EU-Richtlinien bedrohen die Verfügbarkeit von Rohstoffen für die optische Industrie

Jetzt erschienen: Engagiertes Plädoyer für Verantwortung und Augenmaß bei der Bewertung potenziell gefährlicher Substanzen

Der Zeitpunkt für das Verbot „der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC)“ aus der EU-Richtlinie REACH naht – so ist etwa der Stichtag für die Verwendung von Arsenoxid in europäischen Produktionsunternehmen auf den 21. Mai 2015 festgelegt worden. Zusätzlich reglementiert die Richtlinie RoHS den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe wie Blei und Quecksilber in Elektro- und Elektronikgeräten.

Anlässe genug für Dr. Peter Hartmann, Director Market and Customer Relations bei SCHOTT Advanced Optics sowie Fellow der SPIE (International Society for Optics and Photonics), die Bedeutung dieser Rohstoffe für Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft herauszuarbeiten. Im Spannungsfeld von Photonik als Schlüsseltechnologie einerseits sowie dem verantwortungsbewussten Umgang mit Gefahrstoffen andererseits stellt er fest: Optische Materialien für High-End-Systeme benötigen zwingend eine beträchtliche Vielfalt von Substanzen, um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen. Ob Kameraobjektive, Mikroskope oder Endoskope – intensive Forschung hat gezeigt es gibt keinen Weg, die notwendigen Zusatzstoffe ohne negative Folgen für Transmission, Kontrast etc. zu ersetzen.

Zudem entsteht durch den Schmelzprozess eine neue chemische Substanz, die gänzlich andere Eigenschaften aufweist als ihre Ausgangsmaterialien. Deshalb wird das Gros der optischen Gläser auch nicht als gefährlich eingestuft. Dr. Hartmann schildert das Ringen zwischen Photonik-Industrie und EU und kommt schließlich zu Empfehlungen, wie die besorgniserregende Situation aus Sicht der Industrie bereinigt werden kann.

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