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SCHOTT spendet Glas auf der Rolle ans Deutsche Museum

Links: Dr. Margareta Benz-Zauner und Dr. Ulrich Kernbach (beide Deutsches Museum); Mitte: Dr. Roland Langfeld und Uwe Wilkens (beide SCHOTT AG); rechts: Prof. Dr. Helmut A. Schaeffer, der scheidende Vorsitzende des Fachbeirats Glastechnik im Deutschen Museum

Das neue Exponat bereichert die Münchner Sammlung zur Glastechnik als wertvolle Ergänzung

Der internationale Technologiekonzern SCHOTT hat dem Deutschen Museum in München einen Präsenter mit aufgerolltem Dünnglas übergeben. Das Glas wurde von Advanced Optics entwickelt, jenem Geschäftsbereich von SCHOTT, der vor mehr als 125 Jahren Ausgangspunkt für die Gründung des Unternehmens durch Otto Schott darstellte. In einer künftigen Ausstellung „Glastechnik“ soll das Glas auf der Rolle den neuesten Stand der Technik und die Innovationsleistung deutscher Unternehmen veranschaulichen.

Bei dem Exponat handelt es sich um eine Glasrolle in 10 Metern Länge mit einer Glasdicke von nur 50 Mikrometer. „Das besondere an gerolltem Dünnstglas ist, dass es hoch flexibel und stabil zugleich ist. Dies erreichen wir dank der Fertigung mit der sogenannten Down-Draw-Technologie. Das gerollte Glas ist dabei weder laminiert, beschichtet, noch anderweitig stabilisiert; es ist Glas in Reinform“, erklärt Uwe Wilkens, verantwortlicher Senior Manager Strategisches Marketing bei SCHOTT, bei der Übergabe.

„Wir freuen uns sehr über diese Spende von SCHOTT an unser Museum“, so Dr. Ulrich Kernbach, Bereichsleiter Ausstellungen/Sammlungen des Deutschen Museums. „Das neue Exponat füllt eine Lücke in unserer Sammlung, denn bislang besaßen wir kein Beispiel für das Down-Draw-Verfahren zur Herstellung von Flachglas in allerhöchster Qualität. Mit seiner verblüffenden Biegsamkeit eignet sich das aufgerollte Glas wunderbar dazu, Ausstellungsbesucher auf die Frage nach seiner Herstellung zu stoßen. Gleichzeitig steht es für die ungeahnten Möglichkeiten dieses faszinierenden Werkstoffes.“

Zum Hintergrund des gerollten Glases:

Bei der Herstellung von diesem ultradünnen Glas kommt ein spezielles Ziehverfahren, das Down-Draw-Verfahren, zum Einsatz. Dabei wird das Glas in einem Prozessschritt direkt aus der Schmelzwanne durch eine Düse nach unten in seine endgültige Form gezogen. Ohne Nachbehandlung entstehen dabei feuerpolierte Glasoberflächen mit einer Rauigkeit von unter einem Nanometer.

Dank der neuen Angebotsform des ultradünnen Glases auf der Rolle entstehen viele Anwendungsoptionen. So können zum Beispiel elektronische Schaltungen in einem kontinuierlichen Druckverfahren aufgebracht werden. Nach diesem Prinzip lassen sich Beleuchtungselemente auf Basis von OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) auf das Dünnglas drucken. Dabei wird das Glas mittels Roll-to-Roll-Technologie direkt von der Rolle durch einzelne Bearbeitungsstationen geführt und am Ende wieder aufgerollt. Namhafte Unternehmen, vor allem in Asien, erproben das innovative Material für diese und andere Applikationen.

Weitere Informationen zum ultradünnen Glas von SCHOTT:
www.schott.com/advanced_optics/ultraduennes-glas

Weitere Informationen zur Glasausstellung des Deutschen Museums:
www.deutsches-museum.de/de/ausstellungen/werkstoffe-produktion/glastechnik