Und der Oscar geht an … den „Cooke Look“

Cooke Optics verleiht Kinofilmen ihren speziellen „Look“ mit Glas von SCHOTT

Der Oscar ehrt die größten Errungenschaften der Filmproduktion und ist der bekannteste Filmpreis weltweit. Der „Academy Award of Merit“, wie er offiziell genannt wird, ist bestens bekannt für Auszeichnungen in Kategorien wie „Bester Film“. Allerdings verdient auch der diesjährige wissenschaftliche und technische Oscar besondere Erwähnung. Er ging an Cooke Optics „für deren stetige Innovation bei der Konstruktion, Entwicklung und Fertigung von fortschrittlichen Kamera-Objektiven, die während des letzten Jahrhunderts entscheidend zur filmischen Ästhetik beigetragen haben.“ Die Rede ist von Kamera-Objektiven, wie beispielsweise dem 5 / i und dem S4 / i, in denen Glas von SCHOTT zum Einsatz kommt.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts fertigt Cooke Optics aus Leicester, Großbritannien, hervorragende Kamera-Objektive für die wachsende Filmindustrie. Sie kommen nicht nur in Hollywood zum Einsatz, sondern weltweit in Hunderten von Spielfilmproduktionen, beispielsweise zuletzt im 3D-Film „Hugo“ von Martin Scorsese. Um den einzigartigen „Cooke Look“ mit organischen, warmen Farben zu erzielen, der das Unternehmen so berühmt gemacht hat, setzt das Unternehmen in seinen Kameras auf Glas von SCHOTT.

„Die großartigste Kamera der Welt ist wertlos ohne ein gutes Objektiv. Und die Qualität des Glases ist verantwortlich für die Qualität des Bildes“, kommentiert Robert Howard, CEO von Cooke. „Wir stellen Selektionen aus Hunderten von optischen Gläsern anhand ihres Brechungsindex und ihrer Farbübertragungscharakteristika zusammen. Indem wir in unseren Linsen zehn bis zu über 20 Gläser kombinieren, erhalten wir die Vielzahl verschiedener Farb-Frequenzen, die einen Film ausmachen.“

Die Präzisions-Objektive werden bei Cooke immer noch per Hand hergestellt. Am Anfang steht transparentes, blasenfreies Spezialglas, das zu einem großen Teil von SCHOTT stammt. Bei der Fertigung einer Linse kommen über 70 verschiedene Glastypen mit unterschiedlichen Brechungsindizes und chemischen Eigenschaften zum Einsatz. Das Glas wird vorgeformt geliefert und dann nach genauen Spezifikationen geschliffen. Diese äußerst diffizile und qualifizierte Aufgabe lässt sich in ihrer
Präzision und Qualität höchstens noch mit einer anderen High-End-Schleiftechnik vergleichen, dem Diamantschleifen.

„Ausgewählte optische Spezialgläser von SCHOTT, wie z.B. Kurzflintgläser, ermöglichen eine hohe Farbtreue der Opjektive“, erklärt Andreas Hädrich, Sales Director Europe bei SCHOTT Advanced Optics. „Durch die sorgfältige Steuerung des Schmelz- und Kühlverfahrens bei der Glasherstellung erreichen wir sehr kleine Toleranzen. In der höchsten Qualitätsstufe beträgt die Abweichung von den Sollwerten im Datenblatt nur ± 0,0001 beim Brechungsindex und ± 0,1 % bei der Abbe-Zahl. Das ist das Qualitätsniveau, das ein innovativer, branchenweit führender Kamerahersteller wie Cooke benötigt.“

Die Kunst ist die treibende Kraft hinter der komplexen Arbeit von Cooke. „Wir freuen uns sehr, dass das Unternehmen nach über 120 Jahren für seine Verdienste um die Filmindustrie von der Akademie ausgezeichnet wurde“, so Les Zellan, Chairman und Eigentümer von Cooke Optics. „Cooke war in dieser Branche schon immer eine innovative Kraft – von der Geburt der bewegten Bilder bis zur aktuellen digitalen Filmrevolution. Unser höchstes Ziel war dabei immer, unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer Visionen und Verwirklichung von Filmen zu unterstützen, die die Phantasie des Publikums weltweit fesseln.“