Chemisches Vorspannen

Für Gläser mit einer Glasstärke von kleiner 3 mm wird üblicherweise das chemische Vorspannen verwendet, um eine Festigkeitserhöhung zu erreichen. Auch dieses Verfahren erzeugt eine Druckspannungszone an der Oberfläche des Glases. Diese wird durch einen Ionenaustausch erreicht, der in einem Bad aus geschmolzenem Salz zwischen der Glasoberfläche und dem Salzbad stattfindet. Hierbei werden bspw. Natriumionen gegen Kaliumionen ausgetauscht. Da die Kaliumionen ca. 30% größer sind als die Natriumionen, entsteht in der Glasoberfläche eine Druckspannungszone. Die Ausprägung dieser Druckspannungszone ist von der verwendeten Glasart und den Vorspannparametern abhängig.

Auch die mechanische Festigkeit von interferenzoptisch entspiegelten Gläsern von SCHOTT (bspw. CONTURAN®) kann mit diesem Prozess deutlich erhöht werden.
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