Fassade als Kaleidos­kop der Farben dank SCHOTT NARIMA®

Konzert- und Kongresszentrum HARPA in Reykjavik, Island

Project

Das imposante Konzert- und Kongresszentrum HARPA in Reykjavik spiegelt die Natur der Vulkaninsel wider. Seine facettenreiche Glasfassade korrespondiert mit den Tönen von Meer, Stadt und Himmel.

Imposant und selbstbewusst fügt sich das neue Konzert- und Kongresszentrum HARPA in das Hafengebiet der isländischen Hauptstadt Reykjavik ein. Es besteht aus vier Hallen, deren Namen auf die Naturgewalten Erde, Feuer, Wasser und Licht anspielen.

Der 28.000 Quadratmeter große Komplex ist das Werk des Starkünstlers Olafur Eliasson und Henning Larsen Architects, Kopenhagen. Eliasson, der in Berlin lebt und arbeitet, entwarf die gläserne Südfassade. Hier ließ er sich von der Natur Islands, vor allem vom Säulenbasalt, inspirieren.

Auf den ersten Blick wirkt die zum Stadtzentrum ausgerichtete Glasfront eben, doch das ist sie nicht. Vielmehr verläuft sie nach einem eigenen geometrischen Prinzip. Dafür ordnete der Künstler rund 960 dreidimensionale hexagonalförmige Bausteine so an, dass die Fassade nach außen hin „im Zickzack” absteht. Die außergewöhnliche Geometrie der Glasblöcke erschuf Einar Thorsteinn, ein Kollege.
The glass façades of the HARPA concert hall in Reykjavik with their kaleidoscope-like reflections thanks to SCHOTT NARIMA<sup>®</sup>
Die Glasfassaden der HARPA Konzerthalle in Reykjavik mit ihren kaleidoskopartigen Reflek­tionen dank SCHOTT NARIMA®

Material

Die Schlüsselidee von Licht und Transparenz zeigt sich auch bei der Wahl des Glases. Einige Glasblöcke sind mit dem Farbeffektglas SCHOTT NARIMA® gestaltet und spiegeln die unterschiedlichen Lichtverhältnisse am Tag wider. Die Fassade als Kaleidos­kop der Farben – möglich wird dies durch die optischen Inteferenzschichten des dichroitischen Farbeffektglases. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel variieren die Farben. Das Spektrum reicht von warmen Goldtönen einer glühenden Lava bis hin zum Eisblau eines Gletschers an Wintertagen. Nachts dagegen strahlt die Fassade in Rot, Grün und Blau. Dann sind es die durch LEDs illuminierten Glasblöcke, die individuell gesteuert werden können.

Außer Farbeffektglas verwendete Eliasson über 1.000 weitere fünf- und sechseckige einzigartige Glaselemente, darunter auch das interferenzoptisch entspiegelte Glas AMIRAN® von SCHOTT in Form eines Verbundglases. Sie schaffen weitere Transparenz. Denn dort, wo die entspiegelten Gläser eingesetzt sind, kann der Betrachter ohne störende ­Reflexionen in das Innere des Gebäudes blicken.

Das statische Gebilde „dematerialisiert” und HARPA tritt in einen Dialog mit der Umgebung. Dadurch wirkt der imposante Monolith in der kleinen und eher beschaulichen Stadt Reykjavik trotzdem luftig und ästhetisch.
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