SCHOTT MIROGARD<sup>®</sup> Protect DARO in der Stiftsbibliothe St. Gallen
SCHOTT MIROGARD® Protect DAROBester Blick auf Weltkulturerbe - Stiftsbibliothek St. Gallen  © SCHOTT / Tobias Hauser

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Die Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz ist eine Schatzkammer der europäischen Überlieferung und das Herzstück des UNESCO-Weltkulturerbes Stiftsbezirk St. Gallen. Die vormalige Benediktinerabtei zählt zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt. Im reich ornamentierten Barocksaal präsentieren Wechselausstellungen in Vitrinen Bestände aus der einzigartigen Sammlung von über 2.100 Handschriften, deren Ursprung bis in das 4. Jahrhundert nach Christus reicht.
Verarbeiter
Keller Glas AG, Winterthur

Glashersteller
SCHOTT
Die optisch entspiegelten Gläser der MIROGARD®-Familie reduzieren die Reflexion des einfallenden Lichts auf unter ein Prozent. Zudem sind sie vollkommen farbneutral und lassen die Farben der Schaustücke originalgetreu wirken.

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Der Hintergrund
Die Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz ist eine Schatzkammer der europäischen Überlieferung und das Herzstück des UNESCO-Weltkulturerbes Stiftsbezirk St. Gallen. Die vormalige Benediktinerabtei zählt zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt.Im reich ornamentierten Barocksaal präsentieren Wechselausstellungen in Vitrinen Bestände aus der einzigartigen Sammlung von über 2.100 Handschriften, deren Ursprung bis in das 4. Jahrhundert nach Christus reicht. Diese wertvollen Exponate gilt es buchstäblich ins rechte Licht zu rücken. Denn einerseits soll der Betrachter die Kostbarkeiten so ansprechend und originalgetreu wie möglich zu Gesicht bekommen. Andererseits dürfen die sensiblen Handschriften nicht permanent ungünstiger Lichtstrahlung ausgesetzt werden, sonst bleichen Farben und Tinten zu sehr aus. Lichtschutz ist ein zentrales Thema für die meisten Museen. Für die Dauerbeleuchtung von Papier und Textilien empfehlen Konservatoren üblicherweise einen pauschalen Grenzwert von 50 Lux. „Aus solchen Gründen wollten wir die Lichtbelastung reduzieren und den Saal etwas verdunkeln“, beschreibt Stiftsbibliothekar Dr. Cornel Dora die Ausgangslage.

Die Herausforderung
Wie aber lassen sich die Beleuchtungsverluste ausgleichen und die Handschriften weiterhin optimal präsentieren? Einen wichtigen Ansatzpunkt zur Beantwortung dieser Frage gaben die allseitig verglasten Vitrinen. Ihr besonderer Aufbau mit dachförmig geneigten Schaufenstern bietet zwar einen komfortablen Blick auf die Exponate. Auf der konventionellen Verglasung spiegelt sich jedoch das helle Tageslicht, das durch die gegenüberliegenden großen Saalfenster fällt.

Die Lösung
Mit der Idee, die beeinträchtigte Sicht mit Hilfe von entspiegeltem Vitrinenglas zu verbessern, wandte sich die Stiftsbibliothek an den Technologiekonzern SCHOTT. Die Spezialglasexperten empfahlen aus ihrer reichhaltigen Palette an Gläsern für den Einsatz in Museen, Sammlungen oder Galerien ein Produkt mit vielen Vorzügen: die Bildverglasung MIROGARD® Protect DARO. Nicht zuletzt erfüllte SCHOTT einen besonderen Wunsch des Auftraggebers: Um den Glasaustausch der ersten Testvitrine schnell abzuwickeln, wurden die alten Scheiben in St. Gallen ausgebaut und von einem Partner im nahen Winterthur maßgerecht mit MIROGARD® Protect DARO nachgefertigt. Damit war die Vitrine nach knapp zwei Tagen wieder nutzbar.

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Keller Glas AG, Winterthur

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Schutz vor Spiegelungen und UV-Licht
Die optisch entspiegelten Gläser der MIROGARD®-Familie reduzieren die Reflexion des einfallenden Lichts auf unter ein Prozent. Zudem sind sie vollkommen farbneutral und lassen die Farben der Schaustücke originalgetreu wirken. Die in diesem Fall gewählte Produktvariante MIROGARD® Protect bietet den Exponaten darüber hinaus bestmöglichen Schutz. Das Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei Spezialgläsern mit einer Dicke von hier jeweils zwei Millimetern. Dazwischen ist eine 0,38 Millimeter dünne PVB-Folie eingearbeitet, die den ultravioletten (UV) Anteil im einstrahlenden Licht zu 99 Prozent herausfiltert. So hat die energiereiche Strahlung mit Wellenlängen zwischen 300 und 380 Nanometern keine Chance mehr, die empfindlichen Materialien zu schädigen und das Papier zu vergilben. Anders als das bisher für die Vitrinen verwendete Einscheibensicherheitsglas verhindert das Verbundsicherheitsglas außerdem, dass bei Glasbruch scharfkantige Splitter auf eine Handschrift fallen und diese beschädigen. Zusätzlicher Effekt: Weil gebrochenes Glas an der integrierten Kunststofffolie haften bleibt, können Unbefugte auf die wertvollen Exponate nicht direkt zugreifen. Dies verringert das Risiko von Diebstahl oder Vandalismus.

Keine Chance für Fingerabdrücke
Die Präsentation in Vitrinen profitiert des Weiteren von einer Innovation, die der Bildverglasung sozusagen ihren Nachnamen gab: MIROGARD® Protect DARO verfügt über eine Dauerhafte Anti-Reflektive Beschichtung mit Oleophoben (DARO) Eigenschaften. Das Glas ist damit abweisend gegenüber Fingerabdrücken, Schmutz oder Wasser und mit einem feuchten, weichen Tuch leicht zu reinigen. „Wir empfahlen die Beschichtung, weil Betrachter direkt an eine Vitrine herantreten und diese berühren können. Die so entstehenden Verunreinigungen trüben die Sicht auf die Exponate“, erläutert Ulrich Huber, Sales Manager bei SCHOTT. Wie viel Reinigungsaufwand dies bedeuten kann, zeigen die Publikumszahlen: Allein im Jahr 2015 kamen in die Stiftsbibliothek über 110.000 Besucher.