dem Fourcault-Prinzip gezogen, ein Verfahren, das sich der Belgier Émile Fourcault 1902 patentieren ließ. Für die Bauepoche von 1920 bis über 1960 hinaus war maschinengezogenes Glas das Material für Fenster- und Fassadenverglasungen. Seine Charakteristika werden heute produktionstechnisch gesteuert. Dadurch ist das Restaurierungsglas von SCHOTT exakt auf das gewünschte Originalglas zur Zeit Mendelsohns abgestimmt.